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18. Januar 2018

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Kapsch CarrierCom installiert GSM-R-Netz für ungarische Bahn

Kapsch CarrierCom installiert GSM-R-Netz für ungarische Bahn© Bilderbox.com

Kapsch CarrierCom und der ungarische Infrastrukturexperte MVM OVIT Zrt. (Országos Villamostávvezeték) haben das ungarische Eisenbahnnetz mit der GSM-R-Technologie (Global System for Mobile Communications-Railway) ausgestattet.

Das System besteht aus einem georedundanten Netzwerk und einem Zugangsnetzwerk mit einem Subsystem mit bahnspezifischen Basisstationen der neuesten Generation.

Ungarn als wichtiger Bahnkorridor für Europa
Von den insgesamt 900 Streckenkilometern wurden 300 Kilometer an die ungarischen Staatsbahnen und der Győr-Sopron-Ebenfurti Vasút Zrt. übergeben. Das von der ungarischen Staatsholding NISZ Zrt. (Nemzeti Infokommunikációs Szolgáltató) beauftragte Projekt im Gesamtwert von rund 46 Millionen Euro startete bereits im Jahr 2013. „Die erfolgreiche Implementierung der GSM-R-Technologie und die heutige Übergabe von ungefähr 300km des Netzes bedeuten nicht nur den Abschluss der Phase 5. Wir haben damit auch einen sehr wichtigen Meilenstein dieses komplexen Projekts gemeistert“, erklärt Kari Kapsch.
Die Implementierung der GSM-R-Technologie in Ungarn ist von großer Bedeutung, da drei der wichtigsten paneuropäischen Bahnkorridore durch das Land verlaufen. Die Interoperabilität der Sicherheitssysteme ist daher von höchster Priorität für einen reibungslosen Betrieb des internationalen Bahnverkehrs.
„Wir freuen uns über den Abschluss dieses wichtigen Projektabschnitts. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Optimierung des ungarischen Eisenbahnnetzes sowie des transeuropäischen Bahnverkehrs,“ so László Felkai Staatsekretär im ungarischen Innenministerium.

Neueste EU-Standards für europaweit einheitliches Zugfunksystem
Das Projekt wurde auf Basis von der Europäischen Kommission als Teil des Europäischen Eisenbahnverkehrsleitsystems (European Rail Traffic Management System, ERTMS) und hier definierter Standards abgeschlossen. Ein Hauptziel des ERTMS ist der Übergang von nationalen Einzellösungen zu einem europaweit einheitlichen Zugfunksystem, um Kosten zu senken und die Sicherheit zu erhöhen. Das System besteht aus zwei wesentlichen Elementen: einem einheitlichen Signalisierungssystem (European Train Control System Level 2) und der Funktechnologie GSM-R.
Ebenfalls bereits umgesetzt wurde die 2016 veröffentlichte Ergänzung zum ERTMS, die neue technische Spezifikationen für die Interoperabilität (Technical Specifications for Interoperability, TSI) für das Teilsystem „Zugsteuerung, Zugsicherung und Signalgebung“ (Control-Command and Signalling, CCS) vorsieht. „Kapsch hat auf Änderungen in den EU-Richtlinien durch mehrere tief greifende Anpassungen reagiert, obwohl das Projekt bereits in vollem Gang war. So konnten wir die jeweils aktuellsten Lösungen liefern. Damit ist Ungarn einer der ersten Märkte, in dem die 2016 veröffentlichte Version des ERTMS umgesetzt wurde“, betont Kari Kapsch.

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red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 09.01.2018