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24. April 2017

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Robuste Klein- und Mittelbetriebe in Österreich

Robuste Klein- und Mittelbetriebe in Österreich© piqs.de/leonardo quiar

Die österreichischen KMU spielen eine zentrale Rolle für Beschäftigung und Fachkräfteentwicklung.

Die österreichische Wirtschaft ist von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) geprägt: 99,7 Prozent der heimischen Betriebe zählen zum KMU-Sektor, der auch für den Großteil des Umsatzes und der Wertschöpfung verantwortlich ist. Wie es diesen Unternehmen geht, ermittelt das BMWFW alle zwei Jahre im "Mittelstandsbericht" und legt die Ergebnisse dem Nationalrat vor. Das ACR-Institut KMU Forschung Austria unterstützt das BMWFW bei der Erstellung des Berichts.
Der Bericht zeigt auf, dass KMU eine zentrale Rolle für Beschäftigung und Fachkräfteentwicklung spielen: Zwei Drittel der Beschäftigten und der Lehrlinge haben ihren Arbeitsplatz in einem KMU. Sie sind auch für rund 64 Prozent der gesamten Erlöse und für rund 61 Prozent der gesamten Wertschöpfung der marktorientierten Wirtschaft verantwortlich.

Positive Entwicklung
Die KMU haben sich sowohl im langfristigen (2008 bis 2014) als auch im kurzfristigen Zeitvergleich (2012 bis 2014) positiv entwickelt. Es hat sich sogar gezeigt, dass die österreichischen KMU zu den resilientesten innerhalb der EU zählen. Zwischen 2008 und 2014 stieg die Zahl der kleinen und mittleren Betriebe trotz weltweiter Wirtschaftskrise um 9,1 Prozent, die Zahl ihrer Beschäftigten um 7,4 Prozent und ihre Bruttowertschöpfung um 14,9 Prozent.
Positiv entwickelt hat sich auch der Frauenanteil, mit einem Anteil von 36 Prozent sind in Österreich mehr Frauen unternehmerisch tätig als im EU-Durchschnitt (32 Prozent). Die Gründungsquoten der von Frauen geführten Unternehmen liegen zudem deutlich über jenen der von Männern geführten Unternehmen.

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red/stem, Economy Ausgabe Webartikel, 14.03.2017