2009–12–18
Mit dem Scheckheft ins Himmelreich
Einnehmenden Fernsehpredigern erschließt sich in den USA bisweilen ein millionenschweres Business. Fragwürdige Geschäftsmethoden stellen für viele von ihnen keinen Widerspruch zum Glauben dar. Die Sache mit dem Privatjet ist einigen Anhängern doch im Hals stecken geblieben. Vor drei Jahren wandte sich Benny Hinn, exaltierter TV-Prediger, christlicher Charismatiker und vermeintlicher Wunderheiler, an seine Unterstützer, um 6000 von […]
2009–12–18
Psychogruppen als Seelenverkäufer
Gruppierungen wie Scientology oder Star’s Edge nehmen Kunden in einem Multi-Level-Marketingsystem aus. Die weltweit größte Psychogruppe Scientology ist ein Paradebeispiel dafür, wie man aus sogenannter Lebenshilfe Kapital schlagen kann. Die umstrittenen Praktiken der Gruppe sind am ehesten mit einer Mischung aus metaphysischen und psychotherapeutischen Methoden zu charakterisieren. Vom kaufmännischen Standpunkt her geht es der Gruppe aber […]
2009–12–18
Geheiligt sei der Name : Kirche als Marke
Im Vergleich zu ihr sind Coca-Cola, Google, Nokia, Microsoft und Amazon blutige Anfänger. Denn die katholische Kirche beherrscht das Branding meisterhaft. Und praktiziert das schon seit über 2000 Jahren. Papst Benedikt XVI., in Personalunion – Stellvertreter und Chef des größten Unternehmens der Welt mit rund 1,13 Mrd. Mitgliedern, 407.000 Priestern und 815.000 Ordensleuten (Stand 2008), […]
2009–12–18
Ein sündhaft teures Vergnügen
Die US-Jeansmarke True Religion ist Kult und ein edles und luxuriöses Must Have für Stars und Sternchen. Als Kym und Jeffrey Lubell 2002 ihre Jeansfirma nach einem ihrer Lieblingssongs Finding your true Religion der Band Hot Tuna benannten („Jeans, Musik, Kalifornien – das ist unsere wahre Religion“, so Jeff Lubell), konnten sie den rasanten Erfolg […]
2009–12–18
Wenn es im Klingelbeutel scheppert
Die Verzahnung von Religion und Wirtschaft ist komplex. Von der Kirchensteuer bis zur Einforderung eines religiös fundierten Wirtschaftsethos spannt sich der Bogen der Religionsökonomie. Der Kirchenbeitrag, eine leidige Geschichte. Das sogenannte Kirchenbeitragsgesetz, nach wie vor die Haupteinnahmequelle der katholischen und evangelischen Kirche, geht in Österreich auf einen Beschluss der Nationalsozialisten für die „Ostmark“ aus dem […]
2009–12–18
Mikrokredite unterm Mikroskop
Das Geheimrezept zur Armutsbekämpfung in der Dritten Welt wird in Zeiten der Wirtschaftskrise mit Interesse auch für den Einsatz im Westen überlegt. Doch worin besteht der Change-Wert des Basis-Kapitalismus ? Die Mikrokredit-Idee der Grameen Bank und ihres Gründers Muhammad Yunus ist nun, man glaubt es kaum, bereits 24 Jahre alt und wird ebenso lange eingesetzt. 2006 […]
2009–12–18
Die Mönche und die Shell-Tankstelle
Das Stift Heiligenkreuz verwaltet Betriebe mit 180 Mitarbeitern. Die Mönche selbst sind Popstars, deren CD Chant weltweit die Charts erobert hat. Fragt sich : Was passiert mit all den Einnahmen ? Wunder sind in einem Kloster gut aufgehoben. Im Stift Heiligenkreuz im Wienerwald ereignete sich so ein Wunder vor knapp zwei Jahren. Anfang 2008 schickte ein Freund […]
2009–11–20
Das menschliche Streben nach Gewinn und Besitz
Kauflaune in der Krise. Dinge, die man nicht kaufen kann. Mit seiner meisterlichen Erzählung Wieviel Erde braucht der Mensch ? (1886) gelang Leo Tolstoi eine zeitlose, eindrucksvolle Parabel auf das menschliche Streben nach Gewinn und Besitz : Als der Bauer Pachom ein kleines Stück Land kauft, fühlt er sich „stolz und glücklich“. Von Habgier getrieben will er schon […]
2009–11–20
SUV statt Klimahysterie
Die Angst vor der Erderwärmung tut dem Trend zum spritfressenden Allrad-Stadtauto keinen Abbruch. Dekadent ? Irrational ? Mitnichten ! Denn Unwetter werden zunehmen. Und mit einem höher gestellten Boliden lassen sich Überschwemmungen zwischen Stadtzentrum und Randbezirk einfach leichter bewältigen. Die Klimahysterie treibt seltsame Blüten. In den vergangenen Jahren ließen Vandalen in Deutschland und Frankreich bei Geländewagen und Sport […]
2009–11–20
Liberté, Egalité, Portemonnaie
Meinungen sind heute wichtiger als Tatsachen. Konsum ist auch eine Meinung. Lässt sich die Wirklichkeit tatsächlich in Fragebögen abbilden ? Wie verlässlich sind die Ergebnisse der Konsumforschung, die vorgeben den Verbraucher zu verstehen ? Erkundigungen über eine ebenso selbstgewisse wie selbstgefällige Branche. Die Zukunft ist nicht vorhersagbar, aber „das Morgen ist schon im Heute vorhanden, (…) es […]