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Betriebs­füh­rung in Echtzeit

Die Gene­rie­rung von kon­kre­ter Wert­schöp­fung durch die digi­tale Ver­net­zung ver­schie­de­ner Abtei­lun­gen spielt aktu­ell in jedem Unter­neh­men eine wesent­li­che Rolle. Im zen­tra­len Fokus steht dabei das Daten­ma­nage­ment und die ziel­ge­naue Nut­zung rele­van­ter Erkenntnisse. 

Daten und ihre struk­tu­rierte Ana­lyse und Nut­zung sind das zen­trale Ele­ment aller betrieb­li­chen IT-Struk­tu­ren und ‑Ser­vices. Als über­grei­fende Spange oder durch­drin­gende Quer­schnitts­ma­te­rie betref­fen sie alle inter­nen und exter­nen Berei­che eines Unter­neh­mens und das gilt beson­ders für Berei­che wie Indus­trie 4.0 und IoT. Hier sol­len Pro­zesse mit Echt­zeit­da­ten aus der Pro­duk­tion, von Lie­fe­ran­ten wie Kun­den oder auch von sen­sor­be­stück­ten Maschi­nen auto­ma­ti­siert und mög­lichst intel­li­gent gesteu­ert werden.

Elec­tro Ter­mi­nal lagert alle SAP-Sys­teme an T‑Systems aus
Das Inns­bru­cker Unter­neh­men Elec­tro Ter­mi­nal ent­wi­ckelt und ver­treibt elek­tro­me­cha­ni­sche Ver­bin­dungs­ele­mente und Sys­tem­kom­po­nen­ten an inter­na­tio­nale Kun­den im Bereich Beleuch­tungs- und Haus­halts­ge­rä­te­indus­trie sowie Instal­la­ti­ons­tech­nik. Als klas­si­scher Anwen­der von SAP-Betriebs­sys­te­men wie ERP (Enter­prise Resource Plan­ning) befasste sich das Unter­neh­men ver­gleichs­weise früh mit dem Thema Digi­ta­li­sie­rung aus betriebs­öko­no­mi­scher Sicht und lagerte bereits 2014 alle SAP-Sys­teme in das Wie­ner Rechen­zen­trum von T‑Systems aus.
Aktu­ell erfolgte nun die nächste Aus­bau­stufe mit dem Wech­sel auf die aktu­elle Ver­sion von SAP-HANA, der eben­falls von T‑Systems durch­ge­führt wurde. HANA (High Per­for­mance Ana­ly­tic Appli­ance) ist eine Hoch­leis­tungs­ana­ly­se­an­wen­dung, die im Kern aus einer spe­zi­el­len Daten­bank und der soge­nann­ten „In-Memory-Tech­no­lo­gie“ besteht. Im Ver­gleich zu bis­he­ri­gen Sys­te­men wer­den dabei Daten zur Ana­lyse oder Ver­ar­bei­tung nicht von der Fest­platte in den Arbeits­spei­cher kopiert, son­dern voll­stän­dig dort gehal­ten. Dies ermög­licht die Durch­füh­rung von trans­ak­tio­na­len und ana­ly­ti­schen Pro­ze­du­ren im sel­ben Sys­tem und die Ver­ar­bei­tung und Ana­lyse auch sehr gro­ßer Daten­men­gen (engl. Big Data) in Echtzeit.

Von der Buch­hal­tung bis zur intel­li­gen­ten Wartung
Die Migra­tion bei Elec­tro Ter­mi­nal betraf die Berei­che Buch­hal­tung und Con­trol­ling, Mate­ri­al­ma­nage­ment, Ver­kauf und Pro­duk­ti­ons­pla­nung sowie das Busi­ness-Warehouse. Im nächs­ten Schritt ist die Imple­men­tie­rung von CRM-Funk­tio­na­li­tä­ten geplant und ein soge­nann­tes Basic Cash Manage­ment. Die intel­li­gente War­tung- und Pro­gnose für Anla­gen (engl. Pre­dic­tive Main­ten­ance) ist bei Bedarf eben­falls im digi­ta­len Kern von HANA enthalten.
„Mit­ent­schei­dend für den Wech­sel war auch die neue Benut­zer­ober­flä­che „Fiori“, die neben mobi­len Ein­satz­mög­lich­kei­ten in der Pro­duk­tion auch inter­ak­tive Über­sichts­sei­ten beinhal­ten, wo der Anwen­der jeweils seine Auf­ga­ben direkt erle­di­gen kann und das inklu­diert auch jeweils aktu­elle Mate­ri­al­be­darfs­ana­ly­sen für die Pro­duk­ti­ons­pla­nung“, so Robert Fiala, Solu­tion Sales Mana­ger und Pro­jekt­lei­ter, T‑Systems. Mit ein Grund für die Migra­tion ist auch die SAP-Pla­nung ab 2025 die War­tung aller alten ERP bzw. ECC-Sys­teme einzustellen.

Autor: red/czaak
12.06.2018

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