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Bio­di­ver­si­tät ver­bin­det Wis­sen­schaft und Gesellschaft

Donau-Uni­ver­si­tät Krems (DUK) star­tet Pro­jekt im Bereich Bio­di­ver­si­tät als Basis für neues Netz­werk aus For­schung, Wirt­schaft und Insti­tu­tio­nen. Ver­stärk­ter Wis­sens­trans­fer und neues Daten­zen­trum als erste ope­ra­tive Schwerpunkte.

Der am Depart­ment für Wis­sens- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ma­nage­ment an der DUK ange­sie­delte neue Bio­di­ver­si­täts-Hub dient ab sofort als zen­trale Koor­di­na­ti­ons­stelle zum Auf­bau eines fun­dier­ten Bio­di­ver­si­täts-Netz­wer­kes mit Stake­hol­dern aus For­schung, Wirt­schaft, Ver­wal­tung und dem NGO-Bereich. Bei der aktu­el­len Kick-off-Ver­an­stal­tung wurde zudem der erste ope­ra­tive Schwer­punkt in Form eines Daten­zen­trums für Bio­di­ver­si­täts­da­ten vorgestellt.
Über den Bio­di­ver­si­täts-Hub agiert die Donau-Uni­ver­si­tät Krems künf­tig als Koor­di­na­ti­ons­stelle eines öster­reich­wei­ten Netz­wer­kes zu die­sem wich­ti­gen Quer­schnitts­thema. „Ziel ist ins­be­son­dere, die bestehen­den Insti­tu­tio­nen und Exper­ti­sen stär­ker zu ver­net­zen“, so Andrea Höltl, Pro­jekt­lei­te­rin. „Dabei bin­den wir Wis­sen­schaf­ter ein, aber ins­be­son­dere auch Stake­hol­der aus Wirt­schaft, Poli­tik und Zivil­ge­sell­schaft, um einen trans­dis­zi­pli­nä­ren Wis­sens­aus­tausch zu ermög­li­chen.“ Dar­über hin­aus sol­len Ergeb­nisse von For­schun­gen im Bereich Bio­di­ver­si­tät ver­stärkt sicht­bar und ver­füg­bar gemacht werden.
Wich­tig sei es auch, über eine eigene Daten­bank die ver­schie­de­nen Exper­ti­sen dar­zu­stel­len und damit soll auch sicht­bar wer­den, wo es wei­te­ren For­schungs­be­darf gibt. Der vom Land Nie­der­ös­ter­reich geför­derte Bio­di­ver­si­täts-Hub dient als Initia­tor und Kata­ly­sa­tor, um die Ziele des The­men­felds „Öko­sys­teme und Öko­sys­tem­dienst­leis­tun­gen“ des nie­der­ös­ter­rei­chi­schen FTI-Pro­gram­mes umzu­set­zen. „Ins­ge­samt geht es darum, die Bio­di­ver­si­tät in Öster­reich zu stär­ken und deren Wert in unse­rem Bewusst­sein zu ver­an­kern, um nach­hal­tige Nut­zungs­for­men von Öko­sys­te­men und deren Dienst­leis­tun­gen zu gewähr­leis­ten“, erläu­tert Gerald Stei­ner, Lei­ter des Depart­ments für Wis­sens- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ma­nage­ment an der Donau-Uni. 

Bio­di­ver­si­täts-Daten begreif­bar machen
Im Rah­men des Pro­jek­tes wird auch ein zen­tra­les Daten­ma­nage­ment – die Bio­di­ver­si­täts­da­ten­bank – auf­ge­baut. Ziel ist es, the­men­spe­zi­fi­sche Daten aus ver­schie­de­nen Quel­len an einem zen­tra­len Ort zu bün­deln und dadurch für viele ver­schie­dene Nut­zer­grup­pen zugäng­lich zu machen. In einem ers­ten Schritt wird der inhalt­li­che Fokus auf Nie­der­ös­ter­reich und Wien liegen.
Inklu­diert wer­den etwa Daten zum Vor­kom­men von Arten, Habi­ta­ten und Land­nut­zungs­for­men sowie auch deren Gefähr­dungs- und Schutz­sta­tus. Den Nut­zern soll es über die­ses Daten­zen­trum mög­lich sein, ver­schie­denste Fra­gen zur Bio­di­ver­si­tät zu beant­wor­ten, wie zum Bei­spiel : Wel­che Fische kom­men im Fluss, der durch meine Stadt fließt, vor ? Wie hat sich das über die Jahre ver­än­dert?, oder : Wel­che inva­si­ven Arten wie z.B. die Robi­nie gibt es in mei­nem Bezirk ?
Am Kick-off-Mee­ting nah­men zen­trale Akteure des Bereichs Bio­di­ver­si­tät teil, unter ande­rem von der Wie­ner BOKU, Uni Wien, der Vete­ri­när­me­di­zi­ni­schen Uni­ver­si­tät und von For­schungs­ein­rich­tun­gen wie dem BFW, der Öster­rei­chi­schen Vogel­warte oder dem Was­ser­Clus­ter Lunz sowie von wich­ti­gen Samm­lun­gen wie dem Natur­his­to­ri­schen Museum und dem Haus der Natur NÖ. Neben Insti­tu­tio­nen wie Natur­schutz­amt des Lan­des NOe, Agrar­be­hörde NOe oder Umwelt­bun­des­amt, brach­ten sich auch Initia­ti­ven wie ABOL, Bird­life, eNu, die Öster­rei­chi­sche Myko­lo­gi­sche Gesell­schaft und WWF sowie das Schutz­ge­biet Natio­nal­park Tha­ya­tal und der Bio­sphä­ren­park Wie­ner­wald ein.

Autor: red/cc
08.03.2018

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