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07. Juli 2020

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Wachstumsorientierte Transformation

Wachstumsorientierte Transformation© Pexels.com/pixabay

Ökonomisch skalierbare Cloud-Services verbinden betriebliche IT-Systeme und externe IT-Dienste. Die Digitalstrategie der Schweizer Valora-Gruppe gilt in der internationalen Handelsbranche als Best-Practice-Modell.

(red/czaak) Die Handelsbranche gilt als eine besonders von der digitalen Transformation betroffene Branche. Die Einsatzgebiete erstrecken sich von Herstellung und Lieferung der Produkte unter Einbindung aller Lieferanten bis hin zu Vertrieb und interaktiver Kommunikation mit dem Endkunden.

Die Schweizer Valora-Gruppe unterhält in mehreren europäischen Ländern mehr als 2.700 Verkaufsstellen für Lebensmittel, Bücher und weitere sogenannte Kurzwaren. Aktuell arbeitet das Handelsunternehmen an einer Digitalstrategie, wozu etwa kassenlose Geschäftslokale gehören, in denen die Kunden den kompletten Einkauf über eine App abwickeln.

Innovation als Basis
Die bisherige IT-Strategie von Valora beinhaltete die Bereitstellung von weitgehend fixen Infrastrukturkapazitäten für Hard- und Software der IT-Arbeitsplätze, der Point-of-Sale-Systeme und der SAP-gesteuerten Warenwirtschaft. Potentiell ungenutzte Überkapazitäten und damit verbundene statische Preismodelle bedeuten jedoch hohe Basiskosten bei Bereitstellung und Betrieb der IT-Systeme. Derart statische IT-Architekturen sind zudem keine geeignete Ausgangsbasis für Innovationen und Wachstum mit der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.

Im Rahmen einer Neuorientierung entschied sich das Handelshaus für eine zukunftsfähige Plattform-Strategie für sein Retail-Geschäft mit flexibel und bedarfsorientiert skalierbaren Cloud-Diensten und für eine Partnerschaft mit dem IT-Dienstleister T-Systems. Das IT-Team von Valora verantwortet dabei nun die Hardware und das Management der Business Applikationen an den Arbeitsplätzen (sog. Workplace-Backend) und T-Systems den Betrieb der Applikationen, Middleware, Datenbasis und der verbindenden Netzwerke.

Internationalisierungsstrategie
Der SAP-Betrieb, inklusive der Echtzeitdatenbank HANA, erfolgt dabei mittels sogenannter Dynamic Computing Services auf Cloud-Anwendungen von VMware. Der komplette Betrieb der Systeme passiert im hochsicheren Twin-Core-Rechenzentrum von T-Systems in Frankfurt, damit soll auch die Internationalisierungsstrategie der Schweizer unterstützt werden.

"Die Dynamik der Private-Cloud von T-Systems kombiniert für Valora die Skalierbarkeit der Infrastrukturen mit einem passenden Preismodell und sie erlaubt zudem die Etablierung neuer Geschäftsmodelle auf einer zukunftsfähigen Plattform. Außerdem bietet sie verlässliche Service Levels, ohne die ein kontinuierlicher Betrieb business-relevanter Anwendungen nicht möglich ist", erläutert Roberto Fedele, CIO von Valora. "Mit T-Systems haben wir einen Partner gefunden, der uns sowohl lokal wie auch international Innovationen mit optimaler Wirtschaftlichkeit ermöglicht."

Links

red/czaak, Economy Ausgabe Webartikel, 01.06.2020