Zum Inhalt

Bak­te­rien-Detek­tor

Der Coli­Min­der eines Wie­ner Jung­un­ter­neh­men weist Darm­bak­te­rium rasend schnell nach und gewinnt damit einen Inno­va­ti­ons­preis in Abu Dhabi.

Das öster­rei­chi­sche Jung­un­ter­neh­men Vienna Water Moni­to­ring GmbH ist beim Inter­na­tio­nal Water Sum­mit in Abu Dhabi für eine Tech­no­lo­gie zur raschen Mes­sung der Bak­te­ri­en­be­las­tung von Was­ser als First Place Inno­va­tor im Indus­trial Water Sec­tor gekürt worden.
Esche­ri­chia coli (E. coli) ist ein Darm­bak­te­rium, das Krank­hei­ten her­vor­ru­fen kann. Daher muss dar­auf geach­tet wer­den, dass damit ver­schmutz­tes Was­ser nicht in Umlauf gerät. Mit den Mess­ge­rä­ten lässt sich die Kon­zen­tra­tion von E. coli-Bak­te­rien im Was­ser in 15 Minu­ten ana­ly­sie­ren. Bis­he­rige Labor­tests wür­den erst nach bis zu 72 Stun­den Ergeb­nisse liefern.

Kom­pakt
Das Wie­ner Tech­no­lo­gie-Start-up setzt bei der neuen Ana­ly­se­me­thode auf die Mes­sung des Bak­te­rien-Stoff­wech­sels von E. coli-Bak­te­rien. Dafür wird eine Was­ser­probe mit Sub­stan­zen ver­mischt, die nur von den Enzy­men der Bak­te­rien ver­ar­bei­tet wer­den kön­nen. So kann die Anzahl der im Was­ser vor­han­de­nen Bak­te­rien ermit­telt wer­den. Da die Enzym­ak­ti­vi­tät wis­sen­schaft­lich gut unter­sucht ist, lie­fert die Methode exakte Ergebnisse.
Auf Basis die­ses Prin­zips ent­wi­ckelte die Firma ein kom­pak­tes Mess­ge­rät mit einem Gewicht von ledig­lich 14 Kilo­gramm, den Coli­Min­der. Die Mes­sung erfolgt auto­ma­tisch und kann online ver­folgt wer­den. So kann rasch auf Ver­än­de­run­gen des Bak­te­ri­en­ge­halts reagiert wer­den. Das erhöht die Sicher­heit und spart Ressourcen.
Die Ein­satz­mög­lich­kei­ten des Coli­Min­der sind nach Anga­ben des Unter­neh­mens viel­fäl­tig. Die Mess­werte der mikro­bio­lo­gi­schen Was­ser­qua­li­tät kön­nen für Früh­warn­sys­teme oder zur Steue­rung der Trink­was­ser­auf­be­rei­tung­ver­wen­det werden. 

Autor: APA-Science/red/stem
08.03.2016

Weitere aktuelle Artikel

Stu­die der Karl Land­stei­ner Pri­vat­uni­ver­si­tät zeigt das bis dato uner­kannte Über­dau­ern von Darm­vi­ren in Was­ser­a­mö­ben. Die For­scher for­dern eine sofor­tige Neu­be­ur­tei­lung von Regeln und Unter­su­chun­gen zur Wassersicherheit. Wich­tige Aus­lö­ser vira­ler Magen-Darm-Erkran­kun­gen kön­nen über län­gere Zeit in frei­le­ben­den Amö­ben über­dau­ern, die in natür­li­chen und tech­ni­schen Was­ser­sys­te­men weit ver­brei­tet sind. Dies ist das Ergeb­nis einer Stu­die der […]
Die Che­mi­sche Indus­trie kämpft schon län­ger mit enor­men Belas­tun­gen. Nun sol­len wei­tere hin­zu­kom­men und gleich­zei­tig wer­den (nur) die­ser Bran­che Kom­pen­sa­tio­nen ver­wehrt. Eco­nomy hat das nach­fol­gende Schrei­ben von stand­ort-rele­van­ten Che­mie-Unter­neh­men an die Bun­des­re­gie­rung erreicht. Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis des offe­nen Brie­fes an die Öster­rei­chi­sche Bun­des­re­gie­rung eine kurze Erläu­te­rung der aktu­el­len Situa­tion : Auf Grund der bevor­ste­hen­den Ver­schär­fun­gen bei […]
Wie­ner Neu­stadt baut Rolle als euro­päi­sches Kom­pe­tenz­zen­trum für Sicher­heit aus. Geo­po­li­ti­sche Lage ver­deut­licht Not­wen­dig­keit einer unab­hän­gi­gen Sicher­heits­stra­te­gie. Land Nie­der­ös­ter­reich betont und unter­stützt Stand­ort mit inter­na­tio­na­ler Ausrichtung. Wie­ner Neu­stadt erwei­tert seine Bedeu­tung als euro­päi­sches Kom­pe­tenz­zen­trum für Sicher­heit. Dies pas­siert auch im Lichte neuer inter­na­tio­na­ler Ent­wick­lun­gen. Im Kon­text mit den aktu­el­len geo­po­li­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen setzt die EU einen […]
Neues Ver­fah­ren holt CO2 mit weni­ger Ener­gie aus der Luft. Anlage Aus­trian Pilot Unit 1 wird nun von Start-Ups DAClab (US) und DAC­worx (A) sowie von TU Wien weiterentwickelt.  Nicht weni­ger als ein Game­ch­an­ger für die CO2-Abschei­dung soll es Anga­ben zufolge wer­den : Der neu­ent­wi­ckelte Pro­to­typ in Größe eines Last­wa­gen­con­tai­ners holt pro Jahr 50 Ton­nen CO2 aus der […]
Nach­hal­tige Kreis­lauf­wirt­schaft und Alu­mi­ni­um­re­cy­cling über digi­tale Platt­form. Das von Leicht­me­tall­kom­pe­tenz­zen­trum Rans­ho­fen gelei­tete EU-Pro­jekt RecAL erhält ÖGUT-Aus­zeich­nung. CAN­COM Aus­tria ist Technologiepartner. Das vom LKR Leicht­me­tall­kom­pe­tenz­zen­trum Rans­ho­fen des Aus­trian Insti­tute of Tech­no­logy (AIT) gelei­tete euro­päi­sche For­schungs­pro­jekt RecAL (Recy­cling Tech­no­lo­gies For Cir­cu­lar ALu­mi­nium) wurde soeben mit dem ÖGUT-Umwelt­preis 2025 in der Kate­go­rie „Mit For­schung & Inno­va­tion zur Kreis­lauf­wirt­schaft“ aus­ge­zeich­net. „Die Öster­rei­chi­sche Gesell­schaft […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram