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26. Juni 2017

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Erfolgreich trotz schwacher Wirtschaft

Erfolgreich trotz schwacher Wirtschaft© Sparkassen-Verbund

Die Österreichischen Sparkassen sind mit ihrer Bilanz in einem nicht ganz einfachen Umfeld zufrieden.

Die Sparkassen haben ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Trotz anhaltend relativ schwacher Wirtschaft, niedriger Zinsen und steigender Regulierungsaufwände konnten Neukredite mit einem Volumen von 15,7 Milliarden Euro (+18,3 Prozent) vergeben und 235.000 Neukunden (+19,9 Prozent) gewonnen werden. Die Einlagen von Kunden haben sich im Vergleich zum Vorjahr leicht positiv entwickelt: 2016 waren es 71,7 Milliarden Euro (+5,2 Prozent). Mehr Geld liegt aktuell auf Girokonten, da stieg das Volumen von 37,9 auf 42 Milliarden (+11%), während Spareinlagen mit vereinbarter Laufzeit von 30,3 auf 29,7 Milliarden Euro (-2 Prozent) zurückgingen.

Verunsicherung
Der Zinsüberschuss als wichtigste Ertragskomponente stieg im Jahr 2016 um 3 Prozent von 1,57 auf 1,62 Milliarden Euro. Der Provisionsüberschuss sank von 810 Millionen um 5,7%. Der größte Teil des Rückganges ist durch die Umstellung von gruppeninternen Prozessen bedingt. Kundenseitig war die allgemeine Verunsicherung im Hinblick auf Veranlagungen auf den Kapitalmärkten der wesentliche Faktor, der jedoch im Gegenzug zu einem gestiegenen Einlagenvolumen geführt hat. Das Betriebsergebnis sank von 869,1 auf 814,8 Millionen Euro (-6,2 Prozent).
„In Anbetracht der Aufwände zur Erfüllung der vorgeschriebenen Regularien haben wir also ein äußerst erfolgreiches Jahr hinter uns gebracht“, betonte Stefan Dörfler, der Vorstandsvorsitzende der Erste Bank Oesterreich, bei der Jahresbilanz 2016. Die Anzahl der Filialen blieb in der Sparkassengruppe weitgehend konstant. Der minimale Rückgang auf 1.103 Standorte (inklusive OMV-Bankstellen) wurde vorwiegend in Niederösterreich und Wien vollzogen. Der Personalstand ist 2016 im Vergleich zu 2015 mit rund 15.400 MitarbeiterInnen leicht gesunken.

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red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 13.04.2017