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Blue Ray-Medi­zin als Innovation

Ein Wie­ner Neu­städ­ter Start-Up spürt sel­tene Bio­mar­ker im Blut auf.

Eine neu­ar­tige Mess­me­thode für Bio­mar­ker im Blut, die bis­her von her­kömm­li­chen Mes­sun­gen nicht erfasst wer­den konn­ten, hat das Start-Up-Unter­neh­men Fia­no­stics GmbH in Wie­ner Neu­stadt ent­wi­ckelt. „Wir haben mit einer Methode aus der Unter­hal­tungs­elek­tro­nik die Leucht­kraft der Nach­weis­me­thode (Fluo­res­zenz) die­ser Bio­mar­ker erhöht, um sie mess­bar zu machen“, erklärt Geschäfts­füh­rer Ger­hard Hawa.

„Die Ent­wick­lung fand in Koope­ra­tion mit Sony DADC Bio­Sci­en­ces statt, denn die Grund­tech­no­lo­gie stammt aus der Blue Ray-Erzeu­gung“, erklärt Hawa. „Es wer­den Metall­na­no­par­ti­kel auf Plas­tik zum Ein­satz gebracht, die dann jene Bio­mar­ker, die im Blut in sehr gerin­ger Kon­zen­tra­tion ent­hal­ten sind, leuch­ten las­sen und mit der erhöh­ten Mess­emp­find­lich­keit erfasst wer­den können.“ 

Welt­weite Kunden
Kun­den sind in der For­schung welt­weit tätige Medi­zi­ner, die auf die­sem Wege unter­schied­li­che Bio­mar­ker erfas­sen kön­nen, die auf gewis­sen Krank­hei­ten und Stö­run­gen hin­deu­ten. Wich­tig ist es Hawa, dass mit sei­ner Erfin­dung keine neuen Mess­ge­räte ange­schafft wer­den müs­sen, son­dern nur ein Set mit der Tech­no­lo­gie und der ent­spre­chen­den che­mi­schen Sub­stanz für den jewei­li­gen Marker.
Der­zeit liegt der Schwer­punkt auf Kno­chen­stoff­wech­sel mit Osteo­po­rose und Arthri­tis, der in den kom­men­den Jah­ren um neu­ro­de­ge­nera­tive Erkran­kun­gen, wie Alz­hei­mer, Demenz und Par­kin­son, erwei­tert wer­den soll. Bis 2020 möchte Hawa zehn die­ser Tests auf den Markt gebracht haben.
Laut Hawa wird der dies­be­züg­lich welt­weite Test­markt auf 80 Mil­lio­nen US-Dol­lar geschätzt. Fia­no­stics möchte in den nächs­ten fünf Jah­ren zumin­dest ein Pro­zent die­ses Mark­tes bedie­nen. Für 2017 peilt Fia­no­stics mit drei Mit­ar­bei­tern einen Umsatz von 50.000 Euro an. Die Export­quote soll sich dabei auf 60 Pro­zent belaufen.

Autor: NOe-Wirtschaftspressedient/red/stem
31.01.2017

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