
Berufliche Kompetenzen erweitern
Josef Herget : „Durch die Aneignung dieser verschiedenen Qualifikationen entwickeln unsere Teilnehmer individuelle Kompetenzprofile, wie sie für Unternehmen im modernen Kommunikationszeitalter immer wichtiger werden“, erklärt der Leiter des Zentrums für Wissens- und Informationsmanagement an der Donau-Universität.
economy : Welche Zusatzausbildung beziehungsweise Fähigkeiten vermittelt das Zentrum für Wissens- und Informationsmanagement ?
Josef Herget : Wir verknüpfen eine Reihe von neuartigen Kompetenzen zu einem thematisch einmaligen, innovativen Portfolio, das es im deutschsprachigen Raum so noch nicht gibt. Wir integrieren bislang eher isolierte Disziplinen wie Wissen, Innovation, Prozesse, Risiko und Change zu neuen Berufsprofilen. Durch die Aneignung dieser verschiedenen Qualifikationen entwickeln unsere Teilnehmer individuelle Kompetenzprofile, wie sie für Unternehmen im Informations- und Wissenszeitalter immer wichtiger werden.
Wen sprechen Sie mit Ihren postgradualen Lehrgängen an ?
Unsere Teilnehmer unterscheiden sich sehr von den Studenten einer klassischen Uni ; sie sind berufstätig und kommen aus den unterschiedlichsten Branchen. Das schafft natürlich wertvolle Netzwerke. Wir sprechen vor allem aber (Nachwuchs-)Führungskräfte an, die zwischen 30 und 50 Jahre alt sind. Sie kommen zu uns, weil sie ihre beruflichen Kompetenzen erweitern wollen, um den nächsten Karrieresprung machen zu können.
Wie läuft das dann in der Praxis organisatorisch ab ?
Wir bieten ein sehr flexibles Portfolio aus mehrsemestrigen Master-Lehrgängen an, die die Employability, also den individuellen Wert auf dem Arbeitsmarkt, stärken sollen. Dabei gehen wir davon aus, dass unsere Studierenden selbst am besten wissen, was sie brauchen, und über Wahlfächer ihr Wissen so vertiefen, dass sie ihre beruflichen und persönlichen Kenntnisse und Fähigkeiten zu einem einzigartigen Kompetenzprofil ausbauen. Unser sowohl fachlich als auch zeitlich flexibles Konzept ermöglicht es hervorragend, Beruf und Studium zu vereinbaren.
Und wie läuft das didaktisch ?
Wir geben den Teilnehmern schon vorab Material für E‑Learning oder als Video an die Hand, damit wir die wenigen geblockten Präsenzphasen effizienter nutzen können. Unser Blended-Learning-Konzept beinhaltet auch Case Studies und Living Cases, die unsere Teilnehmer aus ihrem Berufsalltag einbringen. Wir arbeiten außerdem sehr stark mit Peer-Learning, also dem Erfahrungsaustausch in der Gruppe.
Wer sind Ihre Vortragenden ?
Neben hoch qualifizierten wissenschaftlichen Vortragenden stammt ein großer Teil unserer Dozenten direkt aus der Praxis, das sind Leute, die selbst tagtäglich mit den Themen konfrontiert sind, über die sie referieren. Alle Vortragenden sind zudem anerkannte, wissenschaftlich ausgewiesene Experten. Unsere Studierenden müssen die Theorie immer auch unmittelbar in die Praxis übertragen können, sie wenden das Gelernte auf eigene betriebliche Aufgabenstellungen an ; damit werden der Kompetenzzugewinn sofort nachhaltig verankert und Synergien geschaffen.
Was sind die aktuellen Themen ?
Branchenübergreifendes Denken alleine reicht nicht mehr aus, in der internationalisierten Wirtschaft wird zunehmend auch ein Verständnis, das über den eigenen Kulturkreis hinausreicht, gefordert. Es geht uns also darum, unsere neuen Lehrgänge, die das Risk Management, Projektmanagement, Lean Operations Management und Informations- und Kommunikationsmanagement behandeln, mit dem Aspekt der Interkulturalität als Erfolgsfaktor zu verbinden.
INFO
• Details. Informationen zu allen Master-Lehrgängen und Seminaren des Zentrums für Wissens- und Informationsmanagement sind unter www.donau-uni.ac.at/wim abrufbar. Kontakt : Michaela Kreissl, Department Wissens- und Kommunikationsmanagement, Donau-Universität Krems, Tel.: 02732÷893−2331 oder michaela.kreissl@donau-uni.ac.at