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Auch das Inter­net frus­triert die Frauen

Je län­ger Frauen im Web sind, desto unzu­frie­de­ner wer­den sie mit ihrem Körper. 

Je öfter Frauen online sind, umso schlech­ter wird ihr Kör­per­be­wusst­sein. Das zeigt eine Stu­die der PhD-Stu­den­tin Alli­son Car­ter von der Simon Fraser Uni­ver­sity (US). Die Kor­re­la­tion ist signi­fi­kant : Jene Frauen, die mehr als 20 Stun­den pro Woche online waren, hat­ten eine drei­fach höhere Unzu­frie­den­heits­rate als jene, die sich weni­ger als eine Stunde im Web aufhielten.

Abwärts­spi­rale
Frauen wer­den dazu erzo­gen, sich auf ihren Kör­per zu fokus­sie­ren, erklärt die For­sche­rin das betrüb­li­che Ergeb­nis ihrer Stu­die. Ins­ge­samt wur­den 3.000 kana­di­sche Frauen im Alter zwi­schen zwölf und 29 Jah­ren befragt. Die Frauen leg­ten offen, wie lange sie jede Woche in den ver­gan­ge­nen drei Mona­ten im Inter­net ver­brach­ten und wie zufrie­den sie mit ihrem eige­nen Kör­per sind. In ihrer Frei­zeit suchen Frauen oft Social-Media- und Fit­ness-Sei­ten auf, die sich stark auf idea­li­sierte Aspekte weib­li­cher Schön­heit fokus­sie­ren, so Car­ter. Frauen kon­su­mie­ren typi­scher­weise Fotos und Nach­rich­ten, die schmal und dünn als Schön­heits­ideal ver­kau­fen und dabei eine Per­fek­tion anpreisen.

Män­ner nicht so stark anfällig

Auch 2.700 Män­ner im Alter zwi­schen zwölf und 29 Jah­ren wur­den getes­tet. Dabei stellte die For­sche­rin fest, dass hier keine Kor­re­la­tion zwi­schen Dauer im Inter­net und Kör­pe­run­zu­frie­den­heit nicht fest­zu­stel­len ist. “Frauen soll­ten dar­auf ach­ten, wel­chen Con­tent sie kon­su­mie­ren”, resü­miert Car­ter. So gebe es immer wie­der auch Con­tent, der sich posi­tiv mit dem Thema Kör­per aus­ein­an­der­setzt. Dabei emp­fiehlt sie Sei­ten wie den Insta­gram-Account “Beauty Rede­fi­ned”. Die Fol­gen eines schlech­ten Kör­per­ge­fühls kön­nen weit­rei­chende Kon­se­quen­zen haben, wie ein gerin­ges Selbst­wert­ge­fühl, Essens­stö­run­gen, exzes­si­ves Trai­ning und Depres­sion. Damit geht es nicht nur um indi­vi­du­el­les Wohl­be­fin­den, son­dern auch um öffent­li­che Gesundheitspolitik. 

Autor: PresstextAustria/red/stem
04.04.2017

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