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Beding­tes Ver­trauen in Politik

Neue Stu­die zeigt gesell­schaft­lich bedingte starke Unter­schiede in der Bewer­tung von Poli­tik und Demo­kra­tie. Pri­märe Aus­gangs­ba­sis ist Ein­ord­nung und Eigen­sicht in der Gesell­schaft, so die aktu­elle Erhe­bung von Donau-Uni-Krems und Karl Fran­zens-Uni Graz im Rah­men des halb­jähr­lich aus­ge­wie­se­nen Demokratieradars.

Knapp zwei Drit­tel der Öster­rei­cher ver­trauen der Poli­tik zumin­dest etwas, gro­ßes Ver­trauen spre­chen ihr aktu­ell aber nur 14 Pro­zent aus. „Ver­trauen in die Poli­tik ist für die Sta­bi­li­tät der Demo­kra­tie zen­tral. Per­so­nen, die der Poli­tik nicht ver­trauen, betei­li­gen sich weni­ger, zwei­feln Wah­len eher an und stel­len die Demo­kra­tie grund­sätz­lich eher in Frage“, erläu­tert Kat­rin Pra­prot­nik, Poli­tik­wis­sen­schaft­le­rin von der Donau-Uni­ver­si­tät Krems. 

Große Unter­schiede
Die Unter­schiede sind dabei durch­aus groß : So stim­men Men­schen, die der Poli­tik ver­trauen, zu 60 Pro­zent sehr zu, dass die Demo­kra­tie die beste Regie­rungs­form sei und 31 Pro­zent stim­men dem eher zu. Unter jenen, die der Poli­tik kaum oder nicht ver­trauen, sind es im Ver­gleich nur 43 Pro­zent. 37 Pro­zent stim­men eher zu.
Das Ver­trauen fällt zwi­schen ver­schie­de­nen Grup­pen unter­schied­lich aus : „Men­schen, die das Gefühl haben, es in der Gesell­schaft immer schwe­rer zu haben, ver­trauen auch der Poli­tik weni­ger“, ergänzt Flooh Per­lot, Poli­tik­ex­perte der Gra­zer Karl-Fran­zens-Uni­ver­si­tät. Gene­rell nimmt das Ver­trauen mit dem Alter zu und je mehr sich jemand mit Poli­tik beschäf­tigt, desto eher ist er oder sie bereit, ihr auch zu vertrauen.
Das Demo­kra­tie­ra­dar ist eine neue halb­jähr­li­che Stu­die der Donau-Uni­ver­si­tät Krems und der Karl-Fran­zens-Uni­ver­si­tät Graz. Sie basiert auf einer Umfrage unter rund 4.500 Per­so­nen in Öster­reich. Das Demo­kra­tie­ra­dar ist Teil des Aus­trian Demo­cracy Lab (ADL), das seit Anfang 2018 den Zustand der Demo­kra­tie in Öster­reich ana­ly­siert und Vor­schläge zu ihrer Wei­ter­ent­wick­lung aus­ar­bei­tet. Details zur Stu­die unter https://www.donau-uni.ac.at/de/aktuell/presse/archiv/27113/index.php

Autor: red/mc
21.09.2018

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