
„Am Ende steht ein lebendes KI‑Ökosystem“
Skalierbare Anwendungen und ganzheitliche Datenkonzepte als relevante Erfolgsfaktoren im betrieblichen KI-Einsatz. CANCOM Austria und HPE Österreich zeigen, wie mit KI neue unternehmerische Wertschöpfung entsteht.
Künstliche Intelligenz ist in den Unternehmen angekommen. Viele Projekte bleiben aber hinter den Erwartungen zurück. Um mit KI neue betriebliche Wertschöpfung zu schaffen, empfehlen Experten eine vereinheitlichte Datenbasis und eine skalierbare Infrastruktur bis ins Rechenzentrum.
Datenmodernisierung als erster Schritt
„Der erste Schritt zu erfolgreicher KI ist immer Datenmodernisierung und das erstreckt sich von ihrer Bereinigung und Klassifizierung über die Anreicherung mit Metadaten bis hin zur Organisation, dass sie für KI-Modelle überhaupt nutzbar sind“, sagt Manfred Traumüller, Geschäftsführer von HPE Österreich.
Um die finalen Leistungsanforderungen sowie Vorgaben bei Kosten und Regularien bzw. Compliance zu erfüllen, hat HPE Lösungen wie das sogenannte GreenLake und Data Fabric entwickelt, die dann zusammen mit modernen Strukturen und Speichermodulen (File- & Object-Storage) die nötige hybride Architektur schaffen.
DataFabric als eine Art logische Klammer
„Statt alle Daten physisch in ein zentrales Monster‑System zu kippen, sorgt eine DataFabric als eine Art logische Klammer dafür, dass Daten bleiben können, wo sie sinnvollerweise liegen, aber trotzdem wie aus einer Hand nutzbar sind. Das können operative Systeme im eigenen Rechenzentrum und Analyse‑ oder KI‑Workloads in der Cloud sein“, so Traumüller.
Entscheidend sei, dass Fachbereiche eine konsistente Sicht auf ihre Daten bekommen, egal wo sie physisch liegen. Ein Kernproblem im betrieblichen KI-Einsatz ist auch, dass Projekte erfolgreich, aber isoliert passieren. Ein Chatbot hier, ein kleiner Automatisierungs‑Usecase dort, aber alles auf unterschiedlichen Datenbasen und Technologien und damit entsteht kein nachhaltiger Effekt.
Eigene Lösungen wie CANCOM Assistant
„Der Wendepunkt wird erst erreicht, wenn Unternehmen ihre KI‑Usecases bewusst auf einer gemeinsamen Plattform und Datengrundlage planen und so Modelle, Daten und Services wiederverwendet und skaliert werden, statt jedes Mal bei Null zu starten“, erklärt Dietmar Wiesinger, Vorstand bei CANCOM Austria.
Der IT-Dienstleister bewertet bei KI-Projekten gemeinsam mit dem Kunden den vorhandenen Reifegrad, definiert eine Zielarchitektur und leitet daraus einen Umsetzungsplan ab. „Technisch setzen wir dann diese Roadmap mit HPE‑Technologie um, von der Vereinheitlichung der Daten über die Infrastruktur bis hin zu konkreten KI‑Anwendungsfällen und das auch mit eigenen Lösungen wie unserem CANCOM Assistant“, so Wiesinger. „Am Ende steht ein lebendes KI‑Ökosystem“. (red/czaak)