Zum Inhalt

Auf gut Glück

Vie­len Unter­neh­men feh­len die Grund­la­gen für treff­si­chere Analysen.

Busi­ness Intel­li­gence soll Unter­neh­men hel­fen, Ent­schei­dun­gen auf ratio­nale Weise zu tref­fen und erfreut sich stei­gen­der Beliebt­heit. Doch allzu oft fehlt den klu­gen Hel­fer­chen, die hand­lungs­re­le­vante Infor­ma­tio­nen über­sicht­lich zusam­men­stel­len, eine stim­mige Grund­lage. „Maxi­mal die Hälfte aller Unter­neh­men ver­fü­gen über eine ver­läss­li­che Daten­ba­sis“, sagt Ste­phan Wie­the­ger, IBM Öster­reich, „damit haben dann auch die Ana­ly­se­er­geb­nisse nur beschränkte Aussagekraft.“
Das beginnt schon bei den Begriff­lich­kei­ten: „Es muss sicher gestellt sein, am bes­ten durch ein Glos­sar, dass die IT und die Fach­ab­tei­lun­gen die Kenn­zah­len über­ein­stim­mend defi­nie­ren.“ Auf diese gemein­same Spra­che sollte man sich schon vor der Umset­zung des IT-Pro­jekts eini­gen, denn sonst kann ein böses Erwa­chen folgen.

Struk­tu­rierte Daten
Bevor es an die eigent­li­che Ana­ly­se­ar­beit geht, muss auch die Ver­wal­tung der vor­han­de­nen Infor­ma­tio­nen gut geplant wer­den. Beim Infor­ma­tion Manage­ment geht es einer­seits um die struk­tu­rier­ten Daten, also wie die Daten­ban­ken gestal­tet wer­den. Ande­rer­seits gewinnt die sys­te­ma­ti­sche Nut­zung der Flut von unstruk­tu­rier­ten Daten – wie etwa E‑Mails oder Audio- und Bild­do­ku­mente – zuneh­mend an Bedeu­tung. Und der dritte Stol­per­stein am Weg zu aus­sa­ge­kräf­ti­gen Reports ist schließ­lich die Inte­gra­tion der Daten aus den unter­schied­li­chen IT-Sys­te­men. Wird das alles berück­sich­tigt, steht der aus­sa­ge­kräf­ti­gen Aus­wer­tung der Daten­be­stände schließ­lich nichts mehr im Weg.
Bei der Nut­zung der Daten selbst geht der Trend zum Mas­ter Data Manage­ment. Es führt nur die wich­tigs­ten Daten, meist Infor­ma­tio­nen über die Kun­den und Pro­dukte, zusam­men, erläu­tert Wie­the­ger den Unter­schied zum klas­si­schen Modell des Data Warehouse: „So erhält man eine Mas­ter­view auf das, was für das Unter­neh­men lebens­wich­tig ist.“

Autor:
30.12.2011

Weitere aktuelle Artikel

Bei den neuen gesetz­li­chen NIS‑2 Regu­la­rien zeigt sich beim Groß­teil der öster­rei­chi­schen Unter­neh­men Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit. Die nun­mehr gül­ti­gen Cyber­se­cu­rity-Maß­nah­men betref­fen rund 4.000 Betriebe direkt und über die Lie­fer­ket­ten rund 60.000 hei­mi­sche Unternehmen. Das neue Netz-Infor­ma­ti­ons-Gesetz (NIS) gilt seit 1. Okto­ber 2026 und mit die­sem Gesetz wird ein neues Niveau an Cyber­si­cher­heit für deut­lich mehr Unter­neh­men in […]
Es gibt eine Füh­rungs­lü­cke, die öster­rei­chi­sche Unter­neh­men nicht län­ger igno­rie­ren kön­nen. Ein Exper­ten­kom­men­tar von Alli­son Howell, CEO von Hogan Assessments.  Bran­chen­über­grei­fend sind Unter­neh­men mit einem bei­spiel­lo­sen Aus­maß an Ver­än­de­run­gen kon­fron­tiert. Wirt­schaft­li­che Unsi­cher­heit, der rasante tech­no­lo­gi­sche Wan­del, ver­än­derte Erwar­tun­gen der Beschäf­tig­ten und der zuneh­mende Ein­satz von künst­li­cher Intel­li­genz defi­nie­ren auch die Arbeits­welt neu. In die­sem Umfeld ist […]
Öster­rei­chi­sche Natio­nal­bank ver­mel­det ver­bes­ser­ten Kon­junk­tur­aus­blick schon für das zweite Halb­jahr 2026. 2027 und 2028 soll sich die posi­tive Ent­wick­lung des BIP dann noch ver­stär­ken. Die Infla­ti­ons­pro­gnose liegt für 2026 bei drei Pro­zent. Die Arbeits­lo­sen­quote soll spä­tes­tens ab 2027 sinken. Die Oes­ter­rei­chi­sche Natio­nal­bank (OeNB) prä­sen­tierte kürz­lich ihre aktu­elle Inte­rims­pro­gnose für die öster­rei­chi­sche Wirt­schaft für die Jahre […]
Die Zahl der Fir­men­plei­ten befin­det sich in Summe in den ers­ten drei Quar­ta­len 2026 auf Vor­jah­res­ni­veau. Die man­gels Masse abge­wie­se­nen Ver­fah­ren stei­gen hin­ge­gen deut­lich. Han­del, das Bau­ge­werbe und der Sek­tor Gas­tro­no­mie und Beher­ber­gung als Insol­venz­trei­ber, so aktu­elle Ana­lyse des KSV1870. Laut aktu­el­ler KSV1870 Hoch­rech­nung muss­ten in den ers­ten drei Quar­ta­len 2026 in Öster­reich 5.139 Unter­neh­men Insol­venz […]
Digi­tale Sou­ve­rä­ni­tät galt lange als poli­ti­sches Schlag­wort. Inzwi­schen ist sie für Unter­neh­men ope­ra­tive Rea­li­tät. Ein Exper­ten­kom­men­tar von Robin Schmeis­ser, Geschäfts­füh­rer von Faba­soft Contracts. Mit der rasant stei­gen­den Ver­brei­tung von künst­li­cher Intel­li­genz (KI), wach­sen­den Cloud-Abhän­gig­kei­ten und zuneh­men­dem regu­la­to­ri­schem Druck stellt sich eine unbe­queme Frage: Wie viel Kon­trolle haben Unter­neh­men noch über ihre Daten, Sys­teme und digi­ta­len […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram