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„Als 14-Jäh­rige hätte ich mir das nie erträu­men lassen!“ 

Fünf Absolvent:innen der TU Wien kön­nen sich über Sub aus­pi­ciis Aus­zeich­nun­gen ihrer Dokotar­beit freuen. Mathe­ma­tik, Geo­in­for­ma­tik, Tech­ni­sche Phy­sik, logi­sche KI und mobile Kühl­sys­teme sind die inhalt­li­chen Disziplinen.

Anfang Okto­ber wurde der Kup­pel­saal der TU Wien Schau­platz von gleich fünf sub aus­pi­ciis Pro­mo­tio­nen. Die Promovend:innen Alex­an­dra Holz­in­ger, Cle­mens Schind­ler, Anna Nig­gas, Mar­kus Nissl und Mar­kus Fall­mann wur­den sub aus­pi­ciis zum/​zur Doktor:in der Tech­nik promoviert.

Alex­an­dra Holz­in­ger von der Fakul­tät für Mathe­ma­tik und Geo­in­for­ma­tion beschäf­tigt sich in ihrer Arbeit mit der mathe­ma­ti­schen Ver­knüp­fung von Par­ti­kel-Model­len, die durch sto­chas­ti­sche Dif­fe­ren­ti­al­glei­chun­gen model­liert wer­den. Ziel ist eine mas­sive Reduk­tion der Kom­ple­xi­tät vie­ler Modelle, die somit bes­ser simu­liert wer­den kön­nen. Anwen­dun­gen gibt es in der Neu­ro­wis­sen­schaft bei der Model­lie­rung des Gehirns, in der Bio­lo­gie oder auch im Bereich der künst­li­chen Intel­li­genz. Als Stu­die­rende sam­melte Holz­in­ger beruf­li­che Erfah­run­gen am AIT und bei der Robert Bosch AG, spä­ter arbei­tet sie als Assistant an der TU Wien. Der­zeit lehrt Holz­in­ger am The Queens Col­lege in Oxford Mathe­ma­tik. „Als 14-Jäh­rige am Start der Ober­stufe an mei­nem Gym­na­sium hätte ich mir das nie­mals erträumt. Eine Ehrung wie diese, die den huma­nis­ti­schen Pfad an mei­nem Gym­na­sium und den naturwissenschaftlich/​technischen an der TU ver­bin­det, ist etwas ganz Beson­de­res für mich“, freute sich Alex­an­dra Holzinger.

Semigroup topo­lo­gies on endo­mor­phism mono­ids of omega-cate­go­ri­cal struc­tures Das Dis­ser­ta­ti­ons­thema von Cle­mens Schind­ler von der Fakul­tät für Mathe­ma­tik und Geo­in­for­ma­tion lau­tet „Semigroup topo­lo­gies on endo­mor­phism mono­ids of omega-cate­go­ri­cal struc­tures. Inhalt­lich geht es um die Menge an Infor­ma­tio­nen über die Topo­lo­gie der punkt­wei­sen Kon­ver­genz auf Endo­mor­phis­men­mo­no­iden omega-kate­go­ri­scher Struk­tu­ren, die sich aus der alge­bra­ischen Halb­grup­pen­struk­tur der Funk­ti­ons­ver­knüp­fung rekon­stru­ie­ren lässt. Diese Arbeit war moti­viert von der Ana­lyse gewis­ser Berech­nungs­pro­bleme. Die erziel­ten Erkennt­nisse sol­len das Ver­ständ­nis erleich­tern, wel­che Pro­bleme mit­hilfe von Algo­rith­men effi­zi­ent gelöst wer­den kön­nen. Der Wie­ner Cle­mens Schind­ler ent­schied sich nach sei­ner Schul­aus­bil­dung eben­falls für ein Stu­dium der Tech­ni­schen Mathe­ma­tik an der TU Wien, das er im Jän­ner 2024 abschloss. Neben sei­nem Stu­dium arbei­tete er in unter­schied­li­chen Berei­chen an der Fakul­tät für Mathe­ma­tik und Geo­in­for­ma­tion und unter­stütze das TUFor­Math Schul­pro­gramm. Der­zeit arbei­tet Schind­ler als Soft­ware Ent­wick­ler bei der MCP GmbH. „Es berei­tet mir schon immer große Freude, die The­men, mit denen ich mich beschäf­tige, wirk­lich zu ver­ste­hen. Diese Aus­zeich­nung sym­bo­li­siert für mich einen schö­nen Abschluss von fast 10 Jah­ren an der TU Wien und einen Mei­len­stein in mei­nem Lebens­weg“, so Cle­mens Schindler.

Das Ver­ständ­nis von grund­le­gen­den Prin­zi­pien und Zusammenhängen
Anna Nig­gas von der Fakul­tät für Phy­sik beschäf­tigt sich in ihrer Dis­ser­ta­tion mit dem Thema “On the inter­ac­tion of slow highly char­ged ions with free-stan­ding two-dimen­sio­nal mate­ri­als. Hier geth es um die Wech­sel­wir­kung von Ionen mit Ober­flä­chen, die mit Hilfe von 2D Mate­ria­lien auf wesent­li­che Basis­pro­zesse redu­ziert wird. Final geht es um zukünf­tige Her­aus­for­de­run­gen etwa in der Nano­li­tho­gra­phie, wo hoch­ge­la­dene Ionen heute schon als State-of-the-Art Tech­nik ein­ge­setzt wer­den. Die gebo­rene Wie­ne­rin Anna Nig­gas star­tete nach ihrer Schul­aus­bil­dung ein Stu­dium der Tech­ni­schen Phy­sik an der TU Wien. Aktu­ell forscht sie als Senior Sci­en­tist an der TU Wien an Fakul­tät für Phy­sik am Insti­tut für Ange­wandte Phy­sik im For­schungs­be­reich Ato­mic and Plasma Phy­sics. „Die Aus­zeich­nung sym­bo­li­siert für mich, dass es vor allem die Begeis­te­rung und Moti­va­tion für ein For­schungs­thema sind, die schluss­end­lich zum Erfolg füh­ren. Mein Ziel waren nie nur gute Noten, es war mir wich­tig, grund­le­gende Prin­zi­pien und Zusam­men­hänge zu ver­ste­hen“, betont Anna Niggas.

„Die Aus­zeich­nung steht stell­ver­tre­tend für meine uner­müd­li­che Neugier“
„Tem­po­ral Reaso­ning in Know­ledge Graphs Arti­fi­cial Intel­li­gence Sys­tems for Reaso­ning with Time in Vada­log“ ist das Dis­ser­ta­ti­ons­thema von Mar­kus Nissl von der Fakul­tät für Infor­ma­tik. Er beschäf­tigt sich mit der Ent­wick­lung logi­scher künst­li­cher Intel­li­genz, wo er zeit­li­che Zusam­men­hänge in Wis­sens­gra­phen benutzt, um prä­zi­sere Ana­ly­sen und Vor­her­sa­gen in kom­ple­xen Anwen­dungs­be­rei­chen wie im Finanz­we­sen zu ermög­li­chen. Nissl ist seit 2019 Pro­jekt­as­sis­tent im WWTF Pro­jekt Vienna Rese­arch Group on Sca­lable Reaso­ning in Know­ledge Graphs. Seit 2013 ist er auch Unter­neh­mer und Mana­ging Part­ner bei der Mar­kus Nissl Con­sul­ting GmbH. „Die Aus­zeich­nung steht für mich stell­ver­tre­tend für meine uner­müd­li­che Neu­gier, den Leis­tungs­wil­len, immer mehr zu ver­ste­hen und etwas vor­an­zu­brin­gen, für die schwie­ri­gen Momente, aus denen ich neue Stärke geschöpft habe und gleich­zei­tig ist sie der Start­schuss für neue, span­nende und hof­fent­lich her­aus­for­dernde Auf­ga­ben“, freut sich Mar­kus Nissl.

Eine prä­mierte Arbeit ist nie das Werk einer Ein­zel­per­son, son­dern das Ergeb­nis einer Gemein­schaft Mar­kus Fall­mann von der TU Wien-Fakul­tät für Maschi­nen­we­sen und Betriebs­wis­sen­schaf­ten dis­ser­tiert zum Thema „Hybrid model pre­dic­tive con­trol of mobile ref­ri­ge­ra­tion sys­tems“. Inhalt­lich geht es um eine vor­aus­schau­ende Rege­lungs­stra­te­gie für mobile Kühl­sys­teme. Die vor­ge­stellte Betriebs­stra­te­gie soll zur Redu­zie­rung des öko­lo­gi­schen und öko­no­mi­schen Fuß­ab­drucks von mobi­len Kühl­sys­te­men bei­tra­gen und nach­hal­tige Waren­trans­porte unter­stüt­zen. „Diese Aus­zeich­nung steht auch für die unglaub­li­che Zusam­men­ar­beit mit so vie­len talen­tier­ten und enga­gier­ten Men­schen. Ohne ihre Unter­stüt­zung und den stän­di­gen Aus­tausch von Ideen wäre die­ser Erfolg nicht mög­lich gewe­sen“, unter­streicht Mar­kus Fall­mann. „Eine prä­mierte Arbeit ist daher nie das Werk einer Ein­zel­per­son, son­dern das Ergeb­nis einer Gemeinschaft“ 

Autor: red/czaak
22.10.2024

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