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Alles anders dank Digitalisierung

Die Digi­ta­li­sie­rung ist in aller Munde und kein Tag ver­geht, an dem nicht Vor­züge wie auch Bedro­hun­gen ana­ly­siert und dis­ku­tiert werden. 

Ein Exper­ten­kom­men­tar von Mar­kus Buch­ner, geschäfts­füh­rer von atms. Zurecht, wie ich meine. Wir ste­hen erst am Anfang einer Ent­wick­lung, die in ihrer gesam­ten Trag­weite für nie­man­den heute beur­teil­bar ist. Man sieht über­all Vor­bo­ten. Ob das jedoch auch jene „digi­ta­len Bau­steine“ sind, die zukünf­tig das Fun­da­ment für unsere Gesell­schaft, unser Leben und unser Arbei­ten sein wer­den, ver­mag nie­mand zu sagen. Sicher ist nur, dass sich die Welt um uns herum wei­ter ver­än­dern wird.
Der Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­markt in Öster­reich war defi­ni­tiv seit sei­ner Libe­ra­li­sie­rung einer jener Märkte, der die Digi­ta­li­sie­rung für die gesamte Bevöl­ke­rung mit am stärks­ten erleb­bar gemacht hat, ohne dass immer klar war, dass es sich hier­bei um Digi­ta­li­sie­rung han­delt. Freu­ten sich die Kon­su­men­ten zu Beginn über güns­ti­gere Preise und „rausch­freie“ Ver­bin­dun­gen, folg­ten spä­ter mobile End­ge­räte, die die Dienste, die zu UMTS-Zei­ten ver­spro­chen wur­den, aber nicht funk­tio­nier­ten, end­lich Wirk­lich­keit wer­den lie­ßen. Plötz­lich kann sogar ein Baby Fotos mit dem Handy schie­ßen und Mama kann den Schnapp­schuss per Whats­App an Oma und Opa schi­cken. Der Soh­ne­mann skypt und video­te­le­fo­niert näch­te­lang mit sei­nen Freun­den im Aus­land, wäh­rend die Toch­ter Sel­fies auf Insta­gram und Snap­chat postet.

Die Fern­be­die­nung des Lebens
Das Smart­phone ist für viele Men­schen bereits zur Fern­be­die­nung ihres Lebens gewor­den. Damit ist klar, dass Unter­neh­men an die­ser Ent­wick­lung nicht vor­bei­ge­hen kön­nen. Rund 80% aller Anrufe zu Fir­men­hot­lines in Öster­reich haben heute ihren Ursprung auf einem Mobil­te­le­fon. Ter­min­er­in­ne­run­gen an Kon­su­men­ten wer­den fast aus­schließ­lich per E‑Mail und SMS-Nach­richt ver­sandt. Und bereits über 50.000 Men­schen las­sen sich für sie rele­vante Nach­rich­ten und Infor­ma­tio­nen des Öster­rei­chi­schen Rund­funks per Whats­App auf Ihr Handy senden.
Aber auch das sind alles nur kleine Bei­spiele für die rasant vor­an­schrei­tende Digi­ta­li­sie­rung des hei­mi­schen Tele­kom­mark­tes. Viele von uns tele­fo­nie­ren heute bereits über das Inter­net ohne es zu wis­sen. 2017 wer­den die Ver­kehrs­wege zwi­schen den hei­mi­schen Netz­be­trei­bern auf das „Inter­net Pro­to­col“ umge­stellt. In der Schweiz ist die­ser Pro­zess eben­falls seit eini­ger Zeit im Gange.
Ein gro­ßer Vor­teil der Digi­ta­li­sie­rung ist die Fle­xi­bi­li­tät, die sie mit sich bringt. Aus­rei­chend Band­breite bzw. Mobil­funk­ver­sor­gung am Auf­ent­halts­ort vor­aus­ge­setzt, kön­nen Unter­neh­men heute Tele­fo­nie­lö­sun­gen ein­set­zen, die sich vor eini­gen Jah­ren nur Groß­kon­zerne mit eige­nen ITK-Abtei­lun­gen leis­ten konn­ten. VoIP („Voice-over-IP“) mag nur eini­gen Fach­leu­ten ein Begriff sein. Ver­wen­det wird es von fast allen von uns. Und wollte man vor eini­gen Jah­ren Gesprä­che mit sei­nen Kun­den zu Schu­lungs­zwe­cken oder auf­grund recht­li­cher Vor­ga­ben auf­zeich­nen, musste man in mäch­tige IT-Sys­teme inves­tie­ren. Heute kann die Auf­zeich­nungs­leis­tung direkt aus dem Netz bezo­gen und nach Daten­menge und Spei­cher­dauer abge­rech­net wer­den. Ein wei­te­res Bei­spiel, wie Digi­ta­li­sie­rung des unse­ren All­tag verändert.

Autor: Markus Buchner
19.12.2017

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