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26. Mai 2017

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Wachstum und Arbeitsplätze mittels digitaler Kompetenz

Wachstum und Arbeitsplätze mittels digitaler Kompetenz© piqs.de/paul gerhardt koch

Wirtschaftsministerium und Wirtschaftskammer starten neues Förderprogramm KMU DIGITAL mit 10 Millionen Euro.

Sieben von zehn Arbeitsplätzen in Österreich sichern kleine und mittelständische Unternehmen, diese Betriebe dürfen den digitalen Anschluss nicht verpassen, sonst hat das weitreichende Folgen für den heimischen Wirtschafts- und Arbeitsstandort, so die einleitende These bei der gemeinsamen Präsentation der neuen Programmlinie „KMU-Digital“ durch das BM für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft und die Wirtschaftskammer Österreich.
Für KMU ist es besonders wichtig, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen um sich in rasant verändernden Wertschöpfungsketten auch weiter behaupten zu können. Zahlen der Statistik Austria zum Thema „IKT Einsatz in Unternehmen 2016“ zeigen, dass es in Österreich etwa im Bereich E-Commerce noch großes Verbesserungspotential gibt: 88 Prozent der Unternehmen sind im Internet präsent aber nur 27 Prozent bieten ihre Waren und Dienstleistungen auch online an. Gerade im Bereich E-Commerce zeigt sich laut der aktuellen Vergleichsstudie der EU-Kommission DESI noch Aufholbedarf. Beim Online-Verkauf lag Österreich 2016 nur auf Rang 17 von 28.

Neue Wertschöpfungsketten
Zwar sind schon jetzt viele Geschäftsmodelle ohne internetbasierte Technik nicht denkbar und den Unternehmen ist die Bedeutung des digitalen Wandels bewusst, bei der konkreten Umsetzung sind aber viele sehr zögerlich. So haben laut einer WKO-Umfrage 44 Prozent der Unternehmen in den nächsten 12 Monaten keine IT-Projekte geplant. Als Gründe werden Kosten (44 Prozent), Angst und Datensicherheit (26 Prozent) und fehlendes Know-how (19 Prozent) angegeben.
„Wir möchten unseren Unternehmen das Rüstzeug geben, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein und die digitale Kompetenz wird hier ein entscheidender Faktor für alle Branchen sein“, betont entsprechend auch Staatssekretär Harald Mahrer und WKÖ-Präsident Christoph Leitl ergänzt: „Gerade für Klein- und Mittelbetriebe wird Digitalisierung immer wichtiger. Einerseits wird die Welt immer globalisierter, andererseits steigt die Nachfrage nach regionalen Produkten. Beides bietet KMUs Chancen, aber egal ob global oder regional, ein entscheidender Faktor ist der Grad der Digitalisierung, denn auch regionale Produkte werden zunehmend über Online-Shops vertrieben.“
 
Weiterbildung und Beratung
Das neue BMWFW-Programm KMU DIGITAL basiert auf der Digital Roadmap der Bundesregierung und beinhaltet auch Maßnahmen zu Bewusstseinsbildung, Informationsvermittlung, Wissenstransfer und Qualifizierung sowie Digital Innovation Hubs. Neben thematisch bildenden Maßnahmen, Veranstaltungen und Webinaren geht es im Programm auch um die Qualifizierung und Zertifizierung von Digitalisierungsberatern. Die entsprechenden Schulungen für Unternehmensberater werden zu 50 Prozent gefördert.
In einem nächsten Schritt können sich Unternehmen einem kostenlosen Status Check unterziehen. Dessen Ergebnisse werden gemeinsam mit einem Digitalisierungsberater einer zu 100 Prozent geförderten Potentialanalyse unterzogen. Diese Erstberatungen können ab Herbst 2017 gebucht werden. Nächster Schritt ist dann eine Umsetzungsstrategie (zu 50 Prozent gefördert), wobei der Fokus auf den drei Schwerpunkten E-Commerce & Social Media, Geschäftsmodelle & Prozesse und Verbesserung IT-Sicherheit liegt.

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 13.03.2017