2010–06–25
Der nagende Zahn des Verfalls
Suburbanisierung und Abwanderung aus Stadtzentren sind eine Folge der Entindustrialisierung in bestimmten Krisenregionen der USA. Beispiele dafür stellen die vormalige Autostadt Detroit, deren Zentrum nahezu zur Geisterstadt geworden ist, und auch Philadelphia oder St. Louis dar. Detroit hat wahrlich schon bessere Zeiten gesehen. Die Motor City ist heute ein Schatten ihrer selbst, nicht erst, seit es […]
2010–05–28
Der schöne Beigeschmack
Kaufen, was einem gefällt, als persönliche Bereicherung – der Mut, Kunst zu sammeln, die andere nicht kennen – die Qualität eines Bildes und das Aussterben von Atelierfesten: der Wiener Kunsthändler Gerald Ziwna im Gespräch mit economy. Was die bildende Kunst betrifft, werden in Österreich bei Auktionen und Messen immer Werke von denselben österreichischen Künstlern angeboten […]
2010–05–28
Viel für nichts
Eine Stadt mit Kultur zum Nulltarif. „Wien ist anders“ wirbt ein Slogan. Stimmt. Wien ist ein Gesamtkunstwerk. Stimmt auch, denn Kultur ist in der Donaumetropole omnipräsent. Was die Stadt zu bieten hat, ist beeindruckend. Einen Vergleich mit anderen europäischen Hauptstädten muss sie nicht scheuen, im Gegenteil: Wien ist einzigartig. Auf mehr als 120 Bühnen gibt […]
2010–05–28
Vom künstlichen Totenschädel
Damien Hirst und Reid Peppard provozieren, polarisieren und verdienen gut damit. Ihre Objets d’art bestehen aus toten Tieren oder gar einem Menschenschädel. Vom Spagat zwischen Kunstschaffen und Geldscheffeln. „Deine neue Halskette sieht ja aus wie etwas, das die Katze angeschleppt hat“, könnte einem fast herausrutschen. „Stimmt“, käme die Antwort der stolzen Besitzerin etwas überraschend, „nämlich […]
2010–05–28
Kunstmarkt im Überfluss
Zehntausende Künstler und Bastler vertreiben ihre Exponate über den Webmarktplatz Etsy. Am anderen Ende der Individualisierungsskala produzieren chinesische Kunstmaler am Fließband kitschige Alpenszenen für den westlichen Markt. Wie Kunst die Brötchen auf den Tisch bringt. Etsy entwickelte sich von „the next big thing“ zum Motor eines mächtigen Kunsthandwerktrends. 2005 von Rob Kalin, Chris Maguire und […]
2010–05–28
Keine Wertschätzung für die österreichische Kunst im eigenen Land.
Wiederbelebung von Künstlervereinigungen und Atelierfesten. Das aktuelle Programm der großen österreichischen Bundesmuseen und der privaten Museen und Ausstellungsräume spiegelt den Stellenwert der österreichischen bildenden Kunst in Österreich wider. Die großen Bundesmuseen setzen vorwiegend auf internationale Künstler: Markus Lüpertz und internationale Meisterwerke der Moderne aus der Sammlung Batliner in der Albertina. Die internationalen Schauen „Changing Channels“ […]
2010–05–28
Staatliche Alimente für die Kunst
Die Republik Österreich fördert ihre Künstler mit sparsamen 90 Millionen Euro pro Jahr. In krassem Missverhältnis zur tatsächlichen, eher geringen Belastung des österreichischen Staatshaushaltes ist die Kunstförderung in Österreich stets ein heißes Eisen. Schließlich fördert sie etwas, dass am Ende nicht messbar ist. Kunstförderung gilt vielen als Gradmesser für die Generosität eines Staates, als notwendige Maßnahme zur […]
2010–05–28
Das Tagebuch des Herbert L.
Dort, wo sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“ sagen, am Rande Kärntens, unweit der Grenze zu Slowenien, hat der Industrielle Herbert Liaunig mit einem architektonischen Paukenschlag nicht nur die österreichische, sondern auch die mitteleuropäische Kunstszene durcheinandergewirbelt. Am 30. August 2008 wurde in der kleinen Ortschaft Neuhaus nahe Lavamünd in Kärnten das Privatmuseum Liaunig eröffnet. Avantgarde […]
2010–05–28
Vorhersagbare Kassenschlager
Mithilfe von Software, die Musikkompositionen auf ihre Hit-Tauglichkeit hin untersucht, dämmen Labels heute ihre Werbebudgets ein. Über die umstrittenen Fähigkeiten computerisierter Musikkritiker und das Zusammenspiel von Massengeschmack, Kreativität und Mathematik. Drehbuchautor William Goldman schrieb Anfang der 1980er Jahre in seinem Buch Adventures in the Screen Trade: „Niemand weiß irgendetwas. Keine einzige Person im gesamten Spielfilmbusiness […]
2010–05–28
Das Kunstwerk als Wertpapier
Der internationale Kunstmarkt ist rund 20 Milliarden Euro jährlich schwer. Es ist ein Geschäft, das von Sammlern, Galeristen, Investoren und Kuratoren bestimmt wird, weniger von den Künstlern selbst. Doch Selbstvermarktung spielt eine wichtige Rolle. Das teilweise romantische Klischee des genialen Künstlers, dem Zeit seines Lebens Anerkennung versagt bleibt und der verarmt in einem Dachstübchen stirbt, hat […]