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13. Dezember 2017

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Die Marke als Basis für Innovation bei Produkt und Service

Die Marke als Basis für Innovation bei Produkt und Service© Bilderbox.com

Unternehmen die neu gegründet werden, verwenden mehrheitlich Ihre Ressourcen zu Beginn primär für die Produktentwicklung, für den Vertrieb und für den parallelen Aufbau einer Firmenstruktur in Bezug auf Mitarbeiter und Abteilungen.

Wenn es gut läuft und strategisch geplant, dann kommt auch noch die internationale Expansion dazu. Weniger beachtet wird manchmal ressourcenbedingt der werbliche Bereich mit Markenbildung und mit welchen Attributen ein Unternehmen bei Mitarbeitern, Kunden oder Lieferanten verbunden wird oder welches Bild es in der breiteren öffentlichen Wahrnehmung abgibt.
Umgekehrt gibt es Unternehmen, die von Beginn weg auf eine fundierte und kontinuierliche Markenbildung setzen und das dann auch kontinuierlich weiter entwickeln. Das gilt etwa für die Klarna Gruppe, Dienstleister speziell für den elektronischen Zahlungsverkehr. Vor zwölf Jahren als Start-Up gegründet, hat sich das Unternehmen zu einem international führenden Payment-Spezialisten mit 1.500 Mitarbeitern entwickelt. 2014 erfolgte der Merger mit SOFORT Überweisung und aktuell vertrauen 70.000 Händler und 60 Mio. Kunden in 18 Märkten den vielfältigen Zahlungslösungen. Zuletzt erhielt Klarna nun auch eine vollständige Banklizenz (economy berichtete).

Kontinuierliche Produkt- und Serviceentwicklung
Diese ganze Wachstumsphase basierte auf einer kontinuierlichen Produkt- und Serviceentwicklung sowie auf einer strategischen Markenetablierung für die einzelnen Produktlinien. Aktuell erfolgt nun ein umfangreiches Re-Branding, wo vom Logo bis zum gesamten Design inklusive aller Händler- und Endkunden-Touchpoints alles neu gestaltet wurde und auch das Produkt SOFORT Überweisung visuell integriert wird. Kunden können damit nun unter der Marke Klarna auf drei Arten bezahlen: per Rechnung, per Ratenkauf und per Sofort. Und nach der Bezahlung können Kunden über die ebenfalls neue Klarna App ihre Rechnungen einsehen, verwalten und bei Rückfragen direkt das Service kontaktieren.
Ebenfalls verändert wurde die Bildsprache bei allen Zahlungsvorgängen. Zusätzlich zur neuen textlichen Auflistung der verschiedenen Zahlungsarten wurden grafische Illustrationen und Icons (Anm. elektronische Bilder) geschaffen welche die jeweilige Zahlungswahl auf eine witzig, ironische Art auch bildlich untermauern. Verwendet werden etwa aktuell Pizzastücke für den Ratenkauf oder ein händisches Peace-Zeichen für die Sofort-Bezahlung. Mit einer knalligen und kontrastreichen Grafik orientiert sich der neue Markenauftritt an der Fashion- und Musikbranche und damit bewusst anders als die mehrheitlich konservativ konventionell auftretende Bankenbranche. „Es kommt heutzutage nicht nur auf die Funktionalität an, Kunden verlangen auch eine emotionale Ansprache und persönlichen Mehrwert. Sie wünschen sich Produkte und Unternehmen die ihre Probleme lösen und ihre Bedürfnisse ansprechen,“ betont Christian Renk, Geschäftsführer von Klarna Austria.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 18.09.2017