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20. Juli 2017

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Massive Probleme ohne Sprachkenntnisse

Massive Probleme ohne Sprachkenntnisse© Bilderbox.com

Die Integration am Arbeitsmarkt ist Österreich im internationalen Vergleich gut gelungen. Düster schaue es hingegen bei Bildung und Wohnen aus.

Menschen mit Migrationshintergrund, die gut deutsch können und aus der EU kommen, haben am Arbeitsmarkt kaum schlechtere Chancen als Inländer. Besonders schwierig ist die Situation hingegen für Personen mit türkischen Wurzeln sowie für Zuwanderer von außerhalb Europas, so das Ergebnis einer WIFO-Studie.
Die Beschäftigungsquote unter den im Ausland Geborenen in Österreich war im Jahr 2012 um 7,2 Prozentpunkte niedriger als unter den im Inland Geborenen. Am geringsten ist die Erwerbsbeteiligung bei Menschen, die im Alter zwischen 15 und 24 Jahren nach Österreich zuwanderten. Dies stehe im Einklang mit einer Reihe von internationalen Studien. Weiters halten die Experten des WIFO fest: "Die Erwerbsintegration fällt für Menschen, die aus Asylgründen zuwanderten, und für Familienmigranten deutlich schlechter aus als für Arbeitsmigranten."

Schule früher verlassen
Der Anteil derer, die früh die Schule verlassen, ist unter den im Ausland geborenen Jugendlichen um 11,5 Prozentpunkte höher. "Damit sind diese Unterschiede in Österreich die höchsten unter den traditionellen Zuwanderungsländern", heißt es in der WIFO-Studie. Studienautor Peter Huber bringt es auf den Punkt: "Die zweite Generation ist nicht dort, wo Bürger mit österreichischen Hintergrund sind."
Ein weiteres Problem, insbesondere bei Zuwanderern aus den neuen EU-Ländern, sei die schlechte Anerkennung von Qualifikationen, wodurch diese Menschen oft unterqualifiziert beschäftigt seien. Auffallend sei, dass die Ungleichgewichte am Arbeitsmarkt zwischen inländischen und ausländischen Frauen größer seien als bei Männern. Fazit des WIFO: Österreich sei der Integration von Migranten in keiner der analysierten Dimensionen – Arbeitsmarkt, Bildung, Wohnen, Gesundheit, soziale Integration – im Spitzenfeld.

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APA-Science/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 24.04.2017