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17. Dezember 2017

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Digitalisierung als Chance

Digitalisierung als Chance© piqs.de/ralfk

Niederösterreich zieht an einem Strang, wenn es darum geht, den Menschen die Angst vor der Digitalisierung zu nehmen.

Niederösterreichs Politik und Wirtschaft, die Sozialpartner, die Industriellenvereinigung (IV-NÖ) und das AMS wollen den Menschen in Niederösterreich die Angst vor der Digitalisierung zu nehmen.
Wirtschafts-Landesrätin Petra Bohuslav will früh ansetzen und schon in Kindergärten und Schulen spielerisches Interesse an den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) wecken, denn „es ist wichtig, dass wir unsere Jugend gut vorbereiten“, ergänzt WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl. Sie ist stolz darauf, dass es im Vorjahr bei Mädchen, die eine Lehre begonnen haben, einen Zuwachs um vier Prozent gegeben hat.

Neue Jobs
Auch AK-Präsident Markus Wieser sagte, es sei „wichtig, den Menschen die Ängste vor der Zukunft und vor der Technik zu nehmen“. Studien hätten laut IV-NÖ-Vizepräsident und Geberit-Geschäftsführer Helmut Schwarzl gezeigt, dass gerade hoch-automatisierte Länder, wie etwa Deutschland oder Südkorea, auch eine sehr hohe Erwerbsquote haben. Auch er verwies auf die genannten MINT-Fächer und darauf, dass in diesem Bereich in der EU in den nächsten Jahren vier Millionen neue Jobs entstehen werden.
IV-Chefökonom Christian Helmenstein meinte, werde es neue Jobs geben in der Programmierung und Implementierung von IT-Systemen sowie in der Entwicklung von 4.0-spezifischen Geschäftsmodellen; in der Steuerungs- und Regelungstechnik ebenso wie bei der Entwicklung von Software für virtuelle Produktmodelle oder für die Selbststeuerung von Anlagen. Die Analyse von „Big Data“ – die intelligente Nutzung von Daten – wird ebenso an Bedeutung gewinnen wie die Entwicklung von Cloud-Services oder neuen Apps. Rechtliche Aspekte werden ebenso als Job-Motor fungieren wie die wachsenden Anforderungen an die IT-Sicherheit.

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NOe-Wirtschaftspressedienst/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 03.04.2017