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14. Dezember 2018

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Fehlende Kenntnisse und keine Ressourcen

Fehlende Kenntnisse und keine Ressourcen© piqs.de/fischkopp

Der deutsche Mittelstand hat Probleme mit dem Social Web. Personalmangel, ungenügende Konzepte, fehlendes Wissen und Budget als Ursachen, so eine Untersuchung der Hochschule RheinMain (D).

Kleine bis mittelständische Unternehmen (KMU) in Deutschland können ihr etwaig vorhandenes Potenzial in der vertrieblichen Verwendung Sozialer Medien nicht nutzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung von Experten sowie die anschließende Untersuchung von knapp 60 Unternehmen durch Wissenschafter der Hochschule RheinMain (D), so ein Bericht von PressetextAustria..

Strategische Herangehensweise
Den Unternehmen fehle es oft an einer strategischen Herangehensweise, die Betriebe sprechen etwa undifferenziert jede Altersklasse an. "Die Zielgruppe der über 65-Jährigen beispielsweise wird von rund 77 Prozent der befragten Betriebe via Social Media angesprochen. Damit liegt die Vermutung nahe, dass bei vielen Unternehmen keine zielgruppengerechte Differenzierung und Ansprache erfolgt", so die Studienautoren.
Auch strategisch gibt es Aufholbedarf: über 60 Prozent konnten die Frage nach einer Social-Media-Zielsetzung für das nächste Geschäftsjahr nicht konkret beantworten. Jedes fünfte Unternehmen nannte aber zumindest die Steigerung der Reichweiten als Ziel. Ein weiteres Problemfeld ist die fehlende Analyse des Social-Media-Auftritts. 40 Prozent nutzen kein Google Analytics, knapp 30 Prozent kein Facebook-Insights.

Fehlender Content und Budgetprobleme als Hauptursache
Parallel ortet aber fast ein Drittel der Befragten eine ungenaue Erfolgsmessung als Hauptgrund gegen die Durchführung von Social-Media-Maßnahmen. Primäre Ursache für die fehlende Nutzung von Social Media ist Zeitmangel, fast 50 Prozent nannten dies als Begründung und Argument.
Die Wissenschaftler wiederum betrachten das Thema „Content“ als primäre Herausforderung. "Geringe Gestaltungsdauer verbunden mit Budgetproblemen deuten daraufhin, dass kein zielgruppengerechter Content auf den Plattformen ausgespielt wird", so die Forscher. Social-Media-Marketing scheint aber trotzdem einen hohen Stellenwert zu haben. Für knapp die Hälfte der Unternehmen ist es notwendig und nur zwei Prozent sind abgeneigt, so weitere Ergebnisse der Recherche.

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PressetextAustria/red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 26.11.2018