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30. April 2017

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Nicht jede neue Würstlbude ist ein Start-Up

Nicht jede neue Würstlbude ist ein Start-Up© piqs.de/tony fischer

Nur 1,5 bis drei Prozent aller Unternehmensneugründungen sind auch wirklich Start-Ups.

Nicht jede Firmenneugründung ist auch ein Start-Up: Nur 1,5 bis 3 Prozent der jährlichen Neugründungen sind Start-Ups, in absoluten Zahlen rund 500 bis 1.000. Insgesamt gibt es je nach Schätzmethode zwischen 2.000 und 4.000 Start-Ups in Österreich, geht aus einer aktuellen Studie im Auftrag der Wirtschaftskammer hervor.
Der Start-Up-Begriff wird bisher in Politik, Wirtschaft, Forschung und Medien uneinheitlich und oft synonym mit Unternehmensneugründen verwendet. Für die KMU Forschung Austria gilt ein Unternehmen erst als Start-Up, wenn es eine Innovation einführt oder ein innovatives Geschäftsmodell verwendet, jünger als 10 Jahre ist und ein starkes Umsatz- oder Beschäftigungswachstum verfolgt. Für die Studie wurde eine vorsichtige Abschätzung der Anzahl der Start-Up-Unternehmen auf Basis einer repräsentativen Unternehmensbefragung mit 3.000 Teilnehmern hochgerechnet.

Männlich
Die Start-Up-Gründer in Österreich sind großteils männlich, etwas über 30 Jahre alt und leben oftmals in Wien. Laut dem im vergangenen November veröffentlichten "European Startup Monitor 2016 Country Report Austria" waren 92,9 Prozent der befragten Start-Up-Gründer männlich. Die 134 Teilnehmer der Studie waren im Schnitt 30,8 Jahre alt. Rund die Hälfte der Start-Ups haben ihren Sitz in Wien, die anderen verteilten sich gleichmäßig auf die anderen Bundesländer.
Laut der Ende 2016 veröffentlichten "StartUp Heatmap" liegt Wien im Ranking der Start-Up-Städte in Europa auf Rang 10. Die attraktivste Stadt ist Berlin, gefolgt von London und Amsterdam. Mitte 2016 hat die Bundesregierung ein Start-Up-Paket geschnürt, um die Gründung von 1.000 Firmen mit innovativen Geschäftsideen zu fördern. Der Löwenanteil der Förderung entfällt mit rund 100 Millionen Euro auf eine Verringerung der Lohnnebenkosten.

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APA-Science/red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 28.03.2017