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Anfäl­lig­keit für Psy­cho­sen früh­zei­tig erkennen

Das Gehirn bei Psy­cho­sean­fäl­li­gen reagiert bereits im Alter von 14 über­trie­ben stark auf Signale.

For­scher der Uni­ver­site de Mon­tréal und des Sainte-Jus­tine Uni­ver­sity Hos­pi­tal Rese­arch Cen­ter haben frühe Mar­ker ent­deckt, die eine Anfäl­lig­keit für Psy­cho­sen anzei­gen. Über­trie­bene emo­tio­nale Reak­tio­nen des Gehirns auf nicht bedroh­li­che und nicht gefühls­be­tonte Signale kön­nen das Auf­tre­ten von ers­ten Anzei­chen psy­cho­ti­scher Sym­ptome im spä­ten Jugend­al­ter sein.
Die im “Ame­ri­can Jour­nal of Psych­ia­try” ver­öf­fent­lich­ten Ergeb­nisse stim­men mit Hypo­the­sen zur Ent­wick­lung die­ser Krank­heit über­ein. Laut der Wis­sen­schaft­le­rin Patri­cia Con­rod gelang es, Auf­fäl­lig­kei­ten im Gehirn von Teen­agern zu ent­de­cken, schon bevor psy­cho­ti­sche Erfah­run­gen und Sub­stanz­miss­brauch signi­fi­kante kogni­tive Ein­schrän­kun­gen ver­ur­sa­chen und ein medi­zi­ni­sches Ein­grei­fen erfordern.

Beloh­nungs­sen­si­ti­vi­tät und Impulskontrolle
Con­rods Team beglei­tete mehr als 1.000 euro­päi­sche Teen­ager vom 14. bis zum 16. Lebens­jahr. Sie waren Teil der “IMAGEN”-Studie. Dabei wurde die Gehirn­ak­ti­vi­tät wäh­rend des Absol­vie­rens ver­schie­de­ner kogni­ti­ver Auf­ga­ben gemes­sen, um Berei­che wie Beloh­nungs­sen­si­ti­vi­tät, Impuls­kon­trolle und die Ver­ar­bei­tung von emo­tio­na­len und nicht-emo­tio­na­len Inhal­ten zu untersuchen.
Con­rod zufolge ver­deut­li­chen die aktu­el­len For­schungs­er­geb­nisse, dass eine Anfäl­lig­keit bereits sehr früh iden­ti­fi­ziert wer­den kann. “Da diese Krank­heit nor­ma­ler­weise am Beginn des Erwach­se­nen­al­ters aus­bricht, gibt es daher ein gro­ßes Zeit­fens­ter, in dem Inter­ven­tio­nen bei ris­kan­tem Ver­hal­ten und ent­schei­den­den ursäch­li­chen Pro­zes­sen mög­lich sind.”

Autor: PresstextAustria/red/stem
26.04.2017

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