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08. Dezember 2019

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Verfügbarkeit und Sicherheit als digitale Querschnittsthemen

Verfügbarkeit und Sicherheit als digitale Querschnittsthemen© Bilderbox.com

Gesicherte Information und schnelle Reaktion ist besonders in versorgungskritischen Einsatzgebieten unabdingbar. Basis ist die exakte Verfügbarkeit der Daten sowie ein mehrstufiges Sicherheitskonzept für Schutz und Nutzungsberechtigungen.

(red/czaak) Internet-of-Things (IoT) Anwendungen und die sichere Verfügbarkeit steigender Datenströme sind wesentliche Elemente der betrieblichen Digitalisierung. Im Fokus steht dabei die Vernetzung der zugrunde liegenden Sensoren und Daten mit Endgeräten über Abteilungen hinweg.

Gebäudemanagement über „Connected Things Hub”
Beim dänischen Gebäude-Dienstleister ISS Facility Services wird mittels einer IoT-Anwendung von T-Systems der Energiebedarf von Gebäuden gesteuert. Basis ist die IoT-Plattform „Connected Things Hub“ von T-Systems, die nun als eine Art Datenplattform zur Steuerungszentrale von ISS wird.

Sensoren in den Gebäuden erfassen Messdaten wie Raumtemperatur und CO2-Werte und eine Software analysiert und visualisiert diese Daten. Bei Überschreitung vorgegebener Grenzwerte kann ISS steuernd eingreifen. Gesammelt werden aber auch Daten, wie Mitarbeiter Besprechungsräume nutzen und das ermöglicht die effiziente Aufteilung und Vermietung von Flächen.

Permanente Analyse von Verbrauchswerten in 18 Ländern
Für eine permanente Analyse von Verbrauchswerten und Kostentreibern installierte ISS allein 2018 über 20.000 derartige Sensoren bei Kunden in 18 Ländern. Der „Connected Things Hub“ ist über standardisierte Schnittstellen mit bestehenden IT-Systemen verknüpfbar und aufwandsabhängig skalierbar.

„Mit IoT-Lösungen können wir unsere Gebäude weltweit steuern und effizienter betreiben. Die Partnerschaft mit T-Systems steigert die Qualität unserer Dienstleistungen und davon profitieren auch unsere Kunden“, so Sam Lavers, Global Head of Digital Excellence & IoT bei ISS.

Datenmanagement im Gesundheitswesen
Die Vernetzung digitaler Anwendungen und die dabei entstehenden Datenmengen steigen, parallel zeigen regelmäßige Vorfälle aber auch eine Zunahme an Sicherheitszwischenfällen. Ein besonders sensibler Bereich ist das Gesundheitswesen. Hier geht es einerseits um den Schutz persönlicher Informationen und parallel aber auch um die rasche Verfügbarkeit von Daten bei medizinischen Notfällen.

„Hier braucht es den richtigen Abgleich zwischen Security zum Schutz sensibler Patientendaten vor unbefugtem Zugriff und Safety, um die rasche Nutzung durch Ärzte oder Pflegepersonal sicherzustellen“, erläutert Robert Jankovics, IT-Sicherheitsexperte bei Kapsch BusinessCom. Aus der Sicht von Kapsch erfordere die zunehmende Digitalisierung ein ganzheitliches Sicherheitskonzept mit Maßnahmen bei Entdeckung und Abwehr im Ereignisfall wie auch bereits bei Vorsorge und Schutz.

Regelmäßige Security-Audits
Im Falle vom Roten Kreuz Niederösterreich wird Kapsch regelmäßig mit Security-Audits betraut. Dabei werden etwaige Schwachstellen evaluiert und das beinhaltet auch das Management von Zugangsberechtigungen oder mobilen Geräten. Ein inkludiertes Audit-Verfahren betrifft zudem die Bereiche Netzwerk, Inhalte und Applikationen mit gesonderter Beachtung des generellen Datenschutzes.

„Ein Hackerangriff oder Vireninfekt ist ein jederzeit denkbares Szenario vor dem wir uns und besonders die Daten unserer Mitarbeiter, Kunden und Patienten schützen möchten“, so Willi Kuhn, stv. Landesgeschäftsführer beim Roten Kreuz Niederösterreich.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 25.11.2019