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18. August 2022

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Die Treiber für den Wandel

Die Treiber für den Wandel© Kapsch BusinessCom

Unterschiedliche Herausforderungen und die Digitalisierung lösen in Wirtschaft und Verwaltung ein Umdenken aus. Ein Expertenkommentar von Jochen Borenich, Mitglied des Vorstands bei K-Businesscom.

IT wird bunter, IT wird lauter, IT ist in den neuen 20ern mit unterschiedlichsten Herausforderungen konfrontiert – denn die Digitalisierung bringt in vielen Bereichen ein Umdenken mit sich. Sie ist damit nicht nur ein Enabler sondern auch ein Treiber. Ein Treiber für die verschiedensten Aspekte, beispielsweise das Trendthema Nachhaltigkeit. Mit Geschäftsmodellen kann nicht nur ein einziger Blickwinkel beleuchtet werden – in der heutigen Zeit geht es darum, das große Ganze zu sehen.

Und diese Kombination verschiedener Blickwinkel ist es, die gute Firmen zu großartigen macht. Als K-Businesscom verstehen wir uns hier als Digital Business Engineers, um diese verschiedenen Ansichten vereinen zu können. Ein Teil der Nachhaltigkeitsbewegung ist auch das Thema Energiewirtschaft. Das Ziel, den Energieverbrauch zu reduzieren, ist nicht alles. Wichtiger noch ist es, mit dem Energieverbrauch so hauszuhalten, dass er effizient eingesetzt wird. Dabei müssen die vorhandenen Daten richtig ausgewertet werden, etwa die einzelnen Verbrauchszähler.

Nachhaltige Kreisläufe
Ein weiterer Trend ist die Kreislaufwirtschaft. Um erfolgreich wirtschaften zu können ist es wichtig, nicht nur sein eigenes Unternehmen zu betrachten, sondern auch zu sehen, was davor und danach passiert. Es kommt aber nicht nur auf den unmittelbaren Nachbarn an, alle Teilnehmer des Kreises müssen miteinander kommunizieren, um nachhaltige Wertschöpfung zu generieren. Auch hier unterstützt die Digitalisierung: Studien besagen, dass die geplanten CO2 Ziele zu 50 Prozent von der Digitalisierung abhängen.

In vielen Branchen muss das Potenzial noch ausgeschöpft werden. Zu nennen ist hier etwa das Gesundheitswesen, ein Bereich, der regelmäßig mit den Themen Verbesserungspotential für PatientInnen und Personal bei gleichzeitiger Kostenreduktion verbunden wird. Digitalisierung und Automatisierung sind daher ein zentraler Fokus dieses Arbeitszweiges. Natürlich bedeutet das nicht, dass intelligente Maschinen ÄrztInnen ersetzen können, das Potenzial liegt viel mehr in den Abläufen dahinter.

Eigene KI-Anwendungen
Ein modernes Spital ist wie eine kleine Stadt mit all ihren unterschiedlichen Bereichen und Zonen. Digitale Innovation und Automation ermöglicht den Administrationsaufwand zu verringern und so einem gut ausgebildeten Personal die Zeit zu geben, sich besser und ausgiebiger um ihre PatientInnen kümmern zu können. Auch die Künstliche Intelligenz (KI) kann zu diesem Zeitgewinn beitragen. Beispielsweise können mit Technologieunterstützung in der Befundung ÄrztInnen auf das Wissen von vielen anderen ExpertInnen zurückgreifen und sich so profunder um ihre PatientInnen kümmern.

Dienstleistungsunternehmen wie Banken und Versicherungen setzen ebenso auf eigens entwickelte KI-Anwendungen zur Optimierung ihrer Kundendienste. Die Kunst der digitalen Transformation von Unternehmen und Verwaltung besteht im Wesentlichen darin, die betrieblichen Anforderungen ganzheitlich zu verstehen, alle Daten zu erfassen und sinnvoll miteinander zu verknüpfen - und in eine wertsteigernde und zukunftsfähige Lösung umzusetzen. Ein zentraler Bestandteil ist dabei auch das Wissen und die Erfahrung der MitarbeiterInnen.

Links

Jochen Borenich, Economy Ausgabe Webartikel, 28.06.2022