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Auf­schwung mit Herausforderungen

Nach dem coro­nabe­ding­ten Ein­bruch befin­det sich Öster­reichs Wirt­schaft wie­der auf Vor­kri­sen­ni­veau. Das Insti­tut für Höhere Stu­dien hebt nun die Pro­gno­sen wei­ter an und erwar­tet zudem eine gerin­gere Arbeits­lo­sen­quote und Inflation.

Seit dem heu­ri­gen Früh­jahr wächst die ös­ter­rei­chi­sche Wirt­schaft sehr dyna­misch. Getra­gen von den Locke­run­gen der Ein­däm­mungs­maß­nah­men und der inter­na­tio­na­len Kon­junk­tur­er­ho­lung, legte die Wirt­schafts­leis­tung im zwei­ten Quar­tal 2021 um 4,0 Pro­zent gegen­ü­ber dem Vor­quar­tal zu. Das Insti­tut für Höhere Stu­dien (IHS) hebt nun seine Pro­gnose für das BIP-Wachs­tum im lau­fen­den Jahr auf 4,5 Pro­zent an und avi­siert die glei­che Erhö­hung auch für 2022. 

Welt­wirt­schaft nimmt kräf­tig an Fahrt auf
Im Euro­raum erhöhte sich die Wirt­schafts­leis­tung gegen­ü­ber dem Vor­quar­tal um 2,2 Pro­zent, in den USA um 1,6 Pro­zent. Die glo­bale Wirt­schafts­leis­tung ist inzwi­schen höher als vor Aus­bruch der Pan­de­mie, aller­dings bestehen wei­ter große Unter­schiede zwi­schen Län­dern und Sek­to­ren. In den Indus­trie­län­dern zeigt sich etwa eine kräf­tige Erho­lung der Diens­teis­tungs­be­rei­che. Viele Län­der unter­stüt­zen die Erho­lung mit expan­si­ver Fis­kal­po­li­tik, ins­be­son­dere die USA. 

Für das IHS bleibt China mit 8,0 Pro­zent für 2021 und 5,3 Pro­zent für 2022 der welt­weite Wachs­tums­mo­tor. Bedingt durch die expan­sive Fis­kal­po­li­tik sollte die US-Wirt­schaft heuer um 5,8 und 2022 um 4,0 Pro­zent zule­gen. Im Euro­raum gehen die IHS-Exper­ten von Wachs­tums­ra­ten von 4,8 (2021) und 4,5 Pro­zent (2022) aus. Und die Welt­wirt­schaft soll nach dem Ein­bruch im Vor­jahr mit Raten von 5,5 bzw. 4,4 Pro­zent wie­der ebenso kräf­tig expandieren.

Infla­tion und Arbeitsmarkt
Beim Thema Infla­tion zeigt sich für August eine Rate von 3,2 Pro­zent, der Preis­auf­trieb hat sich auch in Öster­reich stark beschleu­nigt. Preis­trei­ber sind Ener­gie, Flüge, Gas­tro­no­mie­dienst­leis­tun­gen oder Woh­nungs­in­stand­hal­tung. Der starke Anstieg der Roh­stoff­preise deu­tet dar­auf hin, dass der Preis­druck auch in den kom­men­den Mona­ten hoch blei­ben dürfte. Vor die­sem Hin­ter­grund hebt das IHS nun die Infla­ti­ons­pro­gnose für heuer auf 2,6 Pro­zent an. Für 2022 wer­den dann im Jah­res­schnitt 2,3 Pro­zent erwartet. 

Die kräf­tige Kon­junk­tur­er­ho­lung hin­ter­lässt auch ihre Spu­ren am Arbeits­markt. Im Sep­tem­ber ist die Zahl der Arbeits­lo­sen auf das Vor­kri­sen­ni­veau gefal­len. Aus­ge­hend von 9,9 Pro­zent im Vor­jahr sollte die Arbeits­lo­sen­quote im lau­fen­den Jahr auf 8,1 Pro­zent sin­ken, so das IHS. Aber, Stich­wort etwa Fach­kräf­te­man­gel : „Trotz deut­lich ver­bes­ser­ter Aus­sich­ten sind wohl zusätz­li­che Maß­nah­men bei qua­li­fi­ka­to­ri­schen und regio­na­len Her­aus­for­de­run­gen not­wen­dig“, so das Resü­mee der IHS-Experten. 

Autor: red/czaak
11.10.2021

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