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Auf­pas­sen, Herr Kol­lege Roboter

Fuji­tsu und Kuka ent­wi­ckeln kol­le­giale Zusam­men­ar­beit zwi­schen Men­schen und Robotern.

Die enge Zusam­men­ar­beit von Men­schen und Robo­tern eröff­net bei Fuji­tsu in Augs­burg neue Mög­lich­kei­ten bei der Fer­ti­gung und dem Test von soge­nann­ten Main­boards. Bei die­ser Zusam­men­ar­beit unter­stüt­zen Robo­ter die Arbei­ter, indem sie sicher Seite an Seite arbei­ten. Der Ein­satz ist Teil eines Co-Crea­tion-Pro­jekts mit dem Auto­ma­ti­sie­rungs­exper­ten KUKA im Fuji­tsu Werk Augsburg.

Maschi­nel­les Ler­nen und Arti­fi­cial Intelligence
Indus­trie­ro­bo­ter sind bereits bei ver­schie­de­nen Auto­ma­ti­sie­rungs­auf­ga­ben eta­bliert. Die Zusam­men­ar­beit zwi­schen Mensch und Robo­ter umfasst dabei die Hand­ha­bung von hoch­gra­dig emp­find­li­chen Elek­tronik­kom­po­nen­ten. Diese Art von Auf­gabe wurde bis­her nicht als mög­li­cher Teil der Robo­ter­au­to­ma­tion behan­delt. Um den Ansatz auch für andere Fer­ti­gungs­un­ter­neh­men schnel­ler ver­füg­bar zu machen, haben Fuji­tsu und KUKA eine robo­ter­ba­sierte Pro­zess­au­to­ma­ti­sie­rungs­lö­sung ent­wi­ckelt, die eine hoch­prä­zise Hand­ha­bung und Prü­fung der Main­boards ermöglicht.
In der Pro­duk­tion bei Fuji­tsu arbei­ten Robo­ter mit mensch­li­chen Kol­le­gen zusam­men. Robo­ter kön­nen erken­nen, wenn Men­schen in der Nähe sind, und ihre Bewe­gun­gen ver­lang­sa­men, um sicher­zu­stel­len, dass keine Ver­let­zungs­ge­fahr für ihre mensch­li­chen Kol­le­gen besteht. Die Zusam­men­ar­beit beginnt damit, dass ein Arbei­ter dem Robo­ter die not­wen­di­gen Mon­ta­ge­schritte durch manu­elle Füh­rung des Robo­ter­arms beibringt.
Diese Schritte wer­den dann durch maschi­nel­les Ler­nen in die Fähig­kei­ten des Robo­ters gespei­chert – ohne zusätz­li­che Pro­gram­mie­rung. Ein­mal ein­ge­wie­sen, kön­nen die Robo­ter hin­ter vir­tu­el­len Sicher­heits­bar­rie­ren arbei­ten und in den Hoch­ge­schwin­dig­keits­mo­dus wech­seln kön­nen, um mono­tone und sich wie­der­ho­lende Auf­ga­ben zu erle­di­gen, sobald die Men­schen den Sicher­heits­be­reich ver­las­sen haben.

Reduk­tion von Risiko und Feh­lern und Stei­ge­rung der Produktion
„Die Zusam­men­ar­beit zwi­schen Fuji­tsu und KUKA bei der Mensch-Robo­ter-Kol­la­bo­ra­tion ist ein Mus­ter­bei­spiel dafür, wie wir Zukunfts­the­men rund um Indus­trie 4.0 vor­an­trei­ben. Die­ser neue Ansatz bei der Pro­duk­tion von sen­si­blen Elek­tronik­kom­po­nen­ten ent­las­tet Mit­ar­bei­ter von dif­fi­zi­len, sich stän­dig wie­der­ho­len­den Rou­ti­ne­auf­ga­ben, redu­ziert das Risiko poten­zi­el­ler Feh­ler und erhöht die Pro­duk­ti­ons­leis­tung,“ erläu­tert Vera Schnee­voigt von Fuji­tsu EMEIA.
„KUKA und Fuji­tsu arbei­ten seit rund einem Jahr im Tech­no­lo­gie­park Augs­burg zusam­men, um die Vor­teile der Mensch-Robo­ter-Kol­la­bo­ra­tion in die hoch­mo­derne IT-Pro­duk­ti­ons­stätte von Fuji­tsu zu brin­gen. Die­ses jüngste Pro­jekt erfor­dert einen Robo­ter wie den sen­si­blen KUKA Leicht­bau­ro­bo­ter LBR iiwa, der die hoch­sen­si­blen Main­boards hand­ha­ben kann,“ ergänzt Bernd Lie­pert, Chief Inno­va­tion Offi­cer bei KUKA.

Effi­zi­enz, Genau­ig­keit und Qua­li­tät in der Fertigung
Um die­ses Pro­jekt zu rea­li­sie­ren, haben die Inge­nieure von KUKA und Fuji­tsu ihr Indus­trie 4.0 Know-how und ihre Pro­zess-Exper­tise kom­bi­niert. Nach einem erfolg­rei­chen Pilot­pro­jekt wurde Ende Januar 2018 ein KUKA Leicht­bau­ro­bo­ter voll­stän­dig in die­Pro­duk­ti­ons­li­nie von Fuji­tsu inte­griert – mit der Ziel­set­zung Effi­zi­enz, Genau­ig­keit und Qua­li­tät der Fer­ti­gung zu steigern.
Ein zwei­ter Robo­ter kommt im Som­mer 2018 hinzu. Im nächs­ten Schritt sol­len wei­tere Funk­tio­nen wie etwa die Daten­ana­lyse hin­zu­ge­fügt wer­den und wei­tere Berei­che wie die vor­aus­schau­ende War­tung und Qua­li­täts­kon­trolle sowie neue Mög­lich­kei­ten für nut­zungs­ba­sierte Abrech­nungs­mo­delle erforscht wer­den. Fuji­tsu-Lösun­gen für die Indus­trie 4.0 und die Digi­ta­li­sie­rung von Pro­duk­ti­ons­um­ge­bun­gen sind auf der dies­jährigen Han­no­ver Messe (Halle 7) vom 23. bis 27. April zu sehen.

Autor: red/cc
20.04.2018

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