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Alles kann Musik machen

Eine neue Tech­no­lo­gie ermög­licht dünne Folien, die wahl­weise als Musik­box oder Mikro­fon die­nen können.

Musik könnte bald aus den unschein­bars­ten Gegen­stän­den erschal­len, wie eine neue Ent­wick­lung von Nel­son Sepul­veda von der Michi­gan State Uni­ver­sity ver­spricht. Im Vor­jahr wurde bereits eine hauch­dünne Com­pu­ter­tas­ta­tur prä­sen­tiert — nun haben sie erkannt, dass sich die Tech­no­lo­gie auch für das Erken­nen und Abspie­len von Geräu­schen eignet.
“Das ist der erste Ener­gie­um­wand­ler, der ultra­dünn, fle­xi­bel, ska­lier­bar und bidi­rek­tio­nal ist. Das bedeu­tet, dass er mecha­ni­sche Ener­gie in elek­tri­sche Ener­gie und elek­tri­sche Ener­gie in mecha­ni­sche Ener­gie umwan­deln kann”, erklärt Sepul­veda. Die Tech­no­lo­gie dahin­ter nennt sich Fer­ro­elek­t­ret-Nano­ge­nera­tor (FENG).

Vibra­tion der Schallwellen
Wäh­rend bei der Com­pu­ter­tas­ta­tur die mecha­ni­sche Ener­gie in Form des Fin­ger­drucks in elek­tri­sche Ener­gie umge­wan­delt wurde, sind es beim Mikro­fon die Vibra­tio­nen der Schall­wel­len, die zu elek­tri­scher Ener­gie wer­den. Der Laut­spre­cher funk­tio­niert genau umge­kehrt und wird zuerst mit elek­tri­scher Ener­gie ver­sorgt — über ein iPad und einen Ver­stär­ker wurde Musik in die Flagge “gepumpt” — und dann in mecha­ni­sche Ener­gie in Form von Schall­wel­len umgewandelt.
Sepul­veda und sein Kol­lege Wei Li kön­nen sich gut vor­stel­len, dass eines Tages falt­bare Laut­spre­cher statt gro­ßer Boxen ver­wen­det wer­den, die ein­fach nach Bedarf auf die Wand geklebt wer­den. Das Mikro­fon sei aber auch für Sicher­heits­an­wen­dun­gen nutz­bar : “Das Gerät ist so sen­si­bel gegen­über Vibra­tio­nen, dass es die Fre­quenz­kom­po­nen­ten dei­ner Stimme auf­fängt”, meint Sepul­veda, sodass die eigene Stimme zum Pass­wort für den PC wer­den kann.

Autor: PressetextAustria/red/stem
23.06.2017

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