Zum Inhalt
Donnerstag, 15.01.2026 | 11:53
© Pexels.com/cottonbro

Beson­dere Exzel­lenz in der Forschung

„Well done TU-Vienna.“ Die Wie­ner Uni­ver­si­tät erhält als erste Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Öster­reichs die EU-Aus­zeich­nung “HR Excel­lence in Rese­arch”. Trans­pa­rente Ein­stel­lungs- und Bewer­tungs­ver­fah­ren für For­schende als Haupt­grund für die begehrte EU-Prämierung. 

Die Aus­zeich­nung „HR Excel­lence in Rese­arch“ wird von der Euro­päi­schen Kom­mis­sion im Rah­men der EURA­XESS-Initia­tive jenen For­schungs­or­ga­ni­sa­tio­nen ver­lie­hen, die anhand einer „kla­ren Stra­te­gie die Umset­zung der Euro­päi­schen Charta für For­sche­rIn­nen und des Ver­hal­tens­ko­dex für die Ein­stel­lung von For­sche­rIn­nen verfolgen.“

Die Exper­ten der EU-Kom­mis­sion för­dern damit faire und trans­pa­rente Ein­stel­lungs- und Bewer­tungs­ver­fah­ren für For­sche­rin­nen und For­scher. Jetzt kann sich auch die Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Wien als erste Tech-Uni Öster­reichs über diese hoch­ka­rä­tige Aus­zeich­nung freuen – diese wurde bis­her nur sie­ben For­schungs­or­ga­ni­sa­tio­nen ver­lie­hen, dar­un­ter drei Universitäten.

24 Human-Res­source-Maß­nah­men in zwei Jahren
Die 40 Punkte umfas­sende Charta und des Code of Con­duct wur­den von einer TU-Arbeits­gruppe aus Per­so­nal­ent­wick­lungs­exper­ten und For­schungs­ma­na­gern mit bestehen­den TU-Richt­li­nien und Geset­zen ver­gli­chen. Gleich­zei­tig wurde in zahl­rei­chen Work­shops von For­schen­den aller Hier­ar­chie­ebe­nen Feed­back über den Bekannt­heits­grad vor­han­de­ner TU-Infor­ma­ti­ons­ka­näle eingeholt. 

Um her­aus­zu­fin­den, wo zusätz­li­che Maß­nah­men benö­tigt wer­den, um die Anfor­de­run­gen der EU zu erfül­len, wurde auch eine umfang­rei­che Inter­view­serie mit Pro­fes­so­ren umge­setzt. Gemein­sam mit dem Rek­to­rat defi­nierte das Pro­jekt­team dann anhand die­ser Rück­mel­dun­gen 24 Maß­nah­men, die nun innert der nächs­ten 24 Monate an der TU-Wien imple­men­tiert und sodann von soge­nann­ten EU-Asses­so­rIn­nen über­prüft werden. 

Die attra­hier­ten Wis­sen­schaft­ler der TU-Wien
„Unsere lang­jäh­ri­gen und kon­ti­nu­ier­li­chen Vor­be­rei­tungs­ar­bei­ten wer­den bestä­tigt. Ein Groß­teil der HR-Maß­nah­men, die uns die Aus­zeich­nung ein­ge­bracht haben, sind dem bestehen­den Rek­to­rat zuzu­rech­nen. Wir kön­nen exzel­lente For­sche­rin­nen und For­scher an die TU Wien holen und ihnen hohe Qua­li­tät und Pro­fes­sio­na­li­tät im Arbeits­um­feld bie­ten“, so Anna Stei­ger, Vize­rek­to­rin für Per­so­nal und Gen­der der TU-Wien.

„Neben exzel­len­ter For­schung müs­sen die attra­hier­ten Wissenschaftler_​innen auch die best­mög­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen für Bewer­bung, Aus­wahl und For­schungs­auf­ent­halt vor­fin­den“, ergänzt Johan­nes Fröh­lich als Vize­rek­tor für For­schung und Inno­va­tion. „Mit dem neuen ‚HR Excel­lence in Rese­arch‘ wird die TU Wien neben den Marie Skło­dowska-Curie Maß­nah­men für inter­na­tio­nale Mobi­li­tät nun­mehr noch attrak­ti­ver für PhD und inter­na­tio­nale Post-Doc­Pro­gramme“, unter­streicht Fröhlich.

Charta und Code der EU
2005 ver­ab­schie­dete die Euro­päi­sche Kom­mis­sion die “Euro­päi­sche Charta für For­sche­rIn­nen”, einen Kata­log all­ge­mei­ner Grund­sätze und Anfor­de­run­gen, der Rol­len, Zustän­dig­kei­ten und Ansprü­che von For­sche­rIn­nen wie auch von Arbeit­ge­bern oder För­de­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen fest­legt. Die TU-Wien ver­pflich­tete sich die­ser Charta bereits im Jahr 2010. 

Nicht zuletzt, um eine gezielte Per­so­nal­stra­te­gie ein­zu­lei­ten bewarb sich die TU-Wien 2019 für das EU-Pro­jekt „HRS4R“. In der nun­meh­ri­gen Ent­schei­dungs­be­grün­dung der EU-Kom­mis­sion wird denn auch die pro­fes­sio­nelle Pro­jekt­ar­beit beson­ders her­vor­ge­ho­ben : „Excel­lent appli­ca­tion over­all. Good cohe­rence bet­ween the gap ana­ly­sis and the action plan. Cle­arly a lot of thought and work went into this appli­ca­tion.” Und : “Well done and wel­come to the EC HR Excel­lence in Rese­arch family.”

Autor: red/mich/cc
19.10.2020

Weitere aktuelle Artikel

Stu­die der Karl Land­stei­ner Pri­vat­uni­ver­si­tät zeigt das bis dato uner­kannte Über­dau­ern von Darm­vi­ren in Was­ser­a­mö­ben. Die For­scher for­dern eine sofor­tige Neu­be­ur­tei­lung von Regeln und Unter­su­chun­gen zur Wassersicherheit. Wich­tige Aus­lö­ser vira­ler Magen-Darm-Erkran­kun­gen kön­nen über län­gere Zeit in frei­le­ben­den Amö­ben über­dau­ern, die in natür­li­chen und tech­ni­schen Was­ser­sys­te­men weit ver­brei­tet sind. Dies ist das Ergeb­nis einer Stu­die der […]
Die Che­mi­sche Indus­trie kämpft schon län­ger mit enor­men Belas­tun­gen. Nun sol­len wei­tere hin­zu­kom­men und gleich­zei­tig wer­den (nur) die­ser Bran­che Kom­pen­sa­tio­nen ver­wehrt. Eco­nomy hat das nach­fol­gende Schrei­ben von stand­ort-rele­van­ten Che­mie-Unter­neh­men an die Bun­des­re­gie­rung erreicht. Zum bes­se­ren Ver­ständ­nis des offe­nen Brie­fes an die Öster­rei­chi­sche Bun­des­re­gie­rung eine kurze Erläu­te­rung der aktu­el­len Situa­tion : Auf Grund der bevor­ste­hen­den Ver­schär­fun­gen bei […]
Wie­ner Neu­stadt baut Rolle als euro­päi­sches Kom­pe­tenz­zen­trum für Sicher­heit aus. Geo­po­li­ti­sche Lage ver­deut­licht Not­wen­dig­keit einer unab­hän­gi­gen Sicher­heits­stra­te­gie. Land Nie­der­ös­ter­reich betont und unter­stützt Stand­ort mit inter­na­tio­na­ler Ausrichtung. Wie­ner Neu­stadt erwei­tert seine Bedeu­tung als euro­päi­sches Kom­pe­tenz­zen­trum für Sicher­heit. Dies pas­siert auch im Lichte neuer inter­na­tio­na­ler Ent­wick­lun­gen. Im Kon­text mit den aktu­el­len geo­po­li­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen setzt die EU einen […]
Neues Ver­fah­ren holt CO2 mit weni­ger Ener­gie aus der Luft. Anlage Aus­trian Pilot Unit 1 wird nun von Start-Ups DAClab (US) und DAC­worx (A) sowie von TU Wien weiterentwickelt.  Nicht weni­ger als ein Game­ch­an­ger für die CO2-Abschei­dung soll es Anga­ben zufolge wer­den : Der neu­ent­wi­ckelte Pro­to­typ in Größe eines Last­wa­gen­con­tai­ners holt pro Jahr 50 Ton­nen CO2 aus der […]
Nach­hal­tige Kreis­lauf­wirt­schaft und Alu­mi­ni­um­re­cy­cling über digi­tale Platt­form. Das von Leicht­me­tall­kom­pe­tenz­zen­trum Rans­ho­fen gelei­tete EU-Pro­jekt RecAL erhält ÖGUT-Aus­zeich­nung. CAN­COM Aus­tria ist Technologiepartner. Das vom LKR Leicht­me­tall­kom­pe­tenz­zen­trum Rans­ho­fen des Aus­trian Insti­tute of Tech­no­logy (AIT) gelei­tete euro­päi­sche For­schungs­pro­jekt RecAL (Recy­cling Tech­no­lo­gies For Cir­cu­lar ALu­mi­nium) wurde soeben mit dem ÖGUT-Umwelt­preis 2025 in der Kate­go­rie „Mit For­schung & Inno­va­tion zur Kreis­lauf­wirt­schaft“ aus­ge­zeich­net. „Die Öster­rei­chi­sche Gesell­schaft […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram