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© Andreas Rudas (RTR), David Ungar-Klein (Future Business Austria), Norbert Hofer (BM für Verkehr, Innovation & Technologie), Sebastian Kummer (WU-Wien); v.l.n.r. CreateConnections

Bil­dung und Breit­band und Mobi­li­tät und Energie

Future Busi­ness Aus­tria Initia­tive von David Unger-Klein publi­ziert aktu­el­len Infra­struk­tur­re­port. Gemein­same Trans­for­ma­tion der Berei­che Digi­ta­li­sie­rung, Mobi­li­tät und Ener­gie als Hand­lungs­emp­feh­lung an Poli­tik. 10 Mrd. Invest in Breit­band kön­nen etwa 57 Mrd. an Wert­schöp­fung und plus 15 Pro­zent beim öster­rei­chi­schen BIP erge­ben, so die Experten. 

Am Mon­tag, den 12. Novem­ber wurde der dies­jäh­rige Öster­rei­chi­sche Infra­struk­tur­re­port mit aktu­el­len Emp­feh­lun­gen für die öster­rei­chi­sche Infra­struk­tur­po­li­tik prä­sen­tiert. Der knapp 200 starke Report wird jähr­lich durch die Platt­form Future Busi­ness Aus­tria (FBA) erstellt und von zahl­rei­chen wis­sen­schaft­li­chen Exper­ten begleitet.
„Öster­reichs Mana­ger mes­sen dem Aus­bau der Infra­struk­tur­be­rei­che IT, Tele­kom und Ener­gie bereits mehr Bedeu­tung für die Wett­be­werbs­fä­hig­keit unse­res Lan­des bei, als dem Aus­bau des Stra­ßen- und Schie­nen­net­zes“, erläu­terte David Ungar-Klein, Initia­tor des FBA und Autor des Reports bei der Prä­sen­ta­tion in der Wie­ner Albert Hall. 

Hand­lungs­emp­feh­lun­gen an Politik
Bei­spiels­weise könn­ten neue digi­tale Anwen­dun­gen Öster­reichs BIP pro Jahr um 15,5 Pro­zent stei­gern und damit wäre gemes­sen am BIP des Jah­res 2017 eine zusätz­li­che Wert­schöp­fung von jähr­lich 57 Mrd. Euro mög­lich. Par­al­lel wer­den in Öster­reich die Kos­ten für den flä­chen­de­cken­den Breit­band- und 5G-Aus­bau auf 10 Mrd. geschätzt. „Es gibt wahr­schein­lich in kei­nem staat­li­chen Bereich bes­ser inves­tierte Mit­tel als in Breit­band­aus­bau und 5G“, betont Sebas­tian Kum­mer, Pro­fes­sor an der Wie­ner Wirtschaftsuniversität.
„Mit dem Infra­struk­tur­re­port 2019 erhält das BM für Ver­kehr, Inno­va­tion und Tech­no­lo­gie (BMVIT) wert­volle Unter­stüt­zung zur Umset­zung sei­ner infra­struk­tur­po­li­ti­schen Schwer­punkte. Gerade das Zusam­men­wir­ken von Digi­ta­li­sie­rung, Mobi­li­tät und Ener­gie­tech­no­lo­gien ist eine wich­tige Grund­lage für die erfolg­rei­che Trans­for­ma­tion der öster­rei­chi­schen Infra­struk­tur“, so Bun­des­mi­nis­ter Nor­bert Hofer. 
Aus­bau des 5G-Mobilfunkstandards
 
Als wich­tigste Vor­aus­set­zung für die Wett­be­werbs­fä­hig­keit Öster­reichs wer­den gut aus­ge­bil­dete Mit­ar­bei­ter (68 Pro­zent) und eine gute Infra­struk­tur (61 Pro­zent) ange­se­hen, so eine aktu­elle Report-Umfrage unter 240 Mana­gern gro­ßer öster­rei­chi­scher Unter­neh­men. Bei der Infra­struk­tur selbst wer­den die Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gie (91 Pro­zent), die Tele­kom­mu­ni­ka­tion (86) und die Ener­gie (86 Pro­zent) als wich­tigste Fak­to­ren für die Wett­be­werbs­fä­hig­keit genannt.
Im Anschluß fol­gen Schiene (80), Luft­fahrt (77), Straße (74) und Schiff­fahrt (43 Pro­zent). Bei prio­ri­tä­ren Infra­struk­tur­aus­bau­pro­jek­ten führt mit Abstand der Aus­bau neuer Tech­no­lo­gien für Ener­gie­ef­fi­zi­enz (73) vor der Siche­rung gegen Cyber- und Ter­ror­an­griffe (58) und dem Aus­bau des 5G-Mobil­funk­stan­dards (50 Prozent).
Ergeb­nisse der Bundesländer 
Auch abge­fragt im Rah­men des aktu­el­len Reports wurde die Zufrie­den­heit mit dem Infra­struk­tur­aus­bau in den Bun­des­län­dern. Ober­ös­ter­reich ist dabei gemein­sam mit Wien Spit­zen­rei­ter (je 38 Pro­zent). Schluss­lich­ter sind das Bur­gen­land (15) und Kärn­ten (13 ).
Die FBA-Befra­gung erhob zudem die Zufrie­den­heit mit den Inno­va­ti­ons­för­de­run­gen auf Lan­des­ebene. Dabei lie­gen eben­falls Wien und Ober­ös­ter­reich mit je 14 Pro­zent klar auf Platz eins. Dahin­ter fol­gen Nie­der­ös­ter­reich (7) und die Stei­er­mark (3), Schluss­lich­ter sind Salz­burg und Vor­arl­berg (jeweils 1 Pro­zent) sowie Kärn­ten (0).
Ener­gie und Verkehr
Bezo­gen auf den Ener­gie­be­reich for­dern die Stu­di­en­au­toren unter ande­rem die Stei­ge­rung der Ener­gie­ef­fi­zi­enz im Wohn- und im Gewer­be­im­mo­bi­li­en­be­reich. Not­wen­dig seien auch der Zusam­men­schluss der inner­ös­ter­rei­chi­schen Gas­netze, die For­cie­rung von Pas­siv- und Nied­rig­ener­gie­häu­sern sowie die Ver­voll­stän­di­gung des über­re­gio­na­len 380-Kilo­volt-Net­zes auf­grund des stei­gen­den Strom­be­darfs und infolge des Windkraftausbaus.
 
Im Bereich öffent­li­cher Ver­kehr for­dern die Exper­ten ein har­mo­ni­sier­tes Ange­bot im länd­li­chen Raum und attrak­tive Ver­bin­dun­gen zu den regio­na­len Ver­kehrs­kno­ten inklu­sive Ange­bote für den soge­nann­ten letz­ten Kilo­me­ter. Öster­reich brau­che zudem ein ein­heit­li­ches E‑Ticketing bzw. Öster­reich-Ticket (inte­grier­tes Ticket für alle Unter­neh­men und Verbünde).
ÖBB größ­ter Kli­ma­schüt­zer des Landes
„Eine Mobil­card soll künf­tig alle Moda­li­tä­ten des Ver­kehrs auf­zeich­nen und ver­rech­nen“, so David Ungar-Klein. Zudem soll­ten Park-and-Ride-Anla­gen mit moder­nen Nut­zungs­lö­sun­gen aus­ge­stat­tet wer­den, um für die Kun­den durch rasche und ziel­ge­rich­tete Infor­ma­tio­nen sowie bar­geld­lose Abrech­nungs­ser­vices den Umstieg von der Straße auf die Schiene zu optimieren.
„Der Infra­struk­tur­re­port 2019 beweist, dass wir mehr Bahn in Öster­reich brau­chen. Mit den aktu­el­len Inves­ti­tio­nen von 13,9 Mrd. Euro bis 2023 sind wir auf dem rich­ti­gen Weg“, so Andreas Mat­thä, Gene­ral­di­rek­tor der ÖBB. „Wir arbei­ten mit Hoch­druck das Ange­bot auf der Schiene für Fahr­gäste wie Güter­ver­kehr zu ver­bes­sern. Das Schöne dabei : Jeder Meter Bahn nützt zudem unse­rer Umwelt. Schon heute spa­ren wir jähr­lich 3,5 Mio. Ton­nen CO2 ein und sind damit der größte Kli­ma­schüt­zer des Lan­des“, betont Matthä.
Kom­pe­tenz­zen­trum für Droh­nen und der Ver­kehrs­weg Donau
Im Bereich Luft­fahrt wird der Aus­bau des Flug­ha­fen Wiens als inter­na­tio­na­les Dreh­kreuz gefor­dert, dazu soll die Kapa­zi­tä­ten der Regio­nal­flug­hä­fen erhöht und die Anbin­dung an die Bahn ver­bes­sert wer­den. Par­al­lel nötig seien die Abschaf­fung von Flug­ab­ga­ben und ande­rer wett­be­werbs­hem­men­der Auf­la­gen und Einschränkungen.
Als große Chance sehen die Report-Stu­di­en­au­toren die Ent­wick­lung der unbe­mann­ten Luft­fahrt (Droh­nen) und deren Inte­gra­tion in die bestehende Luft­raum­struk­tur. Öster­reich solle auf Basis kla­rer Regu­lie­rung zum Kom­pe­tenz­zen­trum für Droh­nen wer­den. Im Bereich Schiff­fahrt for­dert die unab­hän­gige Initia­tive die Poten­ziale der Donau als öko­no­misch und öko­lo­gisch sinn­vol­len Ver­kehrs­weg zu nut­zen. Wich­tig sei etwa eine ange­mes­sene Was­ser­stra­ßen­er­hal­tung und ‑ver­wal­tung und das betreffe pri­mär Anrai­n­er­stat­ten wie Deutsch­land und Ungarn.

hello world!
Autor: red/czaak
12.11.2018

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