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02. Dezember 2022

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Verknüpfte Wertschöpfungsketten für eine globale Nutzung

Verknüpfte Wertschöpfungsketten für eine globale Nutzung© Pexels.com/Porapak Apichodilok

Die zunehmende Vernetzung bringt neue Anforderungen an IT-Systeme und Datenmanagement eines Unternehmens. Individuell einsetzbare wie skalierbare Cloud-Services ermöglichen die flexible Erweiterung einzelner Segmente oder ganzheitliche Harmonisierung.

(Christian Czaak) Internationale Industriebetriebe setzen bei der Modernisierung ihrer IT-Infrastrukturen auf eine Vereinheitlichung der oftmals dezentral gewachsenen Systeme und auf einen Innovationstransfer über externe Dienstleister. Der Egston Konzern steht für elektromechanische Lösungen für Automotive und industrielle Bauelemente mit Produktionsstandorten in Europa, Indien und China. In der IT-Infrastruktur spielen SAP-Systeme eine wichtige Rolle und um hier die Kosten für den Anwendungsbereich zu senken, die Performance zu optimieren und letztlich die gesamten Prozesse effizienter zu gestalten, lagerte Egston den SAP-Betrieb in das Wiener Rechenzentrum von T-Systems aus.

Datenmanagement in Echtzeit
Der Betrieb läuft nun auf einer dynamischen Plattform im T-Center, auf die alle Anwender der internationalen Egston-Standorte zu jeder Zeit zugreifen können. „Die neue Infrastruktur erlaubt eine schnelle Reaktion auf Lastspitzen und Marktveränderungen mit einer bedarfsgerechten Gestaltung der Kosten und höchster Verfügbarkeit für System und Applikationen", so Karina Eibensteiner, Senior Account Managerin bei T-Systems. Neben dem SAP-Basisbetrieb wurde auch ein Modul auf SAP-HANA transferiert, eine Hochleistungsdatenbank für das Datenmanagement in Echtzeit.

„Das Update auf HANA war für uns wichtig, um technisch am Ball zu bleiben und etwa Reports im Controlling von zuvor Stunden auf nun wenige Minuten zu beschleunigen", ergänzt Ralph Alexander, IT-Manager Global von Egston. Ein weiteres Beispiel für die Harmonisierung internationaler Prozessabläufe betrifft Kapsch TrafficCom mit den Bereichen Vertrieb und Marketing. Der Familienbetrieb aus Wien steht für nachhaltige Verkehrs- und Mobilitätslösungen und betreut Kunden in über 25 Ländern. Um einen transparenten und aktuellen Überblick über den gesamten globalen Markt zu haben, setzt Kapsch TrafficCom nun auf ein cloud-basiertes Kundenmanagement-System (CRM) von Salesforce.

Eine zentrale Plattform
Das Anforderungsprofil beinhaltete den Ersatz bisheriger aufwändiger manueller Arbeitsschritte im Vertrieb, Transparenz und übergreifend aktuelle Daten bei den internen Prozessen bei paralleler Abschaffung sogenannter Datensilos mit etwaig veralteten oder doppelt gespeicherten Datensätzen an den verschiedenen Standorten. „Eine zentrale Plattform sorgt nun für eine übergreifend vernetzte Zusammenarbeit und damit haben alle dieselbe aktuelle Sicht auf ihre Kunden“, sagt Steffen Lange, Landeschef von Salesforce Österreich.

Nach der globalen und von Kapsch TrafficCom selbst umgesetzten Einführung des neuen CRM-Systems werden nun weitere Teile der Vertriebskette beginnend beim Marketing in die globale Salesforce Lösung integriert. „Wir wollten innerhalb eines engen Zeitplans unterschiedliche Prozesse und Informationen über alle Regionen hinweg gebündelt in einer Lösung abbilden. Mit Salesforce haben wir die erfolgreiche Umsetzung und eine solide Basis für den weiteren Ausbau der gesamten Vertriebskette geschafft“, so Gerd Gröbminger, Global Business Prime CRM von Kapsch TrafficCom.

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red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 13.09.2022