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19. October 2017

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Eine nachhaltige wellige Erfolgsgeschichte

Eine nachhaltige wellige Erfolgsgeschichte© Wellpappe_LudwigSchedl

Die österreichische Wellpappe-Industrie verzeichnete 2016 ein leichtes Absatzplus. Der Online-Handel ist weiterhin ein Wachstumstreiber.

Wellpappe ist leicht und trotzdem stabil und lässt sich vollständig recyceln. Dank ihrer Wellenkonstruktion bietet sie einen schützenden Polster für Güter aller Art und sorgt dafür, dass Lebensmittel oder Computer sicher, hygienisch und qualitativ hochwertig ankommen. "Verpackungen aus Wellpappe sind die Musterschüler der Kreislaufwirtschaft", sagt Max Hölbl, seit Jänner 2017 neuer Sprecher des Forum Wellpappe Austria. Sie bestehen zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen und sind biologisch abbaubar."
Neben den Fragen der Wirtschaftlichkeit rücken die Umwelteigenschaften von Verpackungen immer mehr ins Zentrum des öffentlichen wie unternehmerischen Interesses. Wellpappe kann heute bis zu 20mal wieder in der Produktion eingesetzt werden. Die Recyclingrate von Wellpappe liegt in Österreich bei rund 99 Prozent.

Absatzplus
Die Österreichische Wellpappe-Industrie hat 2016 insgesamt 979 Millionen Quadratmeter Wellpappe geliefert, das ist ein Absatzplus von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz ist um 1,5 Prozent auf 500,9 Millionen Euro gestiegen. Die Entwicklung der Wellpappe Industrie entspricht damit dem allgemeinen Wirtschaftswachstum Österreichs für 2016, das laut WIFO bei 1,5 Prozent lag. "Nach eher verhaltenen ersten drei Quartalen gewann vor allem das letzte Quartal deutlich an Dynamik“, so Hölbl.
„Als Wachstumstreiber stellt sich weiterhin der Online-Handel heraus“, erklärt Hölbl. "Der Produktionsanteil für den E-Commerce liegt bei rund sieben bis zehn Prozent.“ Der Export ist leicht rückläufig (-1,0 Prozent). Hingegen ist der Import von Wellpappe-Erzeugnissen – plus 7,3 Prozent – gestiegen. Für 2017 rechnet Hölbl mit einem Mengenwachstum und Absatzplus von 1,5 Prozent.

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red/stem/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 10.04.2017