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Busi­ness Angels und Start-Ups bitte warten

Seit Jah­res­wech­sel ver­hin­dert in Deutsch­land feh­lende Richt­li­nie neue Start-Up-För­de­run­gen. Busi­ness Angels sol­len mit Inves­ti­tio­nen war­ten als aktu­elle „Emp­feh­lung“ des Minis­te­ri­ums. Bran­chen­ver­band Bit­kom for­dert umge­hende Behebung. 

Keine guten Nach­rich­ten für deut­sche Start-Ups und Inves­to­ren: Weil die aktu­elle För­der­richt­line mit Ende 2022 aus­ge­lau­fen ist und sich die Fer­tig­stel­lung der ange­kün­dig­ten Neu­fas­sung ver­zö­gert, kön­nen aktu­ell keine Anträge für das Wag­nis­ka­pi­tal-För­der­pro­gramm „Invest“ gestellt wer­den. Die Bun­des­re­gie­rung hatte im Koali­ti­ons­ver­trag ursprüng­lich ange­kün­digt, das Pro­gramm fort­füh­ren zu wol­len – jetzt ist das auf unbe­stimmte Zeit aufgeschoben.

Busi­ness Angels wird auf der Invest-Web­seite des zustän­di­gen Bun­des­am­tes für Wirt­schaft und Aus­fuhr­kon­trolle (Bafa) emp­foh­len, vor­erst auf Inves­ti­tio­nen zu ver­zich­ten, wenn sie sich die Mög­lich­keit einer För­de­rung offen­hal­ten wol­len. Bis­lang erhiel­ten Busi­ness Angels für Wag­nis­ka­pi­tal-Inves­ti­tio­nen ab 25.000 Euro 20 Pro­zent der Inves­ti­ti­ons­summe steu­er­frei erstattet. 

Aktu­elle För­der­lü­cke muss schnellst­mög­lich geschlos­sen werden
„Das Invest-Pro­gramm leis­tet seit fast zehn Jah­ren einen wich­ti­gen Bei­trag, um ganz jun­gen Start-Ups den Zugang zu Wag­nis­ka­pi­tal zu erleich­tern. Gerade in der aktu­ell wirt­schaft­lich schwie­ri­gen Situa­tion benö­ti­gen mehr Start-Ups Geld und Know-how von Busi­ness Angels“, sagt Achim Berg, Prä­si­dent des Bran­chen­ver­ban­des Bit­kom. „Start-Ups brau­chen Pla­nungs­si­cher­heit. Die aktu­elle För­der­lü­cke muss schnellst­mög­lich geschlos­sen und eine neue För­der­richt­li­nie auf den Weg gebracht wer­den“, for­dert Berg.

Die neue För­der­richt­li­nie sollte laut Bit­kom auch die zuletzt auf­ge­nom­me­nen Ände­run­gen rück­gän­gig machen, etwa die Her­aus­nahme von Fol­ge­fi­nan­zie­run­gen aus der För­de­rung und die Begren­zung auf Erst­fi­nan­zie­rung. För­der­mit­tel soll­ten zudem nicht zurück­ge­for­dert wer­den, wenn vor Ablauf der Drei-Jah­res-Frist das Start-Up mit einem ande­ren Unter­neh­men ver­schmilzt, ohne dass dem Inves­tor Ver­äu­ße­rungs­er­löse zufließen. 

„Der Zugang zu Wag­nis­ka­pi­tal ist einer der größ­ten Stand­ort­nach­teile für deut­sche Start-Ups. Es braucht ent­spre­chend För­der­pro­gramme ohne neue Hür­den“, betont Achim Berg vom Bitkom-Verband. 

Autor: red/cc
09.01.2023

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