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22. November 2017

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Dringend nötiger Versicherungsschutz gegen Cyberattacken

Dringend nötiger Versicherungsschutz gegen Cyberattacken© Bilderbox.com

30 Cyberangriffe pro Woche gegen österreichische Unternehmen und nur 3 Prozent davon sind dagegen versichert. Erste Bankengruppe und sVersicherung reagieren nun mit speziellem Versicherungspaket für KMU.

Knapp die Hälfte aller österreichischen Unternehmen wurde bereits einmal Opfer einer Cyberattacke durch Schadsoftware oder eines Hackerangriffes. Erste Bank, Sparkassen und sVersicherung erweitern jetzt ihr Portfolio um ein dafür entworfenes Versicherungsprodukt namens „sCyber-Protect“. Es soll Unternehmen einen Rundumschutz nach einem erfolgten Cyberangriff bieten und beinhaltet primär die Bereiche Cyber-Kriminalität und Datenmissbrauch.
Die Absicherung beträgt bis zu einer Mio. Euro für Schadensbehebung und Ansprüche gegenüber Dritten. Inkludiert ist zudem ein hoch qualifiziertes Spezialisten-Team mit einer kombinierten Soforthilfe rund um die Uhr, bestehend aus Telefonsupport, Fernwartung sowie Hilfe vor Ort. Dass es für eine derartige Versicherung regen Bedarf gibt, belegt auch der Bericht des Bundeskanzleramts „Internet-Sicherheit Österreich 2016“. Allein in Österreich werden jede Woche 30 neue Cyberangriffe angezeigt, was einem Zuwachs von 31% zum Jahr 2015 entspricht. Der monetäre Schaden pro Cyberangriff beläuft sich dabei auf durchschnittlich 80.000 Euro.

Es kann jeden treffen
„Der Schaden, der durch geraubte Daten entstehen kann, wird massiv unterschätzt. Zusätzlich zu den finanziellen Einbußen, können auch Image und Reputation eines Unternehmens enormen Schaden nehmen“, so Manfred Bartalszky, Vertriebsvorstand der s Versicherung. Und: „Wenn in einem Unternehmen eingebrochen wird, ist der Schaden durch eine klassische Unternehmensversicherung gedeckt. Erfolgt ein digitaler Angriff, sind die meisten komplett schutzlos“, ergänzt Bartalszky.
Eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG ergab, dass sich bereits 92% der befragten Unternehmen der Gefahr von Cyberkriminalität bewusst sind, knapp die Hälfte musste bereits Erfahrungen mit Attacken machen und 30% erlitten nachweislich einen finanziellen Schaden. „Oft reicht eine kleine Unachtsamkeit, die ein Unternehmen lahm legen und bis in den Ruin treiben kann“, erläutert Stefan Dörfler, Vorstandsvorsitzender der Erste Bank Oesterreich.. Trotz dieser alarmierenden Erkenntnisse sind erst 3% der österreichischen Unternehmen gegen die Folgen von Online-Kriminalität versichert, in den USA sind es hingegen bereits 60%.

Details zu „s Cyber-Protect“
„Cyber-Protect“ ist laut Aussendung ein Produkt der Wiener Städtischen Versicherung und wird im Rahmen einer Kooperation ab sofort als „s Cyber-Protect“ über die s Versicherung den Kunden von Erste Bank und Sparkassen angeboten. s Cyber-Protect deckt im Basispaket Datenverlust und -beschädigungen ab, die etwa durch rechtswidrige Computereingriffe, Schadprogramme oder Angriffe passieren und dazu führen, dass Computersysteme ganz oder teilweise blockiert oder gestört werden. Im Falle eines Angriffes werden u. a. die Kosten benötigter IT-Spezialisten, die Überstunden des IT-Verantwortlichen im Betrieb oder der Schaden durch Betriebsunterbrechung übernommen.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 10.11.2017