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© pexels/vlada karpovich

Anle­ger set­zen auf Ende der Zinserhöhungen

In den USA stei­gert sich das Volu­men bei Bör­sen­gän­gen. In China und Europa schwä­chelt der Markt noch. Tech-Com­pa­nies und Nach­hal­tig­keit im Fokus der Inves­to­ren und die set­zen auf mit­tel­fris­ti­gen Stop der Zins­er­hö­hun­gen von US-Fed und EZB.

Im drit­ten Quar­tal 2023 gin­gen welt­weit 350 Unter­neh­men an die Börse. Das sind sechs Pro­zent weni­ger als im Vor­jah­res­quar­tal (371). Das Emis­si­ons­vo­lu­men schrumpfte um 27 Pro­zent auf 38 Mil­li­ar­den US-Dol­lar. Run­ter­ge­bro­chen war die Ent­wick­lung in den gro­ßen Wirt­schafts­räu­men unein­heit­lich : Die USA ver­zeich­ne­ten 33 Initial Public Offe­rings (IPOs), was mit einem Emis­si­ons­vo­lu­men von 8,6 Mil­li­ar­den US-Dol­lar (2,5 Mil­li­ar­den in Q3/22) ein Plus von 14 Pro­zent ergibt. Das sind Ergeb­nisse des aktu­el­len IPO-Baro­me­ters des Prü­fungs- und Bera­tungs­un­ter­neh­mens EY.

Anle­ger set­zen auf mit­tel­fris­ti­ges Ende der Zins­er­hö­hun­gen der Zentralbanken
China erreichte ver­gleichs­weise nur 105 IPOs mit einem Emis­si­ons­vo­lu­men von 17 Mil­li­ar­den und das macht ein Minus von 33 Pro­zent. An den euro­päi­schen Bör­sen lie­ßen sich ins­ge­samt 40 Unter­neh­men lis­ten mit einem Emis­si­ons­vo­lu­men von rund 5,5 Mil­li­ar­den US-Dol­lar. Bei der Anzahl ergibt das ein Minus von fünf Pro­zent und beim Volu­men macht das ein Minus von sat­ten 53 Prozent. 

Vom welt­wei­ten Emis­si­ons­vo­lu­men im drit­ten Quar­tal 2023 von 38 Mil­li­ar­den US-Dol­lar ent­fie­len rund 40 Pro­zent auf den Tech­no­lo­gie-Sek­tor. Mit dem Lis­ting des bri­ti­schen Tech­no­lo­gie-Unter­neh­mens Arm Hol­ding und dem Emis­si­ons­vo­lu­men von 5,2 Mil­li­ar­den US-Dol­lar gab es im abge­lau­fe­nen Quar­tal den größ­ten Bör­sen­gang des Jah­res in den USA. Mit Schott und Nucera im drit­ten Quar­tal waren zwei deut­sche Unter­neh­men die zweit- und dritt­größ­ten Bör­sen­gän­ger in Europa. Im welt­wei­ten Ran­king bele­gen diese bei­den Trans­ak­tio­nen die Plätze sechs und neun.

Anle­ger set­zen auf mit­tel­fris­ti­ges Ende der Zins­er­hö­hun­gen der Zentralbanken
„Das IPO-Sen­ti­ment hat sich im drit­ten Quar­tal im Ver­gleich zum ers­ten Halb­jahr ver­bes­sert. Trei­ber waren vor allem die zurück­ge­hende Vola­ti­li­tät, erholte Bewer­tungs­ni­veaus und das sich abzeich­nende Ende des Zins­er­hö­hungs­zy­klus von EZB und Fed“, sagte Ste­fan Uher, Lei­ter der Wirt­schafts­prü­fung bei EY. „Trotz blei­ben­der Unsi­cher­hei­ten haben Anle­ger mehr Ver­trauen in die Robust­heit der Akti­en­märkte und inves­tie­ren wie­der in qua­li­ta­tiv hoch­wer­tige IPOs mit einer über­zeu­gen­den Equity Story, wo nach­hal­tige Geschäfts­mo­delle und Wert­stei­ge­rungs­po­ten­zial im Fokus ste­hen“, ergänzt Uher.

In Öster­reich gab es mit der Euro­Te­le­Si­tes AG gab es kürz­lich trotz her­aus­for­dern­der Rah­men­be­din­gun­gen das zweite Lis­ting im Top-Seg­ment prime mar­ket. Ein star­kes Wachs­tum ver­bucht der Anlei­hen­be­reich und das gilt auch im Bereich der nach­hal­ti­gen Anlei­hen. Das dies­be­züg­li­che Vienna ESG Seg­ment für an inter­na­tio­na­len Stan­dards aus­ge­rich­tete nach­hal­tige Anlei­hen über­schritt erst­mals die Marke von 100. „Emit­ten­ten haben hier ins­ge­samt über 20 Mil­li­ar­den Euro an Finan­zie­run­gen auf­ge­nom­men, wel­che der nach­hal­ti­gen Trans­for­ma­tion zugu­te­kom­men“, so EY in einer Aussendung.

Autor: red/cc
10.10.2023

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