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17. Dezember 2017

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Niederösterreich verlängert Förder-Aktionen für Nahversorger

Niederösterreich verlängert Förder-Aktionen für Nahversorger© Bilderbox.com

Mehr als 90 Prozent der NOe-Gemeinden haben einen Nahversorger und damit liegt Niederösterreich deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 81 Prozent. Trotzdem werden die vier Förderaktionen für Gemeinden um drei Jahre verlängert, inklusive der NAFES-Aktion der Niederösterreichischen Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Einkaufs in Stadtzentren, so Landeschefin Johanna Mikl-Leitner anlässlich eines Besuches beim Nahversorger-Familienbetrieb Mohr in St.Pölten-Wagram.

Fördermaßnahmen von Niederösterreich direkt an Kleinunternehmen
Mit Investitionszuschüssen in der Höhe von zehn Prozent für Investitionen bis zu 30.000 Euro, Finanzierungskostenzuschüssen für Kredite bis 90.000 Euro in der Höhe von vier Prozent sowie die Möglichkeit einer Haftungsübernahme durch das Land im Ausmaß von maximal 80 Prozent der Kreditsumme richten sich die Fördermaßnahmen des Landes direkt an Kleinunternehmen in der Nahversorgung. Dazu kommt die NAFES-Aktion für Gemeinden, etwa zur Verbesserung der Infrastruktur in den Ortszentren, beispielsweise mit Parkplätzen. Dabei geht es um maximal 100.000 Euro bzw. 30 Prozent der erforderlichen Investitionssumme.
„In den letzten fünf Jahren haben wir rund 450 Nahversorger mit sechs Millionen Euro unterstützt und dadurch Investitionen von 40 Millionen Euro ausgelöst sowie 4.000 Jobs geschaffen bzw. abgesichert,“ erläutert Johanna Mikl-Leitner. In den nächsten drei Jahren werden den vier Landes-Förderungen jährlich jeweils 1,2 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

2.500 Betriebe im Dienst der niederösterreichischen Nahversorgung
Mit seinen rund 2.500 Betrieben im Dienst der Nahversorgung „stehe Niederösterreich an sich gut da“, ergänzt Sonja Zwazl, Präsidentin der NOe-Wirtschaftskammer. „Mit 34.000 Beschäftigten sind sie zudem ein wichtiger Arbeitgeber und kümmern sich um die Ausbildung der Jugendlichen. Derzeit werden in den NOe-Nahversorgungsbetrieben über 900 Lehrlinge ausgebildet,“ so Zwazl weiter.
Der stationäre Einzelhandel habe im Vorjahr beim Umsatz um 2,6 Prozent zugelegt, die Raumordnung in Niederösterreich habe zudem dafür gesorgt, dass die Expansion hinaus aus den Ortszentren „auf die grüne Wiese“ eingedämmt werden konnte. Ein deutliches Plus gab es allerdings bei den Tankstellenshops, von denen in Niederösterreich derzeit rund 200 registriert sind.

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NOe-Wirtschaftspressedient/red/cc, Economy Ausgabe Webartikel, 28.11.2017