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Anti­bio­tika, Brü­cken und Bildung

Die Staats­preise „Digi­ta­li­sie­rung“ sind ver­ge­ben. Digi­tale Trans­for­ma­tion durch­dringt alle Berei­che in Wirt­schaft und Gesell­schaft. Coro­na­krise unter­mau­ert Bedeu­tung inno­va­ti­ver Technologien.

Das Bun­des­mi­nis­te­rium für Digi­ta­li­sie­rung und Wirt­schaft hat die dies­jährigen Staats­preise Digi­ta­li­sie­rung aus­ge­zeich­net. Ver­ge­ben wur­den die Prä­mie­run­gen in den drei Kate­go­rien “Digi­tale Pro­dukte und Lösun­gen”, “Digi­tale Trans­for­ma­tion” sowie “Social Respon­si­bi­lity Pro­jects”. “Die viel­fäl­ti­gen Ein­rei­chun­gen zei­gen, dass es kei­nen Bereich in Wirt­schaft und Gesell­schaft gibt, der nicht von der Digi­ta­li­sie­rung betrof­fen ist. Die­ser Staats­preis soll das Bewusst­sein für die Digi­ta­li­sie­rung als ent­schei­den­des Zukunfts­thema sowie als Grund­lage für Wachs­tum und Wett­be­werbs­fä­hig­keit und damit zen­tra­len Wirt­schafts­fak­tor schär­fen“, unter­strich Mar­ga­rete Schram­böck, Bun­des­mi­nis­te­rin für Digi­ta­li­sie­rung und Wirt­schaft in ihrer Gra­tu­la­tion an die Preisträger.

Kate­go­rie “Digi­tale Pro­dukte und Lösungen”
In der Kate­go­rie “Digi­tale Pro­dukte und Lösun­gen” wurde “ares-genetics.cloud — Gene­ti­sche Anti­bio­ti­ka­re­sis­tenz­de­tek­tion mit­tels Künst­li­cher Intel­li­genz” vom Unter­neh­men Ares Gene­tics in Wien mit dem Staats­preis aus­ge­zeich­net. „Die mas­sive Zunahme resis­ten­ter Keime stellt die Gesund­heits­ein­rich­tun­gen vor große Her­aus­for­de­run­gen. Durch den Ein­satz der Ares Gene­tics-Daten­bank redu­zie­ren sich einer­seits Zeit und Kos­ten in der Ent­wick­lung von Anti­bio­tika, ande­rer­seits erfah­ren Ärz­tIn­nen Unter­stüt­zung im ziel­ge­rich­te­ten Ein­satz der Medi­ka­mente“, lau­tete die Begrün­dung der Jury.

Kate­go­rie “Digi­tale Transformation”
as Pro­jekt “Stru­cIn­spect – digi­tale Brü­cken­in­spek­tion des 21. Jahr­hun­derts” von den Unter­neh­men Pal­fin­ger Struc­tu­ral Inspec­tion und ÖBB Infra­struk­tur (beide Wien) erhielt den Staats­preis in der Kate­go­rie “Digi­tale Trans­for­ma­tion”. Die Jury hob her­vor, dass „durch die Ver­knüp­fung unter­schied­li­cher digi­ta­ler Tech­no­lo­gien und qua­li­ta­ti­ver Dienst­leis­tun­gen bis­he­rige per­so­nal­in­ten­sive Pro­zess­ket­ten durch­gän­gig abge­bil­det wer­den.“ Und : „Droh­nen in Kom­bi­na­tion mit ande­ren Daten­er­fas­sungs­me­tho­den ermög­li­chen eine kon­ti­nu­ier­li­che Über­wa­chung von Bau­struk­tur­schä­den.“ Diese Lösung ist bereits erfolg­reich im Ein­satz und „stei­gert ins­be­son­dere Objek­ti­vi­tät und Fre­quenz bei Inspek­tio­nen“ – sie wurde aktu­ell auch mit dem Digi­tal Impulse Award ausgezeichnet.

Kate­go­rie “Social Respon­si­bi­lity Projects”
Das Pro­jekt “DivDev’s” des Unter­neh­mens Code­Fac­tory aus Wien konnte die Kate­go­rie “Social Respon­si­bi­lity Pro­jects” für sich ent­schei­den. Laut Jury ent­wi­ckelt die­ses Pro­jekt eine Lösung für den Man­gel an IT-Fach­kräf­ten und zudem den Man­gel an Aus­bil­dun­gen für hör­be­hin­derte Men­schen. Bereits vor­han­dene Kurs­ma­te­ria­lien wer­den hier für die Ziel­gruppe pas­send auf­be­rei­tet. „Obwohl sich das Pro­jekt noch im Anfangs­sta­dium befin­det, konn­ten bereits nam­hafte Part­ner gefun­den wer­den“, so die Jury weiter. 

For­schungs­för­de­rungs­ge­sell­schaft als Orga­ni­sa­tor des Wettbewerbs
Orga­ni­siert wird der vom Minis­te­rium ver­ant­worte Staats­preis Digi­ta­li­sie­rung von der Öster­rei­chi­schen For­schungs­för­de­rungs­ge­sell­schaft FFG. „Die Corona-Pan­de­mie hat uns noch deut­li­cher gezeigt, wel­che Chan­cen die Digi­ta­li­sie­rung mit sich bringt und die Preis­trä­ger zei­gen uns inno­va­tive Umset­zun­gen wie auch ver­ant­wor­tungs­volle Nut­zun­gen“, so Hen­ri­etta Egerth und Klaus Psei­ner als die bei­den Geschäfts­füh­rer der FFG.

“Unser Leben wird immer digi­ta­ler. Die größte Her­aus­for­de­rung ist, dass wir alle mit­neh­men und nie­man­den zurück­las­sen. Mit dem Aus­bau der digi­ta­len Amts­ge­schäfte soll es mög­lich wer­den, dass alle Bür­ger ihren Nut­zen dar­aus zie­hen kön­nen. Digi­ta­li­sie­rung ist zudem ein wesent­li­cher Kon­junk­tur­mo­tor für die Zeit nach der Krise”, betonte Minis­te­rin Mar­ga­rete Schram­böck ergänzend.

Nomi­nie­run­gen und Sonderpreise
Ein­rei­chun­gen für die­sen Staats­preis waren in drei Kate­go­rien mög­lich. Neben den Staats­preis­trä­gern wur­den noch wei­tere Pro­jekte als grund­sätz­lich staats­preis­wür­dig nomi­niert. In der Kate­go­rie “Digi­tale Pro­dukte und Lösun­gen” waren dies “NOUS sonic” der Firma NOUS Wis­sens­ma­nage­ment aus Wien, wei­ters “Tran­skri­bus” des Insti­tuts für Ger­ma­nis­tik der Uni­ver­si­tät Inns­bruck sowie “Employee.CHARGING“ des Unte­neh­mens hast.to.be aus Salzburg.

Für die Kate­go­rie “Digi­tale Trans­for­ma­tion” folg­ten “Green­Chips” der Firma Green­Chips divi­sion of SIE Con­nect aus Vor­arl­berg und in der Kate­go­rie “Social Respon­si­bi­lity Pro­jects” schließ­lich “Sto­rytel­ling in Aug­men­ted Rea­lity — die Bücher­wür­mer” von Kris Hof­mann Ani­ma­tion und Öster­rei­chi­sche Natio­nal­bi­blio­thek, beide Wien.

Über den Staats­preis Digitalisierung
Das Bun­des­mi­nis­te­rium für Digi­ta­li­sie­rung und Wirt­schafts­stand­ort ver­leiht seit 2019 den Staats­preis Digi­ta­li­sie­rung als die höchste Aus­zeich­nung für her­vor­ra­gende digi­tale Pro­dukte in Öster­reich. Heuer hat die unab­hän­gige Exper­ten-Jury aus 88 Ein­rei­chun­gen in drei Kate­go­rien ins­ge­samt acht Nomi­nie­run­gen und je Kate­go­rie einen Staats­preis­trä­ger aus­ge­wählt. Bewer­tet wur­den die Pro­jekte nach Inno­va­ti­ons­grad, Qua­li­tät der Umset­zung, Nut­zen für Anwen­der und Mit­ar­bei­ter sowie Marktpotenzial.

Autor: red/czaak
05.10.2020

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