Die Verteilung von 937 Milliarden Euro

Finanzielles Vermögen der Öster-Reicher auf neuem Rekordstand. Im Rahmen der Finanzzahlen für 2024 hat die Österreichische Nationalbank genaue Aufteilungen wie Besitzstände erhoben und auch das Thema Schulden analysiert.
Wie kürzlich berichtet, hat die Österreichische Nationalbank (OeNB) die aktuellen Finanzzahlen der österreichischen Haushalte für 2024 veröffentlicht und dabei auch einzelne Kennziffern und Entwicklungen herausgearbeitet. „Noch nie zuvor hatte der österreichische Haushaltssektor so viel Geld übrig, um es anzulegen“, lautete eine der zentralen Aussagen bei der OeNB-Pressekonferenz.
Investments in Finanzprodukte als weiterer Höchstwert
Wie schauen nun bei den Österreicher:innen die einzelnen Schwerpunkte beim Thema Geld und Vermögen aus ? Grundsätzlich ist 2024 einmal das nettoverfügbare Einkommen des österreichischen Haushaltssektors um fast acht Prozent auf rund 290 Milliarden Euro gestiegen, das Gesamtvermögen eben auf rund 937 Milliarden Euro. Den größten Anteil davon machen (Spar)Einlagen aus (36 Prozent), gefolgt von Beteiligungen an GmbHs, Privatstiftungen u.ä. (24) und Wertpapieren (21 Prozent).
Knapp 30 Milliarden Euro wurden 2024 in Finanzprodukte investiert – ebenso ein historischer Höchstwert. Auch im ersten Halbjahr 2025 beträgt die Geldvermögensbildung bereits 14 Mrd. EUR. Laut OeNB soll sich dieser Trend fortsetzen. Während im Jahr 2024 noch der Aufbau von Einlagen die Geldvermögensbildung dominierte, überwiegen im 1. Halbjahr 2025 die Nettozukäufe von Wertpapieren.
Veränderung beim Verhältnis zwischen täglich fälligen (Spar)Einlagen und gebundenen Einlagen
Vom gesamten Einlagenbestand (Anm. 334 Mrd. EUR) entfallen mit Juni 2025 der Wert von 63 Prozent oder 209 Mrd. EUR auf täglich fällige Einlagen und 37 Prozent oder 125 Mrd. EUR auf gebundene Einlagen. In den Jahren 2022 und 2023 reagierten die Haushalte auf das steigende Zinsniveau, indem sie gebundene Einlagen in erheblichem Ausmaß aufbauten und gleichzeitig täglich fällige Einlagen reduzierten.
Seit dem Rückgang des Zinsniveaus zeigt sich ein gegenläufiger Trend : Im ersten Halbjahr 2025 ist bereits ein Abbau von gebundenen Einlagen zu beobachten. Zum Ende der Nullzinsphase Mitte 2022 entfielen 30 Prozent oder rund 91 Mrd. EUR des Einlagenbestandes auf gebundene Einlagen. Bis Ende 2024 stieg dieser Anteil auf 39 Prozent oder 128 Mrd. EUR bevor er im Juni 2025 wieder leicht auf 37 Prozent oder 125 Mrd. EUR zurückging, so die Erhebungen der OeNB.
Gesonderte Betrachtung der Entwicklung seit der Corona-Pandemie
Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie im Jahr 2020 stiegen die Nettozukäufe von Wertpapieren deutlich, was zu einer strukturellen Veränderung des Investmentportfolios privater Investor:innen führte. Der Wertpapierbestand stieg seither um etwa 50 Prozent (!) und erreichte im Juni 2025 mit 197 Mrd. EUR einen neuen Höchststand. Investmentfonds machten im Juni 2025 mit 108 Mrd. EUR oder 55 Prozent den größten Anteil der Wertpapierbestände im Portefeuille der Haushalte aus. Es folgten börsennotierte Aktien in Höhe von exakt 50 Mrd. EUR (25 Prozent) und verzinsliche Wertpapiere mit 39 Mrd. EUR (20 Prozent).
Mit Beginn der Zinswende im Jahr 2022 setzte eine steigende Nachfrage privater Haushalte nach verzinslichen Wertpapieren ein. Auf Zukäufe in Höhe von 6,7 Mrd. EUR im Jahr 2023 folgte ein ähnlich starker Forderungsaufbau von 6,4 Mrd EUR im Jahr 2024. Zuvor waren Anleihen über nahezu ein Jahrzehnt hinweg per Saldo abgebaut worden. Im ersten Halbjahr 2025 dominierten wieder Investmentfondsanteile mit vier Mrd. EUR die Veranlagung privater Haushalte in Wertpapiere. Das Aktienvermögen der Haushalte wird überwiegend durch internationale Titel geprägt und machen 72 Prozent des Gesamtbestandes aus.
Die Besitzer der Vermögensstände
Ebenfalls genau erhoben von der OeNB wurde, wer nun Besitzer dieser Vermögen ist. Die Kernaussage hier : Ein großer Teil der Haushalte besitzt nur wenig, während das Vermögen im oberen Bereich der Verteilung konzentriert ist. Für rund ein Viertel der Haushalte liegt das Nettovermögen unter 20.000 Euro, für etwa 40 Prozent unter 50.000 Euro. Erst ab der Mitte steigen die Werte deutlich, und werden steiler. Der Median (Anm. die Mitte der Verteilung) liegt seit 2021 praktisch unverändert bei rund 125.000 Euro.
Der Durchschnitt liegt mit über 330.000 Euro allerdings viel höher, weil wenige Haushalte sehr große Vermögen besitzen. Absolut betrachtet blieb das Nettovermögen seit 2021 in der unteren Hälfte nahezu unverändert, während es im oberen Bereich deutlich stieg. „Die relative Ungleichheit bleibt dabei stabil, die absoluten Vermögensabstände wachsen weiter und das, da Vermögensgewinne im Wesentlichen bei Haushalten mit hohem Immobilien- oder Unternehmensvermögen ankommen“, so eine weitere Erkenntnis der Experten der Österreichischen Nationalbank (OeNB).
Analyse der Verschuldung von Österreichs Haushalten
Ebenfalls analysiert von der OeNB wurde das Thema Verschuldung. Von den Österreichischen Haushalten ist weniger als ein Drittel verschuldet. Die Hälfte davon entfallen auf unbesicherte Schulden (z.B. Konsumentenkredite), rund 40 Prozent auf besicherte Kredite (z.B. Hypothekarkredite im Kontext mit Wohn-Immobilien). Beide Kreditformen parallel nutzen nur wenige. Trotz der höheren Verbreitung unbesicherter Schulden entfällt der größte Teil des gesamten Schuldenvolumens (90 Prozent) auf besicherte Kredite, weil Immobilienfinanzierungen deutlich höhere Darlehensbeträge aufweisen.
Die besicherten Schulden liegen überwiegend bei einkommensstarken Haushalten : 2023 entfielen 45 Prozent der Hypothekarkreditnehmer auf die oberste Einkommensschicht. Diese Konzentration ist über die letzten zehn Jahre überaus stabil geblieben. In den einkommensärmeren Schichten ist (Teil-)Eigentum nahezu nicht vorhanden, hier überwiegt klar die Miete als Wohnform, während nur ein kleiner Teil der Haushalte unentgeltlich wohnt, etwa, wenn Haushalte in einer Wohnung von Angehörigen wohnen oder nach einer Schenkung weiterhin im eigenen Heim leben. Da das Hauptwohnsitz-Eigentum die wichtigste Vermögenskomponente österreichischer Haushalte darstellt, trägt dies zu Vermögensunterschieden bei.
Geringere Gesamtschulden als im Euro-Raum
Insgesamt sind die Finanzverpflichtungen der österreichischen Haushalte seit 2022 um zwei Prozent gesunken. Ausschlaggebend dafür waren ungünstigere Finanzierungsbedingungen wegen gestiegener Zinsen. Im Juni 2025 lag die Verschuldung bei 217 Mrd. EUR, ein geringer Wert im Vergleich zu anderen EU-Ländern. Sie beträgt in Österreich 23 Prozent des Finanzvermögens und im Euroraum 26 Prozent. Die Verschuldung des Haushaltssektors hängt auch von strukturellen Gegebenheiten eines Landes ab, etwa von der Ausprägung des Miet- oder Eigentumsmarktes bei Wohnimmobilien.
Nach geringerer Finanzierungsdynamik im Umfeld steigender Zinsen nahm nun aktuell die Kreditverschuldung erstmals seit Mitte des Jahres 2023 wieder zu und lag im 3. Quartal 2025 bei +0,5 Prozent. Während bis zum Jahr 2022 noch jährliche Wachstumsraten von bis zu sechs Prozent erzielt wurden, entwickelten sich insbesondere die volumenstarken Wohnbaukredite in den Jahren 2023 und 2024 rückläufig. „Bei Konsumkrediten hingegen ist seit Beginn des Jahres 2024 wieder ein leicht positives Wachstum zu beobachten“, so die diesbezügliche Analyse von den Experten der Österreichischen Nationalbank (OeNB). (red/czaak)
Ambivalente Wiederbelebung der Autobranche

Nachhaltiger Aufwärtstrend am Neuwagenmarkt der EU. 20 von 27 Ländern verzeichnen steigende Neuzulassungen. Auch deutsche Autobauer gewinnen Marktanteile. Situation bei E‑Autos schwierig.
Der Absatz von Neuwagen liegt im bisherigen Jahresverlauf weiterhin über dem Niveau des Vorjahres. Im Oktober betrug der Wert im Vergleich zum Vorjahresmonat knapp sechs Prozent plus. Von den 27 EU-Ländern verzeichneten 20 im Oktober steigende Neuzulassungen. In Österreich stiegen die Neuzulassungen um elf Prozent, im bisherigen Jahresverlauf um 12,5 Prozent.
Im Vergleich zum Zeitraum vor der Corona-Pandemie liegt das Absatzniveau aber immer noch deutlich darunter. Im Jahr 2019 wurden im Zeitraum Jänner bis Oktober in der EU 18 Prozent mehr Neuwagen zugelassen als im laufenden Jahr. In absoluten Zahlen bedeutet das fast zwei Millionen Pkw, so eine aktuelle Analyse von EY.
„Der europäische Neuwagenmarkt zeigt zwar wieder eine leichte Aufwärtsbewegung, doch man darf nicht vergessen, wie tief das Ausgangsniveau zuletzt war“, erklärt Axel Preiss, Leiter Industrials bei EY Österreich. „Von einer echten, breit getragenen Erholung kann keine Rede sein und angesichts der weiterhin anspruchsvollen Rahmenbedingungen bleibt die Nachfrage verhalten“, so Preiss.
Unternehmen wie Privatpersonen zögern und Renault, BMW und Volkswagen wachsen stark
Die Experten bei EY sehen die Steigerung auch in Verbindung mit einem Ersatzbedarf, der nach Jahren mit sehr niedrigen Verkaufszahlen zwar enorm gestiegen sei, trotzdem würden Unternehmen wie Privatpersonen beim Neuwagenkauf zögern. Die Gründe dafür sind „eine schwache Konjunktur, hohe Preise, politische Unsicherheiten und wachsende Sorgen rund um Beschäftigung und Einkommen“, erläutert Axel Preiss. Eine Folgewirkung ist auch ein zunehmendes Durchschnittsalter der Fahrzeuge.
Relevante Veränderungen gibt es bei den Marktanteilen der einzelnen Auto-Konzerne. Im bisherigen Jahresverlauf konnten vor allem Renault, BMW und Volkswagen überdurchschnittlich stark wachsen und Marktanteile gewinnen, während insbesondere Stellantis (Anm. Opel, Peugeot, Citroen, Chrysler, Fiat, Alfa Romeo, Jeep, Maserati u.w.), Toyota, Hyundai und Tesla Marktanteile abgegeben haben. Insgesamt legten die Pkw-Neuzulassungen der drei deutschen Autokonzerne heuer um 4,9 Prozent zu. Ihr gemeinsamer Marktanteil stieg damit von 38,4 auf 39,7 Prozent. Der Gesamtmarkt stieg um 1,4 Prozent.
EU-weiter Absatzrückgang mit deutlichen Marktanteilsverlusten für Tesla
Der Elektroauto-Pionier Tesla verzeichnete im Oktober einen deutlichen EU-weiten Absatzrückgang und Marktanteilsverluste. Nachdem das Absatzminus im September nur 19 Prozent betragen hatte, weitete es sich im Oktober auf 48 Prozent aus. Der Tesla-Anteil am Elektro-Markt schrumpfte im Vergleich zum Vorjahresmonat von neun auf drei Prozent.
Weiterhin deutlich zweistellig und wie schon in den Vormonaten stieg der Absatz von Elektroautos. EU-weit sind es 39 Prozent, 20 von 27 EU-Ländern verzeichneten steigende Neuzulassungen von Elektroautos. Ihr Marktanteil stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat von 14,4 auf 18,9 Prozent. In Österreich stiegen die Neuzulassungen von Elektroautos im Oktober um 29 Prozent, der Marktanteil kletterte von 18,2 auf 21,1 Prozent.
Hohe staatliche Förderungen und Rabatte und wenig Gewinn bei E‑Autos
Im bisherigen Jahresverlauf ist der Absatz von Elektroautos im Vergleich zum Vorjahreszeitraum EU-weit um 26 Prozent gewachsen – allerdings war 2024 ein sehr schwaches Jahr für die E‑Mobilität. Für den Zwei-Jahres-Zeitraum von 2023 bis 2025 ergibt sich nur eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von neun Prozent.
„Die hohen Wachstumsraten im Elektrosegment vermitteln ein trügerisches Bild – tatsächlich bleibt die Entwicklung weit hinter den Erwartungen früherer Jahre zurück“, betont Axel Preiss von EY. „Der aktuelle Absatz ist zudem durch staatliche Förderungen und durch teils erhebliche Rabatte der Hersteller teuer erkauft. E‑Modelle würden regelrecht in den Markt gedrückt und kaum Gewinne erzielt“.
EU-Regel für Zulassung von emissionsfreien Neuwagen muss sich anpassen
Bezüglich der Zukunft von E‑Autos meint Auto-Experte Preiss : „Der Elektroantrieb wird weiter Marktanteile gewinnen, doch selbst bei einem jährlichen Wachstum von 20 Prozent wäre ein 50-Prozent-Anteil erst etwa 2032 realistisch. Vor diesem Hintergrund wird sich die EU-Regel, ab 2035 nur noch emissionsfreie Neuwagen zuzulassen, an die Realität anpassen müssen“.
„Wir sehen vielerorts eine Rückbesinnung auf den Verbrennungsmotor – insbesondere in Form von Hybridlösungen. Die Zukunft wird deutlich technologieoffener ausfallen, als es die politische Debatte lange vermuten ließ“, sagt Preiss. „Am Ende bestätigt sich eine alte Erkenntnis : Der Markt findet die Lösungen, die den Bedürfnissen der Menschen wirklich entsprechen – vorausgesetzt, Unternehmen werden nicht durch ideologische Vorgaben daran gehindert“.
Neue E‑Modelle im Premiumsegment und preisgünstige E‑Autos
Axel Preiss rechnet auch im kommenden Jahr ist mit einem moderaten Anstieg der Elektroauto-Verkäufe. „Zum einen werden neue Modelle im Premiumsegment mit 800-Volt-Technologie und sehr kurzen Ladezeiten für Schub sorgen – besonders attraktiv für Dienstwagenfahrer, die etwa in Deutschland durch steuerliche Vorteile eine zentrale Zielgruppe darstellen“. Und dann verweist der EY-Experte auf neue, preislich niedrigere E‑Modelle für zusätzliche Käufergruppen.
Aktuell ist in Westeuropa ein neu auf den Markt gekommenes Elektro-Einstiegsmodell der Bestseller : Der Skoda Elroq, der seit diesem Jahr ausgeliefert wird, lag im Oktober in den zwölf einsehbaren westeuropäischen Ländern mit knapp 9.200 Neuzulassungen auf dem ersten Platz. Dahinter liegt der ebenfalls neu auf den Markt gekommene Renault R5 mit knapp 7.000 Neuzulassungen, zwei Drittel davon in Frankreich.
Spitzenwerte für E‑Autos von VW und generell niedrige E‑Marktanteile in Ost- und Südosteuropa
Auf den Rängen drei bis fünf platzieren sich drei Modelle von Volkswagen : Der VW ID.4/5, der VW ID.7 und der VW ID.3. Als Elektro-Musterknaben erwiesen sich auch im Oktober vor allem die Länder in Nordeuropa und die Benelux-Länder. In vielen anderen EU-Ländern sind Elektroautos hingegen nach wie vor ein Nischenprodukt : In immerhin 13 EU-Ländern lag der Elektro- Marktanteil im Oktober unter zehn Prozent.
Besonders niedrig ist der Marktanteil von Elektroautos weiterhin in den ost- und südosteuropäischen Ländern. In Kroatien lag er im Oktober etwa bei vier Prozent, in der Slowakei, Italien und Tschechien bei jeweils fünf Prozent. Insgesamt stieg der Marktanteil von Elektroautos in den ost- und südosteuropäischen Ländern im Oktober gegenüber dem Vorjahresmonat von 4,6 auf 7,8 Prozent.
Höchste Marktanteile von E‑Autos in Skandinavien und starke Zunahme von Plug-in-Hybriden
Großer Beliebtheit erfreuen sich E‑Autos in den skandinavischen Ländern. Norwegen wies im Oktober mit 97 Prozent den mit Abstand höchsten Marktanteil von Elektroautos in Europa aus. Dahinter folgen Dänemark mit 72 Prozent, die Niederlande (40) sowie Schweden und Finnland (jeweils 36 Prozent). In den skandinavischen Ländern insgesamt stieg der E‑Marktanteil im Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat von 43 auf 58 Prozent.
Noch stärker als bei Elektroautos stiegen die Neuzulassungen bei Plug-in-Hybriden, die EU-weit sogar um 43 Prozent zulegten, der Marktanteil stieg von 6,8 auf 10,3 Prozent. In Österreich lag das Wachstum bei 50 Prozent, der Marktanteil stieg von 8,2 auf elf Prozent. Die höchsten Marktanteile erzielten Plug-in-Hybride im Oktober in Schweden (30 Prozent) und den Niederlanden (21). Der kombinierte Marktanteil beider elektrischen Antriebsarten (BEV und PHEV) war in Dänemark (72), Schweden (66 Prozent) am höchsten unter allen EU-Ländern. (red/czaak)
„Damit verlieren viele Betriebe die Geschäftsgrundlage“

Proteste gegen Streichung der NoVA-Rückvergütung im Zuge von Betrugsbekämpfung. Breite Allianz aus Automobilimporteuren, Fahrzeughandel, Fahrzeugtechnik und Leasingwirtschaft sieht Standort gefährdet und nennt alternative Maßnahmen.
Der aktuelle Entwurf zum Betrugsbekämpfungsgesetz sieht die ersatzlose Streichung der NoVA-Rückvergütung beim Export von Fahrzeugen vor. Stattdessen soll lediglich eine proportionale NoVA-Bemessung für ausländische Unternehmen bei vorübergehender Fahrzeugnutzung in Österreich eingeführt werden.
Die derzeitige Gesetzeslage
Die derzeitige Gesetzeslage sieht vor, dass – Zitat : „Bei Lieferung oder (dauerhaften) Verbringung eines der NoVA unterlegenen Fahrzeugs eine NoVA-Vergütung beantragt werden kann, welche sich am gemeinen Wert des Fahrzeugs zum Zeitpunkt der Verbringung bemisst“. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass wirtschaftlich lediglich der während der Verwendung in Österreich entstandene Wertverlust betragsmäßig der NoVA unterliegt.
In Zukunft soll nun diese Möglichkeit zur NoVA-Vergütung gänzlich aufgehoben werden und in das Ausland überstellte Fahrzeuge in voller Höhe mit der NoVA belastet bleiben. Dies betrifft sämtliche Fälle der derzeitigen NoVA-Vergütung gem § 12a NoVAG und somit auch jene, in denen Fahrzeughändler in Österreich der NoVA unterlegene Fahrzeuge in das Ausland veräußern. Die einzige Ausnahme hiervon soll nur bestehen „für vorübergehend aus dem Ausland in das Inland überlassene Fahrzeug“. Hier soll künftig nur eine anteilige NoVA erhoben werden.
Breite Allianz lehnt standortfeindliche Neuregelung entschieden ab
Eine breite Allianz aus Fahrzeughandel, Fahrzeugtechnik, Automobilimporteuren und Leasingwirtschaft lehnt diese Neuregelung nun entschieden ab. Die Maßnahme beeinträchtige und gefährde den Gebrauchtwagenmarkt, das Kfz-Leasing und final den Standort Österreich. Befürchtet wird eine Diskriminierung heimischer Unternehmen sowie steigende Preise bei Leasing und Gebrauchtwagen.
„Die Abschaffung der NoVA-Rückerstattung widerspricht der Logik unseres Steuersystems und koppelt den österreichischen Gebrauchtwagenmarkt vom internationalen Wettbewerb ab“, warnt Klaus Edelsbrunner, Obmann des Bundesgremiums Fahrzeughandel in der WKÖ. „Damit wird unzähligen Betrieben, insbesondere im Exportgeschäft und bei Leasingrückläufern massiv die Geschäftsgrundlage entzogen.“
Streichung würde Preise drücken und Flotten überaltern lassen
Der österreichische Gebrauchtwagenmarkt ist aufgrund seiner Größe auf den Export angewiesen. Ein großer Teil der Gebrauchtwagen und Leasingrückläufer wird heute ins EU-Ausland verkauft. Die bisherige NoVA-Rückvergütung stellt sicher, dass Fahrzeuge nach Nutzung im Inland international konkurrenzfähig bleiben und nicht doppelt besteuert werden. Aus Sicht der Branche hätte die geplante Streichung weitreichende Folgen. Primär wird einmal ein drastischer Nachfragerückgang nach österreichischen Gebrauchtwagen im Ausland befürchtet. Weiters sinkende Gebrauchtwagenpreise im Inland, und damit ein unmittelbarer Wertverlust für alle Kfz-Besitzer:innen.
Relevant ist zudem, dass die Fahrzeuge dann länger im Bestand bleiben, was zu einer Überalterung des österreichischen Fahrzeugbestandes und geringeren Beiträgen zu CO₂- und Klimazielen führt. Auch das Thema Sicherheit wird ins Treffen geführt, da die neue Maßnahme möglichweise eben auch zu weniger Sicherheit im täglichen Verkehr führt. „Wer den Export von Gebrauchtwagen steuerlich abwürgt, sorgt dafür, dass ältere Fahrzeuge länger fahren und die Modernisierung der Flotten ins Stocken gerät“, betont auch Günther Kerle vom Verband der Autoimporteure in der Industriellenvereinigung (IV).
Investitionsbremse und Diskriminierung österreichischer Leasinggesellschaften
Besonders hart treffe die Maßnahme die Leasingwirtschaft. Niedrigere Gebrauchtwagenpreise reduzieren die Verwertbarkeit von Leasingrückläufern und verteuern damit Leasing für Unternehmen und Private. „Wenn wir die NoVA beim Export nicht mehr zurückbekommen, müssen die Verträge mit deutlich geringeren Restwerten kalkuliert werden“, erklärt Alexander Nekolar Präsident des Verbandes der Österreichischen Leasinggesellschaften (VÖL). „Das macht Leasingraten unweigerlich teurer und hemmt Investitionen. Zusätzlich würde dies in einer ohnehin schwachen Konjunktur inflationstreibend wirken“, so Nekolar.
Die geplante Neuregelung sieht zudem vor, dass in Österreich agierende ausländische Leasinggesellschaften nur jene NoVA zahlen, die der Nutzung in Österreich entspricht, während österreichische Anbieter die volle NoVA – unabhängig von der tatsächlichen Nutzung — entrichten müssten. „Dies führt zu einer Diskriminierung österreichischer Leasinggesellschaften. Es wird attraktiver, Leasing aus dem Ausland anzubieten“, erläutert Nekolar. „Arbeitsplätze wandern langfristig ins Ausland ab. Am Ende steht ein klarer Verlust von Wertschöpfung und für zahlreiche Händler:innen droht ein echtes Existenzproblem“, betont Branchenexperte Nekolar.Vertrauensverlust durch ständig wechselnde Rahmenbedingungen
Die protestierenden Verbände kritisieren zudem die extrem kurze Begutachtungsfrist von nur sieben Tagen sowie die Häufung kurzfristiger Eingriffe, etwa zuletzt bei der NoVA für Fahrzeuge der Klasse N1. Fahrzeuge, die noch unter alten Rahmenbedingungen kalkuliert wurden, werden durch nachträgliche Gesetzesänderungen zu „Verlustmodellen“.
„Für Betriebe, die langfristig in Mobilität, Produktion und Arbeitsplätze investieren, sind verlässliche Rahmenbedingungen entscheidend“, unterstreicht Günther Kerle von der Industriellenvereinigung. „Die Kombination aus hoher Steuerlast, rückwirkenden Effekten und jetzt der geplanten Streichung der NoVA-Rückvergütung ist ein klarer Standortnachteil für Österreich“, ergänzt Günther Kerle von der Industriellenvereinigung.
Betrugsbekämpfung ja, aber mit zielgenauen Mitteln
Alle beteiligten Institutionen unterstützen das Ziel, Betrug und Missbrauch zu bekämpfen. Die generelle Streichung der NoVA-Rückvergütung sei jedoch das falsche Instrument. Die Branchen-Vertreter haben hier ein eigenes Bündel an zielgerichteten Maßnahmen erarbeitet. Dazu gehört, dass Missbrauch durch gezielte Kontrollen, klare Sanktionen und transparente Bewertungsregeln bekämpft werden kann. Und weiters, dass eine unionsrechtskonforme Ausgestaltung auch durch ein proportionales Rückvergütungsmodell beim Export möglich wäre, ohne anständige Unternehmen zu bestrafen.
Die unterzeichnenden Institutionen mit Arbeitskreis der Automobilimporteure in der Industriellenvereinigung Österreich, Bundesgremium Fahrzeughandel der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Bundesinnung Fahrzeugtechnik in der WKÖ und Verband Österreichischer Leasing-Gesellschaften (VÖL) fordern daher die Beibehaltung der NoVA-Rückvergütung beim Export, allenfalls in proportionaler Form zur Nutzungsdauer im Inland.
Juristische Einordnung und finale Botschaft der (nahezu) gesamten Österreichischen Automobilwirtschaft
Weiters fordern die angeführten Branchenvertreter die eu-rechtlich notwendigen Anpassungen so auszugestalten, dass heimische Unternehmen nicht gegenüber ausländischen Anbietern benachteiligt werden. Und ganz grundsätzlich verlässliche, planbare Rahmenbedingungen und angemessene Begutachtungsfristen für gesetzliche Änderungen, die derart massive Auswirkungen auf Betriebe, Beschäftigte und Konsument:innen haben.
economy hat sich zur Causa auch andere Sichtweisen von Juristen und Wirtschaftstreuhändern angesehen und die bewerten das wie folgt : „Die geplante Änderung führt insbesondere für österreichische Fahrzeughändler zu wesentlichen Wettbewerbsnachteilen bei der Veräußerung von Gebrauchtfahrzeugen in das Ausland. Ob diese Neuregelung insbesondere vor diesem Hintergrund verfassungs- bzw unionsrechtskonform ist, bleibt daher abzuwarten“.
Die abschließend finale und einstimmige Botschaft der (nahezu) gesamten Österreichischen Automobilwirtschaft lautet : „Solange die NoVA als nationale Zulassungsabgabe existiert, bleibt eine faire, systemgerechte Export-Rückvergütung unverzichtbar. Die ersatzlose Streichung wird dezidiert abgelehnt!“ (red/czaak)
Umfassende Kürzungen durch Steigerung

In Deutschland steigt der Mindestlohn und Unternehmen wollen Arbeitsplätze und Investitionen reduzieren. Preiserhöhungen als weitere Gegen-Maßnahme mit entsprechender Auswirkung auf Inflation.
In Deutschland wird mit Jänner 2026 der Mindestlohn um über acht Prozent von bis dato 12,82 Euro auf nunmehr 13,90 pro Stunde erhöht. Ab Jänner 2027 sind 14,60 Euro vorgesehen, eine Steigerung um weitere fünf Prozent. Der Mindestlohn wird wesentlich stärker steigen als die allgemeinen Tariflöhne, die im Jahr 2026 voraussichtlich lediglich um drei Prozent ansteigen werden.
Anhebung wegen aktueller Wirtschaftskrise besonders schädlich
Die Unternehmen reagieren auf diesen Schritt, eine aktuelle Studie des ifo-Instituts beleuchtet nun die geplanten Maßnahmen. Die Erhebungen vergleichen dabei auch Reaktionen bei der Erhöhung der Mindestlöhne im Jahre 2022. Der Fokus bei den aktuellen Planungen richtet sich primär auf Streichung von Arbeitsplätzen und Investitionen. Jedes fünfte Unternehmen plant einen Stellenabbau, jeder vierte Betrieb weniger Investitionen, jedes zweite Unternehmen Preiserhöhungen. Generell befürchtet werden sinkende Gewinne und Nachteile im ohnehin steigenden Wettbewerb.
„Die anstehende Mindestlohnerhöhung zum Jahreswechsel stellt einen bedeutenden Lohnkostenanstieg für die betroffenen Unternehmen dar. Die Reaktionen der Unternehmen zeigen, dass die Anhebung des Mindestlohns in der aktuellen Phase der wirtschaftlichen Schwäche besonders schädlich ist“, sagt Sebastian Link, Forscher beim ifo-Institut. „Obwohl die Unternehmen ähnlich betroffen sind wie von der letzten großen Anhebung im Jahr 2022, planen sie aktuell häufiger mit Stellenabbau und Investitionskürzungen“, unterstreicht Link.Gastgewerbe und Einzelhandel vergleichsweise mehr und direkt betroffen
Weitere Erkenntnisse zeigen, dass mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen (37 Prozent) angab an, direkt betroffen zu sein. An der Spitze ist hier das Gastgewerbe (77 Prozent) und der Einzelhandel (71 Prozent). Unter den Industrieunternehmen sind vor allem das Textil- und Bekleidungsgewerbe (62 Prozent) sowie die Herstellung von Nahrungs- und Genussmitteln (59 Prozent) von der Mindestlohnerhöhung betroffen. Am geringsten sind die Auswirkungen für das Baugewerbe, in dem ein höherer Branchenmindestlohn gilt.
Die Studie basiert auf Daten aus der ifo-Konjunkturumfrage im Oktober 2025 unter über 4.600 Unternehmen in Deutschland. Sie vergleicht zudem die aktuelle Umfrage mit den Reaktionen der Unternehmen bei der Mindestlohnerhöhung im Jahr 2022. Hier erwarteten die betroffenen Unternehmen wesentlich geringere Effekte auf ihre Profitabilität und Nachfrage und planten daher seltener mit Beschäftigungs- und Investitionskürzungen. (red/rucz)Zwischen Käufern und störenden Schau-Massen

Für heurige Weihnachts-Geschenke sollen 84 Prozent der Österreicher je 389 Euro ausgeben. Geplant ist preisbewusster Einkauf über stationären Handel. City-Händler in Wien klagen über immer mehr „Schau-Massen“ und Störung der verbliebenen Kaufinteressenten.
„Mir ist das zu viel, ich gehe jetzt wieder heim“, klagt eine ältere Wienerin zu den touristischen Massenströmen in einem Interieur-Geschäft in der Wiener City. „Die Leute kommen rein, Fresspaket in der linken, Red-Bull in der rechten Hand, stellen ab, so sie etwas Interessantes sehen, fotografieren es für’s Internet-Shopping – und gehen wieder“, ergänzt der Betreiber des Geschäfts.
Punsch-Abfüllstände und Systemgastro
„Die Österreicher sind heuer sehr verhalten und schauen einmal. Kaufen tun vorab nur ältere Städtetouristen, aber auch die sind weniger geworden oder gehen unter“, sagt die Chefin eines Lampengeschäfts beim Hohen Markt. „Die immer mehr werdenden touristischen Massen aus dem ehemaligen Ostblock steigen am Schwedenplatz aus ihren Bussen, pilgern dann zum Stephansplatz für ein Selfie – und drehen um und fahren wieder heim“, kritisiert die Chefin einer Boutique. „Wertschöpfung für Wien null, weil ihr Essen haben sie mit und gekauft wird sonst nix!“
Beim weiteren Rundgang von economy in der Wiener City am ersten Advent-Samstag zeigen sich tatsächlich zahlreiche Touristengruppen, die vom Schwedenplatz über die Rotenturmstrasse zum Stephansplatz und wieder retour pilgern. Die einzigen kleinen Einkaufssackerln in ihren Händen sind vom Manner-Shop am Stephansplatz. In den Geschäften rundum ist eher wenig los, voll sind beheizte Punschabfüll-Stände und Systemgastronomen wie Nordsee, „Mäcci“ oder Figlmüller (mittlerweile vier Schnitzel-Lokale beim Lugeck mit jeweils meterlangen Besucherschlangen davor und ein weiteres kommt).
Ambivalente Frequenz bei den Geschäften
Im neuen Flagship-Store der Parfümerie-Kette Douglas sind gezählte sechs Leute. Gut besucht von jüngeren Menschen ist der Snipes-Shop (Sneaker) und der Blue Tomato-Store (Jugend-Kleidung). Textil-Geschäfte wie Turek oder Wäsche-Geschäfte wie Intimissimi sind nahezu leer. Sehr gut besucht von vorwiegend asiatischen Touristen sind die XXL-Andenkenshops, allein fünf (!) in der Rotenturmstrasse (Anm. vorher Geschäfte etwa für Schuhe und Kleidung).
Gut frequentiert, zumindest, von vorwiegend ebenso Asiaten und zudem Arabern sind die Flagship-Stores von Armani, Gucci, Louis Vuitton & Co. rund um das sogenannte Goldene Quartier zwischen Kohlmarkt, Am Hof und Tuchlauben. Kleinere Geschäfte oder Familienbetriebe wie Gunkel oder Kranner (Wäsche/Haushalt) oder Lederleitner (Interieur/Garten) sind auch hier vorwiegend leer oder nur dünn besucht.
Erschreckender Leerstand und eine Art Durchhalteparole von Handelsverband
„Die immer mehr werden Touristenmassen aus dem ehemaligen Osten fressen und saufen und stören die ohnehin weniger werdenden wirklichen kaufinteressierten Touristen“, grantelt ein alteingesessener Pelzhändler in der Nähe vom Lugeck. Erschreckend ist auch der Leerstand an Geschäften in diesen, scheinbar ehemaligen, „Spitzenlagen“. In der Kölnerhofgasse als rund 100 Meter lange Verbindungsgasse vom Lugeck zum Fleischmarkt stehen aktuell sechs(!) Geschäfte leer, am Fleischmarkt sind es vier und in der benachbarten Sonnenfelsgasse ebenso vier.
Eine Art „Durchhalteparole“ verlautbart parallel der Handelsverband als Interessensvertretung von primär großen Handelsketten. „Das Weihnachtsgeschäft ist für den heimischen Handel vielversprechend angelaufen“, so Angaben zufolge viele Händler aus allen Regionen des Landes im Rahmen einer repräsentativen Verbands-Befragung. Das erste Adventwochenende hätte „die Erwartungen erfüllt“. Die Kauflust der Österreicher:innen hätte im Vergleich zum Vorjahr „wieder leicht zugenommen, bleibt aber aufgrund der Teuerungsdiskussionen nach wie vor verhalten“. Es sind nicht nur Diskussionen, es sind tatsächlich hohe Lebenskosten und aktuell steigen sie weiter, siehe die soeben verlautbarten 4,1 Prozent an Inflation im November.
Gleiches Budget und mehr Orientierung für besondere Preis-Deals
„Laut unseren Erhebungen planen die Konsument:innen heuer durchschnittlich 389 Euro für Weihnachtsgeschenke ein und damit befinden wir uns praktisch auf dem Vorjahresniveau, berichtet Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands. „2022 lag das Pro-Kopf-Budget jedoch noch bei 395 Euro, 2021 sogar bei 432 Euro. Die anhaltende Teuerungsdebatte erweist sich damit für unseren Wirtschaftsstandort einmal mehr als schädlich.“
Die Auswirkungen von Teuerung und entsprechenden Spar-Diskussionen zeigen sich auch an der zunehmenden „Deal-Orientierung“: Mehr als ein Drittel der Befragten will zur Finanzierung der Weihnachtsausgaben verstärkt Rabattaktionen und Sonderangebote nutzen. Gleichzeitig gibt nur ein Viertel an, insgesamt weniger für Weihnachten ausgeben zu wollen. „Die Menschen sparen nicht das Fest weg, sie kaufen nur preisbewusster. Für den Handel heißt das : Aktionen wirken, aber Sortiment und Verfügbarkeiten müssen stimmen“, so Rainer Will.
Nachhaltig sinnvolle Produkte und gemeinsame Zeit als Geschenk
Für die überwältigende Mehrheit der Menschen ist Weihnachten auch heuer ein Anlass zum Schenken : knapp 80 Prozent feiern Weihnachten und beschenken ihre Liebsten, 12 Prozent feiern ohne Geschenke. Weitere 11 Prozent feiern zwar das Weihnachtsfest nicht, machen aber anlassbedingt trotzdem Geschenke. In Summe machen 84 Prozent der Österreicher:innen Weihnachtsgeschenke.
Bei der Frage, was unter den heimischen Christbäumen liegt, punkten neben den gängigen Produktlinien auch Gutscheine und Geldgeschenke. Gemeinsame Zeit liegt als Geschenk ebenfalls im Trend. Und bei den Produkten sind es primär Spielwaren, Bücher, Körperpflege, Kleidung, Interieur, Consumer-Tech-Waren, Süßwaren, personalisierte Produkte sowie Selbstgemachtes.
Salzburger und Oberösterreicher greifen am tiefsten in die Tasche
Im Ranking der Bundesländer greifen die Salzburger und Oberösterreicher mit je 399 Euro am tiefsten in die Tasche. Nahezu gleichauf liegen Niederösterreich, das Burgenland (388 Euro) und Kärnten und Steiermark (387 Euro) sowie Wien (386 Euro). Das Schlusslicht bilden Tirol und Vorarlberg (379 Euro).
Gefragt nach den Lieferanten bzw. Geschäften, wollen die Österreicher dem stationären Handel weitgehend die Treue halten. 22 Prozent der Schenkenden kaufen Angaben zufolge ausschließlich im Geschäft, weitere 24 Prozent erledigen höchstens ein Viertel ihrer Einkäufe online. Nur eine Minderheit kauft überwiegend (16 Prozent) oder ausschließlich (4) online. Die größte Gruppe mit 34 Prozent nützt unterschiedliche bzw. kanalübergreifende Einkaufswege (stationär/online ; das sogenannte omnichannel).
„Kein Schrottprodukt von dubiosen Fernost-Plattformen“
Bei den Konsumplätzen im stationären Handel führen Shopping-Center (47 Prozent) und Einkaufsstraßen (34), doch auch Geschäfte außerhalb klassischer Einkaufslagen können profitieren (31 Prozent). Internet-Plattformen, insbesondere aus Fernost, spielen mit nurmehr sieben Prozent erneut eine Nebenrolle. „Heimische Qualität zählt, besonders zu Weihnachten. Kaum jemand möchte seinen Liebsten ein Schrottprodukt von dubiosen Fernost-Plattformen unter den Christbaum legen“, betont Rainer Will.
Zum Zeitpunkt der Befragungen (12. bis 24. November) durch den Handelsverband hatten 11 Prozent schon alle ihrer Geschenke besorgt, weitere 36 Prozent zumindest einen Teil. Der Großteil der Einkäufe passiert jedoch in der ersten Dezember-Hälfte. Ein zusätzlicher Umsatzhebel ist, dass rund jede:r Dritte sich selbst ein oder mehrere Weihnachtsgeschenke gönnt und dafür im Schnitt 270 Euro ausgibt. Besonders stark ist dieser Trend in Wien, hier liegen die Ausgaben für „Selbst-Geschenke“ sogar bei 332 Euro.
Die für Touristen-Standort nötige Vielfalt an kleineren qualitätsvollen Geschäften
Stark wächst auch der Einsatz von KI-Anwendungen bei Suche und Kauf von Weihnachtsgeschenken. Bei Angehörigen von Gen Z (18 – 28 Jahre) und Millennials (29 – 43 Jahre) nutzt bereits die Mehrheit der Befragten KI bei Auswahl oder Kauf von Weihnachtsgeschenken. In der Gen X (44 – 59 Jahre) findet hingegen die überwiegende Mehrheit ohne KI die Weihnachtsgeschenke, ebenso bei den Baby Boomern (60+) und Golden Agern (74+). Genutzt wird KI primär zur Ideenfindung oder zum Preisvergleich. „KI wird weiter an Bedeutung gewinnen“, so Rainer Will vom Handelsverband.
Hoffentlich gibt es dann noch die für einen Touristen-Standort nötige Vielfalt auch an kleineren qualitätsvollen Geschäften und nicht mehr nur Systemgastro, XXL-Andenkenshops — oder blickdichte Ärztepraxen, die derzeit auch viele leerstehende Handelsgeschäfte in der City übernehmen, siehe etwa Sonnenfelsgasse oder Postgasse. (Christian Czaak) (Anm. d. Redaktion : die angeführten Meinungen der Geschäftsleute geben deren persönliche Sichtweise wieder)
Sicherheitspolitische wie wirtschaftliche Unabhängigkeit

Mittelständischer Unternehmensverband in Deutschland startet eigene Sicherheitsinitiative. Wirtschaft, Forschung und Politik bündeln Interessen. Weitere Unternehmensverbände sollen folgen.
Mitteldeutsche Unternehmen ergreifen die Initiative im Kontext mit den stark veränderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen : Nach seiner Gründung im September geht das neue Mitteldeutsche Institut für Sicherheitsindustrie (MISI) nun in die Umsetzung. Die aktuelle hochrangig besetzte Gründungsveranstaltung markiert dabei den operativen Start.
Rund 120 Vertreter aus Bundeswehr, Forschung, Industrie und Politik diskutierten in Leipzig neue Rollen für die gerade laufende sicherheitspolitische Zeitenwende. SACHSENMETALL, der Unternehmensverband der Metall- und Elektroindustrie Sachsen ist bei Startveranstaltung nun ebenfalls als zentraler Partner mit an Bord.
Verlässlicher Partner für Bundesregierung, Bundeswehr und Industrie
Ziel des MISI ist es, Mitteldeutschland als leistungsfähigen Standort der Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft sichtbar zu machen, und das sowohl mit einem nationalen wie auch europäisch internationalen Fokus. Die Region soll künftig stärker auf der Karte der deutschen und europäischen Verteidigungswirtschaft erscheinen. Gleichzeitig will das Institut regionale Wertschöpfung erhöhen und Unternehmen Marktzugänge erleichtern. Als parallele Aktivität bündelt das MISI nun zahlreiche Zulieferer, technologieorientierte Mittelständler, Verbände und Forschungseinrichtungen unter dem neuen gemeinsamen Dach.
Beim aktuellen Treffen diskutierten führende Stimmen aus Verteidigung, Wissenschaft und Industrie die zahlreichen neuen Herausforderungen. Vertreten waren etwa Andreas Hoppe, (Generalleutnant a.D. der Bundeswehr), Stefan Bayer (German Institute for Defence and Strategic Studies, GIDS), Ronald Gerschewski (WELP Holding/IndiKar) sowie Vertreter des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) und viele regionale Zulieferbetriebe.
Plattform für Marktzugang, Innovation und regionale Resilienz
„Die Zeitenwende bedeutet nicht nur höhere Verteidigungsbudgets – sie verlangt vor allem neue industrielle Antworten. Mitteldeutschland bringt genau die richtigen Stärken mit in Bereichen wie Maschinenbau, Mikroelektronik, Sensorik, Software und dazu eine starke Forschungslandschaft“, sagt Jens Lehmann, Mitglied des Deutschen Bundestages und Initiator des MISI. „Unsere Unternehmen sind flexibel, innovationsstark und bereit, Verantwortung zu übernehmen. Damit kann die Region einen substanziellen Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit Deutschlands und Europas leisten“, unterstreicht Lehmann.
Das MISI versteht sich als zentrale Plattform der Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft in Mitteldeutschland. Im Fokus stehen transparente Beschaffungswege, Technologietransfer, Dual-Use-Potenziale, regionale Zulieferketten und die Unterstützung von Unternehmensansiedlungen. Als Leitprinzip verfolgt das Institut den Ansatz von „Sustainable Defence“: Darunter versteht man die Verbindung von Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Resilienz als Antwort auf Modernisierungsrückstände und gestiegenen Sicherheitsanforderungen.
Operativer Start zahlreicher Projekte und Strategien
Mit der Veranstaltung startet das MISI in seine Arbeit und plant u.a. die folgenden Projekte : Marktzugang erleichtern mit mehr Transparenz über Beschaffungswege und Anforderungen sowie zielgerichtete Formate, die den Zugang zu Beschaffungsprozessen erleichtern. Nächster Punkt ist die Stärkung von Innovation mit dem Aufbau eines Dual-Use-Innovation-Hubs, der Bundeswehr, Industrie, Start-Ups, Hochschulen und Fraunhofer vernetzt. Inkludiert ist auch Vernetzung mit anderen Institutionen wie etwa Cyber Innovation Hub, Cyberagentur, SPRIND sowie European Defense Fund (EDF), ASAP und Horizon Europe (EU Forschungsprogrammlinie).
Eine zentrale Zielsetzung ist auch die Stärkung von regionaler Wertschöpfung mit einem Ausbau regionaler Zulieferketten und der Unterstützung von Ansiedlungen. Gesondertes Augenmerk gilt einer eigenen Standort- und Industriekarte, die bis Oktober 2026 fertig sein soll. Dazu passend dann noch das Projekt „Schaufenster Sicherheitsindustrie“, das bis April 2026 finalisiert sein soll. Alle diese Projekte werden von unterschiedlichen und jeweils thematisch zielgerichteten sowie die Akteure vernetzenden Veranstaltungsformaten begleitet. (red/czaak)
Anm. der Redaktion : die beigefügten Web-Links sind weitere Verbände Mittelständischer Unternehmen in Deutschland ; Die Webseite des MISI selbst ist gerade im Entstehen.
Arbeitskosten und Energiekosten und Bürokratie

Österreichs Chemiefirmen unter massivem wirtschaftlichen Druck. Fachverband analysiert größte Belastungen und volkswirtschaftliche Auswirkungen. Erhöhter Druck bis hin zu Existenzängsten auch bei deutschen Unternehmen.
96 Prozent aller in der EU hergestellten Waren benötigen chemische Produkte als Vorleistung. Ohne die Chemie gäbe es etwa keine Fahrzeuge, keine Elektrogeräte, keine Baustoffe, keine Textilien, keine Lebensmittel oder keine Energieversorgung. Wirtschaftliche Schwierigkeiten, ein Rückgang der Investitionen und eine Verschlechterung der Wettbewerbsbedingungen haben daher volkswirtschaftliche Auswirkungen. Ein weiterer Aspekt ist die Zunahme von ohnehin schon großen Abhängigkeiten von anderen Ländern wie etwa China.
Der Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO) ist die gesetzliche Interessenvertretung der Branche in Österreich. Die etwa 230 Mitgliedsunternehmen produzieren in unterschiedlichen Sektoren, das erstreckt sich von Pharmazeutika, Kunststoffen und Kunststoffwaren über Fasern, Lacke oder Düngemittel bis hin zu organischen und anorganischen Chemikalien.
Forderung nach Reduktion der Energiekosten
Laut der aktuellen Umfrage des Fachverbands unter allen Mitgliedsbetrieben hat sich nun die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe massiv verschlechtert, nach ohnehin schon zwei schwierigen Jahren. Rund 55 Prozent der Unternehmen berichten über Umsatzeinbußen, nur 16 Prozent sehen eine positive Entwicklung. Fast ein Drittel der Unternehmen mussten ihre Investitionen deutlich reduzieren, nach einem bereits verhaltenen Investitionsjahr 2024. Eine Verbesserung in den kommenden Monaten ist nicht in Sicht.
„Wir stehen unter massivem Druck“, warnt Ulrich Wieltsch, Obmann des Fachverbands. „Um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, braucht es insbesondere eine dringende Reduktion der Energiekosten sowie Unterstützung gegen die zunehmenden Verwerfungen auf den internationalen Märkten“, unterstreicht der promovierte Techniker und Verbandschef. Im Detail fordert der Verband eine Ausweitung des Stromkosten-Ausgleichsgesetzes auf die chemische Industrie und reduzierte Netzkosten, Steuern und CO2-Bepreisung.
Energie- und Arbeitskosten belasten 78 Prozent der Betriebe
Die FCIO-Mitgliederumfrage nennt auch die größten Belastungen : 84 Prozent der Unternehmen nennen die Arbeitskosten, 72 Prozent die Energiekosten und 65 Prozent die zunehmende Regulierung und Bürokratie als zentrale Wettbewerbshemmnisse. Sorgen bereitet auch die internationale Handelspolitik : 64 Prozent der Befragten berichten über negative Auswirkungen der US-Handelspolitik und 53 Prozent über Belastungen durch die chinesische Wirtschaftspolitik.
Die aktuelle Wirtschaftskrise spiegelt sich auch in Deutschland, wo nun immer mehr Unternehmen um ihre Existenz fürchten. Die Wirtschaftsforscher des Münchner ifo-Instituts erheben branchenübergreifend wie gesamtwirtschaftlich regelmäßige Entwicklungen und hier zeigt sich nun ein bedrohlicher Trend.
Hohes Niveau bei Unternehmensinsolvenzen
Der Anteil deutscher Unternehmen, die ihre wirtschaftliche Existenz akut bedroht sehen, ist auf über acht Prozent gestiegen. Im Oktober 2024 waren es noch knapp über sieben Prozent. Das hat auch unmittelbare Auswirkungen auf das Thema Unternehmensinsolvenzen. „Die Zahl der Firmeninsolvenzen dürfte damit auch in den kommenden Monaten auf einem hohen Niveau bleiben“, so Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen.
Die von den Betrieben genannten Gründe für diese Entwicklung sind die gleichen wie in Österreich : gestiegene Betriebs- und Personalkosten und hohe bürokratische Anforderungen belasten die Unternehmen, während die fehlende Nachfrage ihre Umsätze schmälert. Als größte Gefahr für ihre Existenz sehen die Unternehmen branchenübergreifend den Auftragsmangel, der zu erheblichen Liquiditätsengpässen führt.
Problembranchen Einzelhandel und Dienstleistungen
Insbesondere im Einzelhandel steigen die Existenzsorgen. 15 Prozent berichten von tiefgreifenden wirtschaftlichen Problemen. Im letzten Jahr waren es noch unter 14 Prozent. Auch bei den Dienstleistern stieg die Insolvenzgefahr. Hier sehen sich fasst acht Prozent der Unternehmen in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht, im Oktober 2024 waren es noch unter sechs Prozent.
Zumindest etwas Entspannung gibt es in der Industrie, hier ist der Anteil leicht von 8,6 auf 8,1 Prozent gesunken, so das ifo-Institut. Auch in der Baubranche gab es etwas Entspannung. Im Vorjahr lag der Wert bei exakt 7,9 Prozent, nun haben 6,3 Prozent der Unternehmen massive wirtschaftliche Probleme. (red/czaak)Krise, welche Krise ?

Der qualitative Kunstauktionsmarkt funktioniert. Aktuell fallen wieder Rekordpreise. Anzahl der Verkäufe auch hoch. Ein Beispiel sind die Zeitgenossen im Wiener Dorotheum. Am 3. Dezember folgt Im Kinsky nächste Auktion mit hochkarätigen Werken.
236 Millionen Dollar für ein Werk von Gustav Klimt oder knapp 55 Millionen für eine Malerei von Frida Kahlo bei den aktuellen Kunstauktionen des internationalen Auktionshauses Sothebys in New York zeigen mit anderen Millionenverkäufen, dass qualitativ hochwertige oder namentlich prominente Kunstwerke wieder oder weiter potente Käufer finden.
Was augenscheinlich international gilt, ist auch im heimischen Markt zu beobachten. Nachdem im Wiener Dorotheum bei der „Klassischen Moderne“ eine Papierarbeit von Egon Schiele 3,2 Millionen Euro erzielte, wurden soeben auch im Segment der Zeitgenössischen Kunst (ab 1945) mehrere Rekorderlöse für heimische Maler vermeldet. Auch die Anzahl der verkauften Werke ist hoch, bei den zwei aufgeteilten Auktionen konnten für exakt 70 (!) Prozent der 372 angebotenen Lose Käufer gefunden werden. Der laufende Nachverkauf ist hier noch nicht berücksichtigt.
Zwei tschechische Künstler mit den höchsten Zuschlägen
Die gesamten Erlöse bei beiden Zeitgenossen-Auktionen beliefen sich inklusive Abgaben auf rund 11,5 Millionen Euro (Nachverkauf ebenso noch nicht berücksichtigt). Das teuerste Werk („Two Inquisitors II“) des tschechischen Künstlers Nikolaus Medek (1926 bis 1974) erzielte 812.000 Euro. Ebenso begehrt war eine Arbeit („Linie č. 109“) des auch aus Tschechien stammenden Künstlers Zdeněk Sýkora (1920 bis 2011) mit einem erzielten Preis von 737.500 Euro. Sýkora begann als einer der Ersten Bildkompositionen mittels Computer zu entwickeln.
Unter den weiteren Top-Ergebnissen waren Andy Warhols „Ten Jews“ mit 636.000 Euro, Fernando Boteros „Man Eating“ für 325.000 Euro, der Koreaner Lee Ufan mit „From Line No. 790256“ für 311.000 Euro, Carla Accardis „Scuro blu“ für 222.000 Euro oder Jean Fautriers „Le Marquis“, für 208.000 Euro. Hohe Zuschläge erzielten auch Werke von Josef Albers, Hans Hartung, Julian Schnabel oder Enrico Castellani. Die schon seit Jahren konsequent verfolgte Linie der Internationalisierung trägt weiter Früchte für das Auktionshaus Dorotheum (neben einer immer größeren Vielfalt bei anderen Auktions-Segmenten und ‑Formaten).
Relationen im Kontext mit Preis, Anzahl und qualitativer Wertigkeit
Rekordzuschläge, wenn auch vergleichsweise niedrigere Beträge, erzielten hier auch österreichische Maler, darunter eine großformatige rote Abstraktion des im Juni dieses Jahres verstorbenen Herbert Brandl mit 175.500 Euro oder Markus Prachensky (1932 bis 2011) mit 143.000 Euro für „Rot auf Weiß – Sebastianplatz“ aus 1960, ebenso eine rotdominierende Abstraktion — und als wirklich großartiges Bild auch die „Übermalung“ dieses Textes. economy konnte es auch in Natura bewundern.
Interessanter, weil aussagekräftiger für die aktuelle Marktsituation sind die Relationen bei Anzahl, qualitativen Wertigkeiten und Verkäufen. Von den bereits angeführten 372 angebotenen zeitgenössischen Werken im Dorotheum wurden eben exakt hohe 70 Prozent verkauft. Einzeln betrachtet waren es bei der höherwertigeren Auktion „Zeitgenossen I“ 78 von 113 angebotenen Werken und bei den niedrigpreisigeren „Zeitgenossen II“ waren es 181 von 259 Werken (ohne laufenden Nachverkauf).
Die Rolle der Österreichischen Künstler:innen
Bei „Zeitgenossen II“ wurden diese 181 Werke zu einem Gesamtpreis von knapp 3 Millionen Euro verkauft, daraus ergibt sich ein durchschnittlicher Einzelpreis von rund 16.500 Euro. Einzelne Werke brachten aber auch hier Erlöse von (tlw. weit) über 100.000 Euro. Bei „Zeitgenossen I“ wurden die 78 Werke zum Gesamtpreis von knapp 8,5 Millionen Euro verkauft, macht 109.000 Euro als durchschnittlichen Einzelpreis. Sechs Werke brachten hier über 300.000 Euro, davon drei über 500.000 Euro.
Spitzenpreise gab es dabei auch für weitere Werke von Herbert Brandl oder Arnulf Rainer. Bilder von Hermann Nitsch blieben (abermals) etwas unter den Erwartungen. Weitere österreichische Künstler:innen bei der Auktion waren Martha Jungwirth (nicht mehr ganz so begehrt wie zuletzt), Brigitte Kowanz, Franz West (sehr begehrt), Erwin Wurm, Hubert Scheibl, Hans Staudacher, Otto Muehl oder Günter Brus.
Auktionsplattform für qualitativ gute aber noch unbekanntere Künstler:innen
Zusammengefasst im Kontext mit etwaigen Krisendiskussionen soll es schon schlechtere Auktionsergebnisse gegeben haben. In Verbindung mit Österreichischen Künstler:innen zeigt sich aber einmal mehr, dass nur die bekannten Namen im Auktionsgeschäft funktionieren bzw. von den Auktionshäusern genommen werden. Eine Art „Henne-Ei-Prinzip“. Hier wird dem typisch österreichischen Sammeln von Namen (und Wiedererkennbarkeit) Rechnung getragen. Aus unternehmerischer Sicht der Auktionshäuser an sich verständlich, Kataloge, Mitarbeitende, Vermarktung & Co. sind kostenintensiv.
Kunstmarktpolitisch, auch aus Sicht der Künstler:innen und deren Galerien, wäre es aber an der Zeit auch ein kuratiertes Auktions-Segment (inkl. gleiche Live-Auktionen) für qualitativ gute jüngere oder noch nicht so bekannte Künstler:innen zu eröffnen. Jüngeres kunstinteressiertes aber (noch) nicht finanzstarkes Publikum würde sich sicher freuen und die damit verbundene, vermarktungstechnisch immer wichtigere Sichtbarkeit in den Kunstmarkt-Datenbanken/-Portalen ist dann auch gegeben. In Deutschland ist etwa mit dieser Schiene das Auktionshaus „Grisebach“ schon länger erfolgreich.
Nächste wichtige Auktionen am 27. November und 3. Dezember
In Österreich hat neben Otto Ressler (Ressler-Auktionen) der Kunsthändler Roland Widder im Segment der Klassischen Moderne (Jahre 1900 bis 1935) begonnen auch noch nicht so bekannte Künstler über seine „Widder-Auktionen“ anzubieten, das nächste Mal am kommenden 27. November. Etablierte Österreichische Zeitgenossen kommen dann wieder am 3. Dezember im Auktionshaus Im Kinsky „zum Ruf“. Neben Rainer, Jungwirth, Nitsch & Co. werden hier auch zwei seltene frühe Werke von Alfred Kornberger (Wien 1933 bis 2002 Wien) angeboten. In Fachkreisen und musealen Sammlungen ist der expressive Kolorist schon lange Fixpunkt, beim breiteren Publikum noch nicht. Er ist also einer jener Künstler, die es noch zu entdecken gilt.
„Alfred Kornberger ist der Egon Schiele in der Kunst nach 1945. Das gilt für die gleiche handwerkliche Qualität und für seine ebenso vergleichbare Obsession für den weiblichen Akt“, urteilte der große Sammler und Museumsgründer Rudolf Leopold 2008 bei der Präsentation des von Franz Smola (damals Chefkurator Leopold Museum, jetzt Belvedere) herausgegebenen Werkverzeichnisses (WVZ) der Ölgemälde von Kornberger. Dieses WVZ gibt es auch online (siehe Link), man kann sich also „einschauen“ – um dann bei der Kinsky-Auktion einen neuen Treffer zu landen. (red/czaak ; Compliance-Hinweis : Die Familie des Autors betreibt in Wien eine Galerie)
Bedrohliche Abhängigkeiten Europas

93 Prozent der Deutschen Unternehmen beklagen digitale Abhängigkeit vom Ausland. Rund 60 Prozent könnten ohne Digitalimporte nur maximal zwölf Monate überleben. Bitkom-Studie zu heutigem Gipfel zu Europas digitaler Unabhängigkeit.
Hardware aus China, Cloud- und KI-Lösungen aus den USA, Chips aus Taiwan oder Industrieroboter aus Südkorea : Die Unternehmen der deutschen Wirtschaft sind weiterhin stark abhängig von digitalen Technologien und Leistungen aus dem Ausland. Gleichzeitig schwindet das Vertrauen, vor allem in die USA.
9 von 10 Unternehmen, die digitale Güter oder Leistungen importieren, sehen sich davon abhängig. 51 Prozent davon sogar „stark abhängig“. Nur eine Minderheit (4 Prozent) wäre dauerhaft überlebensfähig, würden diese Importe wegfallen.
Repräsentative Studie mit mehr als 600 Unternehmen
Damit Europa unabhängiger von Digitalimporten aus dem Ausland wird, haben Deutschland und Frankreich den heutigen Gipfel für europäische digitale Souveränität initiiert (Anm. 18. November in Berlin). Der Digitalverband Bitkom hat im Vorfeld mehr als 600 Unternehmen ab 20 Mitarbeitenden repräsentativ nach ihrer Abhängigkeit von ausländischen Technologien und Services befragt – und welche Risiken daraus entstehen.
Ein Ergebnis der Umfrage zeigt die nochmals gestiegene Abhängigkeit von den USA und China allein innerhalb des heurigen Jahres : 51 Prozent der deutschen Unternehmen sehen sich „stark abhängig“ von den Vereinigten Staaten, im Januar 2025 waren es noch 41 Prozent. Und ebenfalls 51 Prozent sehen sich „stark abhängig“ von China, ein Zuwachs um sieben Prozentpunkte gegenüber dem Jahresbeginn.
„Deutschland und Europa müssen sich aus diesen Abhängigkeiten befreien“
Die deutschen Unternehmen können laut eigenen Angaben derzeit nur 12 Monate überleben ohne Technologien oder Services aus den USA. Bei China wären es sogar nur 11 Monate. In Summe sehen sich 93 Prozent der deutschen Unternehmen abhängig von digitalen Technologien und Leistungen aus dem Ausland. Nur 10 Prozent glauben an eine Verringerung in fünf Jahren, ein Viertel rechnet mit einer Fortschreibung dieses Zustands, 63 Prozent mit einer Zunahme der Abhängigkeiten.
„Deutschland und Europa müssen sich aus diesen Abhängigkeiten befreien und ihre digitale Zukunft selbst in die Hand nehmen“, fordert Ralf Wintergerst, Präsident beim Bitkom-Verband. „Wir müssen Europa zu einem Ort machen, wo digitale Technologien auch entwickelt und in wettbewerbsfähige Produkte und Dienste übersetzt werden. Der Gipfel für europäische digitale Souveränität sollte dafür den Startschuss geben“, so Wintergerst.
Kaum ein Unternehmen kommt ohne Digitalimporte aus
Insgesamt kommt kaum ein Unternehmen in Deutschlandohne den Import digitaler Technologien und Leistungen aus (96 Prozent). Ganz oben stehen Endgeräte wie Smartphones oder Notebooks. Digitale Bauteile bzw. Hardware-Komponenten wie Chips, Halbleiter oder Sensoren beziehen 74 Prozent, Software 72 Prozent und Security-Anwendungen wie Firewalls 67 Prozent aus dem Ausland.
Digitale Geräte und Maschinen, etwa für die Produktion, importieren 60 Prozent der Unternehmen. Digitale Dienste wie Programmierung von Apps oder IT-Beratung beziehen 41 Prozent von außerhalb Deutschlands. Drei Prozent der Unternehmen weiß teilweise nicht, ob und welche Technologien aus dem Ausland bezogen werden.
USA und CHINA sind wichtigste Herkunftsländer
Die wichtigsten Herkunftsländer sind die USA und China. 67 Prozent importieren „häufig“ aus den USA, 23 Prozent „in Einzelfällen“, so dass die Vereinigten Staaten für 9 von 10 Unternehmen ein Handelspartner für digitale Technologien und Leistungen sind. 58 Prozent importieren „häufig“ aus China, ein weiteres Viertel „in Einzelfällen“. Bedeutend aus dem asiatischen Raum ist außerdem Taiwan (21 Prozent „häufig“/ 24 Prozent „in Einzelfällen“).
„Die deutsche Wirtschaft ist vergleichsweise stark von dem kleinen Inselstaat Taiwan abhängig, da Schlüsselindustrien wie die Automobil- und Elektronikbranche auf dort produzierte Hochleistungs-Chips angewiesen sind. Chinas Aggressionen gegen Taiwan bedrohen deshalb direkt die Lieferketten und Produktionskapazitäten in Deutschland“, erläutert Ralf Wintergerst.
Digital souverän ist ein Land mit eigenen digitalen Schlüsseltechnologien
Ein bedeutendes Bezugsland ist zudem Japan : 12 Prozent der Unternehmen importieren von dort „häufig“, 31 Prozent „in Einzelfällen“. Auch Frankreich – Deutschlands Partner beim kommenden Gipfel in Berlin – ist für die hiesige Wirtschaft wichtig : Jedes zehnte Unternehmen bezieht „häufig“ digitale Technologien und Leistungen aus dem Nachbarland und doppelt so viele zumindest in Einzelfällen. Gleiches gilt für die übrige EU sowie das Vereinigte Königreich. Nur ein Prozent der befragten Unternehmen gibt Russland als Handelspartner an.
„Digital souverän ist ein Land, das eigene substanzielle Fähigkeiten in digitalen Schlüsseltechnologien besitzt und selbstbestimmt darüber entscheiden kann, aus welchen Ländern es digitale Technologien bezieht“, betont Ralf Wintergerst. „Die deutsche Wirtschaft muss sich aus einseitigen Abhängigkeiten befreien und sie muss adäquat reagieren können, wenn sie von Lieferländern unter Druck gesetzt wird.“
Deutsche fordern mehr Unabhängigkeit vom Ausland
In einer weiteren repräsentativen Studie (Anm. 1.100 Befragungen) hat der Bitkom-Verband anlässlich des Gipfels für europäische digitale Souveränität die Sicht der Deutschen auf das Verhältnis zu den USA und China ermittelt. Hier sagt eine Mehrheit von 59 Prozent, dass die USA ein verlässlicher Partner für Deutschland seien – mit Blick auf China nehmen dies 42 Prozent an. Gleichwohl ist die Abhängigkeit bei digitalen Technologien für eine überwiegende Mehrheit sehr präsent : 44 Prozent der Bundesbürger halten Deutschland für „sehr abhängig“ und 50 Prozent für „eher abhängig“ vom Import aus dem Ausland.
98 Prozent halten es für wichtig, dass Deutschland bei wichtigen digitalen Technologien unabhängiger wird. Die deutsche Wirtschaft selbst blickt mit Sorge insbesondere in die USA. 99 Prozent der Unternehmen sehen weitere finanzielle Belastungen durch Strafzölle oder Sanktionen als Risiko, 56 Prozent fürchten Exportbeschränkungen und 49 Prozent einen Austritt der USA aus internationalen Organisationen wie der NATO oder der WTO. Die damit verbundenen ökonomischen Risiken werden von den Unternehmen gewichtiger eingeschätzt als digitale Risiken.
Gipfel zur Digitalen Unabhängigkeit stößt auf großen Zuspruch
Den aktuellen Gipfel für europäische digitale Souveränität begrüßen entsprechend 86 Prozent der Deutschen Betriebe. 92 Prozent meinen, Deutschland und Frankreich sollten eine Führungsrolle bei der Stärkung der digitalen Souveränität Europas einnehmen und 82 Prozent betonen, eine enge deutsch-französische Zusammenarbeit im Digitalbereich stärke die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft insgesamt.
Auch aus Bitkom-Sicht braucht es dazu den Aufbau einer leistungsfähigen Cloud- und Rechenzentrums-Infrastruktur in Deutschland und Europa. Wichtig sei außerdem der Aufbau eigener Fähigkeiten bei den Schlüsseltechnologien Künstliche Intelligenz, Quantum-Computing, dem Industrial Metaverse und der IT-Sicherheit. Auch der Ausbau Deutschlands zu einem Zentrum der Chip-Fertigung gehöre dazu.
Einführung der European Digital Identity Wallet
Nationale Maßnahmen müssten dabei eng mit Aktivitäten auf EU-Ebene verzahnt werden. Dabei gehe es nicht nur darum, im internationalen Subventionswettbewerb zu bestehen. „Entscheidend sind verlässliche Rahmenbedingungen, gut ausgebildete Fachkräfte und eine Verwaltung, die Investitionen beschleunigt statt bremst“, so Wintergerst. Auch die Einführung der European Digital Identity Wallet müsse vorangebracht werden.
„Die EUDI-Wallet ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen, Identitätsdaten und digitale Nachweise sicher, selbstbestimmt und grenzüberschreitend zu organisieren“. Auf dem Gipfel am 18. November werden erste Implementierungen der EUDI-Wallet präsentiert. Auf Initiative und unter Vermittlung des Bitkom-Verbandes haben mehr als 60 Unternehmen eine Absichtserklärung unterzeichnet, Anwendungen für die EUDI-Wallet zur Verfügung zu stellen. (red/czaak)
„Digitale Souveränität stärkt den Wirtschaftsstandort Österreich“

Aktuelle Anforderungen in der betrieblichen Digitalisierung. Peter Lenz, Managing Director T‑Systems, im Gespräch mit economy zu gefragten IT-Diensten, KI im Klinikalltag und zur besonderen Bedeutung digitaler Souveränität.
T‑Systems treibt die digitale Transformation branchenübergreifend voran – mit souveränen Cloud-Lösungen, mit KI plus Automatisierung, und in Schlüsselbranchen wie dem Gesundheitswesen auch mit der neuen Lösung T‑Systems Solution for HealthCare (TSHC) als Nachfolger von SAP IS‑H.
Economy : Wo sehen Sie aktuell den größten Bedarf in der IT ?
Peter Lenz : Besonders in den Fokus rücken jene IT-Dienste, die Unternehmen dabei helfen, digital souverän, effizient und zukunftssicher zu arbeiten. Vor allem souveräne Cloud-Lösungen, die höchste Datensicherheit und Kontrolle bieten, weiters Künstliche Intelligenz und Automatisierung zur Beschleunigung der Prozesse und Entlastung der Mitarbeitenden sowie Lösungen für den Gesundheitssektor wie unsere T‑Systems Solution for HealthCare (TSHC), die Krankenhäuser bei der Digitalisierung und Optimierung von Abläufen sowie primär beim Patient:innenmanagement — unterstützt.
Wie positioniert sich T‑Systems im stark wachsenden Cloud-Markt ?
Cloud-Lösungen spielen in unserem Portfolio eine zentrale Rolle. Wer Geschäftsprozesse agil und zukunftssicher betreiben will, kommt daran nicht vorbei. Wir bündeln gerade unsere Cloud-Angebote unter dem Namen T Cloud, die wir in drei Bereiche gliedern. Die T Cloud Public basiert auf OpenStack und entspricht der Open Telekom Cloud (OTC). Die T Cloud Private wird in unseren eigenen Rechenzentren betrieben und eignet sich primär für Anwendungen wie SAP oder andere geschäftskritische Workloads. Und die T Cloud Sovereign richtet sich an Kund:innen mit besonders hohen Anforderungen an Datenschutz und Sicherheit.
Wen betrifft das etwa ?
Beispielsweise das Gesundheitswesen oder die öffentliche Verwaltung. Final unterstützen wir Unternehmen mit einer leistungsstarken, souveränen und wirtschaftlichen Cloud-Infrastruktur “Made in Europe”, betrieben von einem vertrauenswürdigen Partner mit jahrzehntelanger Erfahrung – abgestimmt auf die individuellen Geschäftsziele und Workloads. Dabei begleiten wir unsere Kund:innen ganzheitlich, von der strategischen Beratung über die technische Umsetzung bis hin zum sicheren Betrieb.
KI und Automatisierung wird immer relevanter. Wie können diese den Gesundheitsbereich entlasten ?
Vor allem im Klinikalltag kommt Künstliche Intelligenz und Automatisierung unterstützend zum Einsatz. In Sozialversicherungen übernehmen Chatbots Routineaufgaben und reduzieren den administrativen Aufwand. In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sorgen automatisierte Prozesse und innovative Lernformate wie das Metaverse für mehr Effizienz und eine praxisnahe Ausbildung.
Gibt es noch weitere Anwendungen ?
Unser Smart Chat, datensouverän betrieben in der Open Telekom Cloud, ermöglicht die intelligente Auswertung von Dokumenten. In der Diagnostik unterstützt KI etwa bei der Analyse von Röntgenbildern oder der Sepsiserkennung und liefert präzisere Ergebnisse in kürzester Zeit. Auch Abrechnungsprozesse werden teilautomatisiert – das führt zu schnelleren Entscheidungen, geringeren Kosten und höherer Zufriedenheit bei Versicherten und Mitarbeitenden.
Wie unterstützt nun die neue TSHC-Lösung speziell Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen ?
Als SAP 2022 die Einstellung der Patientenmanagementlösung IS‑H ankündigte, gab es große Unsicherheit im Gesundheitswesen. IS‑H deckte ja die zentralen Bereiche Aufnahme, Entlassung und Abrechnung ab. Hier kommt unsere Nachfolgelösung T‑Systems Solution for HealthCare (TSHC) ins Spiel. Betrieben im eigenen Rechenzentrum deckt sie die zentralen Funktionen von IS‑H vollständig ab.
Was sind die Vorteile ?
Die vertraute Benutzerfreundlichkeit für minimalen Schulungsaufwand und weitgehender Übernahme bestehender Prozesse, sodass Krankenhäuser ohne aufwendige Neueinführungen schnell und produktiv arbeiten können. Mit 40 Jahren Erfahrung im Gesundheitswesen, über 80 Expert:innen in Österreich und als langjähriger SAP-Partner sowie IS‑H Mitentwickler begleiten wir die nächste Generation des Patient:innenmanagements.
Durch aktuelle geopolitische Entwicklungen fokussieren Unternehmen Souveränität und Sicherheit. Wie können digitale Innovation und ein IT-Dienstleister wie T‑Systems hier unterstützen ?
Digitale Souveränität bedeutet, die volle Kontrolle zu behalten – über Datenhoheit, Betrieb und Technologie, unabhängig von geopolitischen oder wirtschaftlichen Einflüssen. Genau hier setzen wir als T‑Systems an : Mit unseren souveränen Cloud-Lösungen wird gewährleistet, dass sensible Daten nicht in Drittländer gelangen und sämtliche europäische Datenschutzbestimmungen und Sicherheitsstandards eingehalten werden. Digitale Unabhängigkeit bzw. Souveränität stärkt den Wirtschaftsstandort Österreich.
Economy : Nochmal KI, können Sie ein aktuelles Referenzbeispiel nennen ?
Peter Lenz : Wir haben gemeinsam mit der Energieallianz Austria (EAA) den KI-basierten digitalen Assistenten namens „Kundenradar“ entwickelt. Dieser nutzt das Large Language Model von OpenAI auf der Mircosoft-Azure-Plattform, um kunden- und branchenrelevante Informationen automatisch zu recherchieren, zu bewerten und in einem übersichtlichen Dashboard bereitzustellen. Im Ergebnis konnten Vertriebsmitarbeitende ihren Rechercheaufwand um 50 Prozent reduzieren und profitieren nun von qualitativ hochwertigen, aktuellen Informationen für noch fundiertere Kundengespräche.
Wettbewerbsfähigkeit sinkt immer tiefer

Deutsche Industrie sieht die eigene Wettbewerbsfähigkeit auf Rekordtief. Jedes dritte Unternehmen bekundet aktuell weiteren Rückgang gegenüber Ländern außerhalb der EU. Besonders schlechte Stimmung in Chemie-Branche, so aktuelle ifo-Erhebungen.
Mehr als jedes dritte deutsche Industrieunternehmen berichtet im Oktober von einem Rückgang seiner Konkurrenzfähigkeit gegenüber Ländern außerhalb der Europäischen Union (EU). Aktuell sind das 37 Prozent, im Juli waren es noch 25 Prozent. „So viele waren es in den ifo Umfragen noch nie“, sagt Klaus Wohlrabe, Chef des Umfragen-Ressorts beim Münchner ifo-Institut.
Der Druck steigt aber auch innerhalb Europas : Der Anteil der Firmen mit sinkender Wettbewerbsfähigkeit gegenüber EU-Mitgliedstaaten stieg von 12 auf fast 22 Prozent, ebenfalls ein negativer Rekord. „Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie befindet sich auf einem neuen Tiefpunkt. Das zeigt, wie stark die strukturellen Probleme inzwischen durchschlagen“, betont Wohlrabe. Die Wettbewerbsfähigkeit hat quer über alle Branchen hinweg nachgelassen.
Situation in der energieintensiven Industrie besonders dramatisch
Besonders dramatisch ist die Situation in der energieintensiven und in der chemischen Industrie, wo jedes zweite Unternehmen über stark gesunkene Wettbewerbsfähigkeit klagt. Ähnlich hoch ist der Anteil bei den Herstellern von elektronischen und optischen Erzeugnissen (47 Prozent). Im Maschinenbau liegt der Anteil bei rund 40 Prozent. „Die strukturellen Probleme sind bekannt, ohne tiefgreifende Reformen droht Deutschland im internationalen Vergleich weiter zurückzufallen“, so Wohlrabe vom ifo-Institut.
Die Chemieindustrie spielt aktuell eine besondere Rolle, hier hat sich die Stimmung vergleichsweise besonders stark verschlechtert. Auch der Blick in die Zukunft ist deutlich pessimistischer : die Erwartungen sanken von minus 4 auf minus 13 Punkte, eine Verdreifachung also. „Die Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung reichen in der aktuellen Konjunkturlage nicht aus, um eine Trendwende einzuleiten“, ergänzt hier Anna Wolf, Branchenexpertin bei ifo-Institut.
Auftragsminus tiefster Wert seit mehr als drei Jahrzehnten
Das Thema Wettbewerbsfähigkeit hat nun auch praktische Auswirkungen. Der gestiegene Druck aus dem Ausland zwingt viele Betriebe, ihre Preise zu senken : Der Indikator für die Preispläne drehte kräftig ins Minus (minus 11 Punkte nach plus 1 Punkt). Gleichzeitig bleibt die Auftragslage sehr schwach. Die Betriebe erwarten auch aus dem Ausland keine Impulse. In der Folge rutschte die Beurteilung des Auftragsbestands auf den tiefsten Wert seit mehr als drei Jahrzehnten (!).Das spiegelt auch die Kapazitätsauslastung, diese sank auf nur 71 Prozent und liegt damit deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre von 81 Prozent. „Die Kombination aus mangelnder Wettbewerbsfähigkeit, sinkenden Verkaufspreisen bei gleichzeitig hohen Kosten und schwachen Aufträgen zwingt die Betriebe, Investitionen zu drosseln und Personal weiter abzubauen“, so das Resümee von Anna Wolf vom ifo-Institut. (red/cc)
Schluss mit der beispiellosen Menschenhatz !

Die WKÖ ist zentrales Fundament der heimischen Wirtschaft und Harald Mahrer ist Garant für Effizienz, Transparenz und Innovation. Ein Kommentar von Christian Czaak.
Mit Arbeiterkammer und Gewerkschaftsbund werden die Interessen von zusammen 5,2 Millionen österreichischer Arbeitnehmer gleich von zwei schlagkräftigen Verbänden vertreten. Dem gegenüber steht die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) mit über 540.000 Mitgliedsbetrieben. Dann gibt es noch die Industriellenvereinigung mit über 5.000 Mitgliedsunternehmen und die Landwirtschaftskammern mit zusammen über 600.000 Mitgliedsbetrieben.
Tendenziöse Medienhatz und die umfangreichen Leistungen der Wirtschaftskammer
Bleiben wir bei der WKÖ und ihrem Präsidenten Harald Mahrer, der im Rahmen einer sicher ungeschickten Gehaltserhöhung für Mitarbeitende und Funktionäre der Kammer ins Zentrum einer beispiellosen (Medien)Hatz gerückt ist. Seit einer Woche vergeht kein Tag, wo Mahrer nicht quer durch alle Medien angegriffen und abgeurteilt wird. Das passiert teilweise auf einer persönlichen Ebene und mit entsprechend tendenziösen Berichten. Besonders eifrig ist dabei neben den gewohnten Krawallmedien auch die sogenannte Qualitätszeitung Der Standard, die in den letzten Tagen im Stundentakt gegen Mahrer anschreibt. Das geht bis rauf zu Gerold Riedmann, seit rund 1,5 Jahren Chefredakteur, zuvor in gleicher und weiteren Funktionen bei den Vorarlberger Nachrichten. Dazu später.
Zuvor Leistungen der Wirtschaftskammer für Wirtschaft und Mitgliedsbetriebe. Ein Kernbereich sind jährlich über 2,5 Millionen(!) Beratungen rechtlichen, steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Fragen. Dann der Gründerservice, wo pro Jahr rund 25.000 StartUps unterstützt werden. Über das zur WKÖ gehörige Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) nützen jährlichüber 300.000 Teilnehmer die rund 35.000 Kursformate. Und über das Erfolgsmodell der dualen Ausbildung betreut die Kammer gemeinsam mit Betrieben rund 110.000 Lehrlinge. Schließlich über 100 Außenwirtschafts-Centers in mehr als 70 Ländern für Exporteure und Markteintritte. Zudem ist die WKÖ über die EU-Wirtschaftskammer (Eurochambres) in die EU-Gesetzgebung eingebunden, damit heimische Betriebe gestärkt bzw. nicht behindert werden
Pragmatisch und lösungsorientiert mit Verständnis und Empathie für die Arbeitnehmer
Die WKÖ vertritt und unterstützt also die Interessen ihrer Mitgliedsbetriebe gegenüber Regierung, Parlament, Behörden und Sozialpartnern. In diesem (sozial)partnerschaftlichen System spielt sie eine zentrale Rolle, auch als österreichisches Erfolgsmodell für vergleichsweise jahrzehntelangen sozialen Frieden. Gemeinsam mit dem Österreichischen Gewerkschaftsbund (und Arbeiterkammer) sorgt sie für den Ausgleich zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberinteressen.
Am Funktionieren dieser Partnerschaft hat Harald Mahrer großen Anteil. Selbst allerhöchste Gewerken bescheinigen ihm Handschlagqualität, Konsensorientierung und entsprechende Verlässlichkeit. Er vertrete „natürlich primär die Interessen der Wirtschaft“, hat aber parallel „auch Verständnis und Empathie für die Arbeitnehmer“ und agiere entlang dieser Linie „immer pragmatisch und lösungsorientiert“. Es gab Minister, die etwa bei wirtschafts- oder arbeitsmarktpolitischen Verhandlungen während und nach Corona erstaunt zur Kenntnis nahmen, dass zwischen Mahrer und Wolfgang Katzian als obersten Gewerke kein Blatt Papier passt.
“Wiki” und die starken Männer der Industriellenvereinigung
Dieses pragmatisch partnerschaftliche Vorgehen mit den Arbeiternehmervertretungen könnte möglicherweise ein Grund dafür sein, dass mehrfach öffentlich geäußerte Kritik an Mahrer auch von ungewohnter Seite kommt, und zwar von der Industrie und der Industriellenvereinigung. Ein Grund könnten da aber auch ungeliebte Kammerbeiträge sein. Oder, dass Mahrer vergleichsweise ein erfolgreicher Unternehmer ist. Diese Kritik passiert mehrfach öffentlich, sowohl von der Interessenvertretung und insbesondere von Stephan Zöchling, Industrieller und Chef des Autozulieferbetriebes Remus sowie parallel auch neuer starker Mann (Aufsichtsrat) bei Pierer Mobility.
Mittlerweile treten über die Kronen Zeitung auch weitere Industrielle auf Kammer und Mahrer hin, darunter Erwin Soravia, Michael Tojner oder Martin Ohneberg. Das eine Interessensvertretung der Wirtschaft öffentlich auf die andere hinhaut, ist auch ein beispielloses Novum in Österreich. Unter dem neuen IV-Präsidenten Georg Knill scheint primär wieder mehr Männlichkeit in standortpolitischen Themen gefragt. Bei Georg Kapsch als letzten IV-Boss hätte es das wohl nicht gegeben, zumindest nicht auf dieser persönlichen und öffentlichen Ebene.
Die eigenen persönlichen Erfahrungen mit WKÖ und Harald Mahrer
Zu dieser persönlichen Ebene gehören dann auch die eigenen persönlichen Erfahrungen mit der WKÖ und mit Harald Mahrer. Unvergessen als kleiner Familienunternehmer bleibt hier neben vieler in Anspruch genommener Beratungsleistungen die Hilfe der WKÖ während der Corona-Epidemie. Von einem Tag auf den anderen existentiell gefährdet, waren die von der WKÖ vergleichsweise rasch und unbürokratisch gewährten finanziellen Unterstützungen aus dem Härtefallfond für zig-tausende Kleinunternehmer ein überlebens-wichtiger Beitrag, auch emotional.
Die anderen Beratungsleistungen hatten rechtliche oder betriebswirtschaftliche Hintergründe. Rechne ich jetzt etwa nur einen durchschnittlichen Stundensatz eines Anwalts mit (eh schon günstigen) 350,- (excl. USt.) dagegen, dann sind meine Kammer-Mitgliedsbeiträge von rd. 300,- pro Jahr gut angelegt. Dies auch in Richtung der Kritiker an der Pflichtmitgliedschaft – die neben den zahlreichen und vielfach geldwerten Gegenleistungen der WKÖ auch gewährleistet, dass alle Branchen und Unternehmensgrößen gehört werden – nicht nur die lautesten oder größten.
Die typisch österreichische, mehrheitlich katholisch geprägte Doppelmoral
Harald Mahrer und ich kennen einander seit 30 Jahren. Als er 1995 als WU-Student Chef der ÖH wurde, war ich Verlagsmanager beim Standard und wir lernten uns rund um PR- und Werbeaktivitäten für das gerade ins Leben gerufene WU-Center for Excellence kennen. PR- und Werbung blieb dann für viele Jahre das verbindende Thema. Zuletzt trafen wir einander bei einer Veranstaltung. Bei diesem Gespräch war Mahrer sehr betroffen. Er erzählte von Terminen mit weinenden Unternehmern und deren Ängste um ihre und die Existenz ihrer Mitarbeitenden wegen nicht mehr finanzierbarer Energiekosten. Seine Empathie war spürbar und diese wird auch von seinem jeweiligen Gegenüber und von Mitstreitern bestätigt.
Diese Empathie zeichnet ihn zusätzlich aus – neben fachlicher und unternehmerischer Expertise. Mahrer ist seit über 20 Jahren auch erfolgreicher Unternehmer und lebt dieses Unternehmertum auch mit und für die Wirtschaftskammer und seine Mitgliedsbetriebe. Im Kontext mit seiner Verantwortung und seinen Leistungen ist auch die parallel entstandene Kritik an seinem Salär (rd. 15.000,- Euro monatlich) unverständlich und unangebracht. Renate Anderl als Chefin der Arbeiterkammer etwa verdient nahezu das gleiche. Ein Großteil dieser Kritik ist der typisch österreichischen, mehrheitlich katholisch geprägten Doppelmoral und Niedertracht geschuldet. Und dem medialen Hecheln nach Aufmerksamkeit und Klicks oder Likes mit den damit verbunden Werbeerlösen.
Rücktrittsnahelegungen im Stundentakt
Womit ich wieder beim Standard und bei Gerold Riedmann bin. Hier erscheinen nun nahezu im Stundentakt tendenziös formulierte Rücktrittsnahelegungen wie zB. „Bundesländer, Firmenchefs, Industrielle : Kritik an Mahrer von Stunde zu Stunde lauter“, „Ohrenbetäubendes Schweigen der Regierung zu Causa Kammer“, „Erste offene Rücktrittsaufrufe aus Länder-Kammern : Kritik an Mahrer wird Stunde um Stunde lauter“ (gerade übernimmt auch Armin Wolf dieses Wording in der ZIB2).
Chefredaktor Gerold Riedmann betitelt einen Standard-Kommentar zu Kammer und Mahrer dann sogar mit „Zu reich, zu fett, zu selbstsicher“ und ortet final ein „frivoles Gebaren“. Es ist derselbe Riedmann, der am 4. September Gegenstand eines (weiteren) Berichtes des Ö1-Medienmagazins „Doublecheck“ ist. Es geht um die Zeit als Riedmann Chefredakteur bei den Vorarlberger Nachrichten/VN und parallel auch Geschäftsführer bei Russmedia Digital ist. Die VN sind auch ein Produkt aus dem Medienhaus der Familie Russ.
„Fragwürdige Vermischungen von redaktionellen und kaufmännischen Interessen“
Im Bericht geht es um – Zitat : „Fragwürdige Vermischungen von redaktionellen und kaufmännischen Interessen“. Doublecheck hatte zu dieser Causa bereits früher recherchiert und berichtet, Thema waren dabei auch enge Verflechtungen zwischen Vorarlberger Wirtschaftskammer bzw. Wirtschaftsbund und Russ-Media mit Gerold Riedmann. Aktuell waren nun laut Doublecheck in Form eines Prüfberichtes neue Vorwürfe gegen Riedmann aufgetaucht, er soll – Zitat : „Druck auf den Werbekunden Tourismusverband LechZürs ausgeübt haben“.
In der von mir live gehörten Radio-Sendung moniert Ö1-Journalist und Doublecheck-Sendungsmacher Stefan Kappacher auch, dass man den nunmehrigen Standard-Chefredakteur Gerold Riedmann um eine Stellungnahme direkt für bzw. in der Sendung gebeten habe, leider vergeblich : „Riedmann reagierte nicht“. Riedmann bestreitet die Vorwürfe schließlich. Ein Harald Mahrer hat vergleichsweise zumindest so viel Rückgrat und stellt sich Kritik und Vorwürfen direkt, auch den sehr persönlichen von Journalisten. (Christian Czaak)
Europäische Unabhängigkeit bei Daten und Technologie

T‑Systems und Deutsche Telekom starten europaweite KI-Fabrik in München. SAP und NVIDIA als Tech-Partner. Österreichische Unternehmen und Verwaltung ebenso adressiert.
Aufgrund der geopolitischen Lage und Unsicherheiten etwa rund um die aktuelle US-Administration und Gesetzen wie dem US-Cloud-Act (Anm. US-Behörden können länderübergreifend jederzeit auf Daten zugreifen) sollen bereits 20 Prozent der deutschen Unternehmen ihre geschäftskritischen Daten zurück aus der Cloud wieder lokal speichern.
Der Bedarf von Großunternehmen, Mittelstand und Start-Ups an souveränen und sicheren Rechenkapazitäten unter europäischen Regeln ist also groß, beispielsweise bei KI-Anwendungen im Maschinenbau, in der Fertigung oder in der Logistik
Erhöhung der deutschen KI-Rechenleistung um rund 50 Prozent
Die Deutsche Telekom baut nun gemeinsam mit NVIDIA eine der größten KI-Fabriken in Europa. Diese neue „Industrial AI Cloud“ mit Sitz in München gibt Unternehmen die Möglichkeit, ihre KI-Anwendungen mit proprietären Daten weiterzuentwickeln. Bereits im ersten Quartal 2026 sollen Betriebe die Rechenleistung der „KI-Fabrik“ buchen und bedarfsgerecht nutzen können. Final soll durch diese neue Fabrik die KI-Rechenleistung in Deutschland um rund 50 Prozent erhöht werden.
“In Kombination mit dem Netz der Deutschen Telekom und der T Cloud schaffen die Deutsche Telekom und NVIDIA ein Ökosystem für europäische Unternehmen, das KI-Souveränität bietet“, so die Deutsche Telekom in einer Aussendung. SAP soll die technologischen Voraussetzungen für die einfache Integration schaffen.
Österreichische Unternehmen können ebenso profitieren
„Wir freuen uns, dass so nahe zu Österreich eine hochperformante KI-Infrastruktur entsteht, die auch unseren österreichischen Kunden zur Nutzung von Workloads und KI Compute Power zugutekommt“, ergänzt Peter Lenz, Managing Director T‑Systems Österreich. „Das ist ein Meilenstein für die digitale Souveränität Europas. KI ist eine enorme Chance, sie hilft unseren Kunden Innovation zu beschleunigen, Produkte und Services weiterzuentwickeln und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Wirtschaftsstandorts stärken“, unterstreicht Lenz.
Bei den Anwendungsmöglichkeiten können Industriebetriebe dann etwa digitale 3D-Zwillinge realer Fabriken erstellen, wo NVIDIA Omniverse-Bibliotheken für die virtuelle Planung, Simulation, Prüfung und Verbesserung des Fabrikdesigns integriert werden, bevor sie in Realität gebaut werden. Dies steigert Effizienz und Qualität bei den Prozessen. Weiters können Autos und Flugzeuge in digitalen Windkanälen getestet werden, und auch virtuelle „Crashtests“ werden möglich sein. Weitere Anwendungen im Bereich Robotik und Automation sowie Lern- und Simulationstechniken sind ebenso möglich. (red/cc)
Keine nachhaltige Verbesserung der Budgetlage

Fiskalrat erwartet heuriges Budgetdefizit bei 4,4 Prozent des BIP. Fehlende Steuereinnahmen durch Wirtschaftskrise sowie hohe Kosten für Gehälter, Pensionen und Gesundheit belasten Konsolidierung.
Der Österreichische Fiskalrat erwartet für 2025 und 2026 gesamtstaatliche Budgetdefizite von 4,4 bzw. 4,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Damit bestätigen sich die Einschätzungen des Fiskalrats vom Juni 2025 und auch die des Finanzministeriums (BMF) von Oktober 2025. Die leichte Verschlechterung gegenüber der Frühjahrsprognose ist auf höhere Staatsausgaben zurückzuführen, die angesichts der schwachen Wirtschaftsentwicklung nur teilweise über steigende Einnahmen kompensiert werden.
Die niedrigeren Gehaltsabschlüsse für den öffentlichen Dienst und die Konkretisierung erster Konsolidierungsmaßnahmen, vor allem der Bundesländer, tragen dann zur Verbesserung des Budgetsaldos 2026 bei. Dennoch bleibt das Defizit über 4 Prozent des BIP. „Eine Stabilisierung der Schuldenquote – dafür wären Defizite unter 2,7 Prozent des BIP nötig – wird klar verfehlt. Bis 2026 steigt die Schuldenquote auf exakt 83,3 Prozent des BIP“, so der Fiskalrat in einer Aussendung.
Hohe Staatsausgaben ergeben hohes Budgetdefizit
Sozialleistungen sowie Löhne und Gehälter im öffentlichen Dienst steigen 2025 weiter kräftig. Gründe sind die inflationsbedingt hohen Gehaltsabschlüsse, steigende Pensions- und Arbeitslosenausgaben sowie höhere Gesundheitskosten. Das Konsolidierungspaket dämpft die Ausgaben vor allem durch den Wegfall des Klimabonus (Anm. minus 2,3 Mrd Euro).
Gegenüber der Frühjahrsprognose fällt der Ausgabenanstieg stärker aus, bedingt durch die höhere Anzahl von Alterspensionisten, höhere Beschäftigung im Gesundheits‑, Bildungs- und Sicherheitsbereich sowie steigende Gesundheitsausgaben. Einsparungen bei den Sachausgaben durch strengen Budgetvollzug wirken kurzfristig, dürften aber nicht dauerhaft im geplanten Volumen zum Tragen kommen. Das aktuell erwartete reale BIP-Wachstum (+0,3 Prozent) übertrifft den in der Frühjahrsprognose erhobenen Wert um 0,6 Prozentpunkte und erhöht die Staatseinnahmen um rund 0,3 Prozent des BIP.
Hohe Gehaltsabschlüsse erhöhen Lohnsteueraufkommen und Sozialbeiträge
Die Wiedereinhebung der Energieabgabe bringt rund eine Mrd Euro zusätzliche Einnahmen. Hingegen sinken die Zinseinnahmen infolge fallende Kurzfristzinsen. Das Aufkommen aus veranlagter Einkommensteuer und Körperschaftsteuer ist 2025 rückläufig, das Mehrwertsteueraufkommen bleibt hinter den Erwartungen zurück. 2026 lässt die Wirkung der Hochinflationsphase auf das Ausgabenwachstum deutlich nach und fällt bei den Einnahmen fast vollständig weg.
Die letzten Krisenhilfen laufen 2025 aus und das Konsolidierungspaket sowie moderatere Gehaltsabschlüsse im öffentlichen Dienst bremsen den Ausgabenanstieg. Dennoch bleiben die Staatsausgaben aufgrund steigender Gesundheits‑, Pensions- und Pflegekosten sowie höherer Verteidigungs- und Infrastrukturinvestitionen auf hohem Niveau. Darüber hinaus steigt der österreichische EU-Beitrag gegenüber dem Vorjahr deutlich um 0,8 Mrd Euro an.
Dauerhafter Ausgabenanstieg durch verfestigte Kriseneffekte
Obwohl die COVID-19-Hilfen bis 2024 weitgehend ausliefen, verharren die Ausgaben insbesondere im Gesundheitswesen auf hohem Niveau. Höhere Gehälter in Gesundheitsberufen und steigende Medikamentenkosten wirken dauerhaft. Die Hochinflationsjahre 2022⁄23 führten zeitverzögert zu einem deutlichen Anstieg der Sozialausgaben – allerdings sind auch die Beitragseinnahmen inflationsbedingt gestiegen. Der Anteil der Pensionsausgaben am BIP steigt von 13,9 (2019) auf 15,8 Prozent (2026).
Neben den gesetzlich vorgesehenen Pensionserhöhungen ist ein Teil dieses starken Anstiegs auf außertourliche Maßnahmen zurückzuführen. Die Pensionsausgaben 2024 erhöhten sich durch außertourliche Pensionsanpassungen seit 2019 im Umfang von 1,4 Mrd. Euro. Trotz der weitgehenden Inflationsindexierung der Einkommensteuertarifstufen steigen die Einnahmen im Zeitraum 2019 bis 2026 von 49,6 auf 51 Prozent des BIP. Der Anstieg der Ausgabenquote (2019 bis 2026 : + 6,2 Prozentpunkte) übersteigt den Anstieg der Einnahmenquote (2019 bis 2026 : +1,4 Prozentpunkte) aber deutlich.
Kurzfristige Wirkung und Strukturreformen bleiben bisher aus
Das Regierungsprogramm sieht ein Konsolidierungsvolumen von 6,3 Mrd. Euro (2025) und 8,7 Mrd. Euro (2026) vor. Laut Fiskalratsbüro wird der Zielwert 2025 um rund 0,7 Mrd. Euro unterschritten. Einige der ab 2026 vorgesehenen Maßnahmen sind nach wie vor nicht ausreichend konkretisiert (u. a. Task-Forces, Betrugsbekämpfungspaket). Trotzdem ist das Einsparungsziel für 2026 bereits mit den umgesetzten Maßnahmen erreichbar, da die nun erfolgte Neuverhandlung der Gehälter der öffentlich Bundesbeschäftigten für 2026 im Regierungsprogramm nicht eingepreist war. Dies gilt jedoch nur, sofern der Abschluss auch von den anderen Gebietskörperschaften übernommen wird.
Hohe Primärdefizite und steigende Zinsausgaben infolge höherer Verschuldung führen zu einem weiteren Anstieg der Staatsschuldenquote : von 79,9 (2024) auf 81,7 (2025) und 83,3 (2026) des BIP. Das Wirtschaftswachstum ist zu schwach, um diesen Trend zu stoppen. Aufgrund der Abwärtsrevision der Schuldenquote 2024 durch Statistik Austria um 1,9 Prozentpunkte bleibt sie deutlich unter den Erwartungen des Frühjahrs (2026 : 86,3% des BIP). (red/czaak)
Weiter angespannte Situation im Einzelhandel

Aktuell schätzen deutsche Betriebe im Einzelhandel die Geschäftslage nur geringfügig positiver ein. Gesamtsituation und Ausblick 2026 bleibt herausfordernd. Fast 50 Prozent verzeichnen geringere Kundenfrequenz.
Der von den Wirtschaftsforschern des Münchner ifo Instituts regelmäßig erhobene Geschäftsklima-Index hat sich im Einzelhandel nun leicht verbessert. Die Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Lage etwas positiver, bleiben jedoch für die Zukunft zurückhaltend. „Das Geschäftsklima bei den Einzelhändlern bewegt sich auf niedrigem Niveau seitwärts“, sagt Patrick Höppner, Wirtschaftsexperte beim ifo-Instituts. „Besonders die Erwartungen bleiben eingetrübt. Viele Händler gehen davon aus, dass die Geschäftssituation bis ins Jahr 2026 sehr herausfordernd bleiben wird.“
Bei fast fünfzig Prozent der Betriebe geringere Kundenfrequenz
Beim Fokus auf die einzelnen Branchen zeigt eine verbesserte Stimmung etwa in den Möbelhäusern und bei Baumärkten, während sie sich im Bekleidungseinzelhandel leicht verschlechtert hat. Über die Hälfte der Händler berichtete von zurückhaltenden Verbrauchern. In stationären Geschäften war die Kundenfrequenz im dritten Quartal bei fast der Hälfte (Anm. 45,3 Prozent exakt) der Einzelhändler niedriger als saisonüblich. „Die Online-Shops der Einzelhändler waren etwas besser besucht, dort registrierten rund 24 Prozent der Händler weniger Klicks als saisonüblich“, so Höppner.
Etwas mehr Einzelhändler planen in den kommenden Monaten mit steigenden Verkaufspreisen. Der Indikator für die Preiserwartungen stieg im Oktober leicht. Besonders die Möbelhäuser und die Lebensmitteleinzelhändler planen häufiger als der Einzelhandel insgesamt, ihre Preise anzuheben. Der Fachkräftemangel bleibt für 25 Prozent der Einzelhändler herausfordernd. Knapp sieben Prozent berichten von Finanzierungsschwierigkeiten. (red/cc)Steigende Wohnkreditnachfrage könnte Baukonjunktur beleben

Nach längerem Abwärtstrend fragen Unternehmen wie Private wieder mehr Kredite nach. Erhebungen der OeNB deuten auf nachhaltige Belebung von Kreditgeschäft und Bauwirtschaft hin. Generell auch wieder höhere Geschäftstätigkeit der Unternehmen.
Die Österreichischen Nationalbank (OeNB) analysiert im vierteljährlichen Rhythmus das Kreditgeschäft unter den führenden heimischen Banken und diese melden nun für das aktuelle dritte Quartal eine gestiegene Kreditnachfrage der Unternehmen. Für das vierte Quartal 2025 erwarten sie einen weiteren Anstieg. Das beendet einen langen Abwärtstrend. Zuvor war die Kreditnachfrage der Unternehmen in einem schwachen Konjunkturumfeld fast drei Jahre lang gesunken.
Gesunkene Zinsen für Unternehmenskredite und aktivere Geschäftstätigkeit von KMU
Es wird sich in den nächsten Monaten in der Monetärstatistik der OeNB zeigen, in welchem Ausmaß die steigende Kreditnachfrage von Unternehmen auch zu einer erhöhten Neukreditvergabe führt. Die Nachfrage der privaten Haushalte nach Wohnbaukrediten ist im dritten Quartal 2025 ebenfalls gestiegen. Hier hat sich eine schon länger bestehende spürbare Belebung fortgesetzt.
In der Vergangenheit hat vor allem ein rückläufiger Finanzierungsbedarf der Unternehmen für Anlageinvestitionen die Kreditnachfrage gebremst. Im dritten Quartal 2025 scheint die Investitionsschwäche nun nicht mehr weiter dämpfender Faktor der Nachfrage auf. Unterstützt wurde das zuletzt von gesunkenen Zinsen für Unternehmenskredite und einer aktiveren Geschäftstätigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen.
Intensivierung des Wettbewerbs zwischen Banken als unterstützender Faktor
Die Kreditangebotspolitik der Banken gegenüber Unternehmen hat sich seit Mitte 2025 etwas entspannt. Die Angebotspolitik umfasst die Kriterien der Banken für die Kreditvergabe und die Kreditkonditionen, etwa Kreditzinsen und Kreditsicherheiten. Insbesondere wurden die Zinsen und Margen gesenkt. Der wesentliche Grund dafür war die Intensivierung des Wettbewerbs zwischen den Banken.
Aus der Umfrage geht aber auch hervor, dass die gesamte Angebotspolitik nach wie vor von der angespannten Risikosituation belastet wird. Insbesondere die allgemeine Wirtschaftslage und die Kreditwürdigkeit der Unternehmen werden von den Banken weiterhin als Risikofaktoren wahrgenommen. Dies hat von Anfang 2022 bis Mitte 2025 zu umfassenden Verschärfungen der Angebotspolitik geführt. Für Unternehmen ist es somit über die Jahre schwieriger geworden, Kredite aufzunehmen, weil Banken vermehrt Kreditanträge ablehnen und die Kreditkonditionen schlechter geworden sind.
Gesunkene Zinsen via EZB als Hauptgrund für Nachfrageanstieg
Nach einem historischen Tief Anfang 2024 steigt die Nachfrage privater Haushalte nach Wohnbaukrediten seit dem ersten Halbjahr 2024 wieder. 2024 war der Anstieg noch moderat, in den ersten drei Quartalen 2025 fiel er deutlicher aus. Im vierten Quartal 2025 soll sich diese Entwicklung gemäß den Erwartungen der befragten Banken abgeschwächt fortsetzten.
Hauptgrund für den Nachfrageanstieg sind die gesunkenen Zinsen – wesentlich bestimmt durch die Zinspolitik der EZB. Von Juni 2024 bis Juni 2025 hat die EZB ihren Leitzins schrittweise von 4 auf 2 Prozent gesenkt. Infolgedessen ist das Zinsniveau allgemein gesunken, und Kredite sind günstiger geworden.
Signal einer soliden Neukreditvergabe in den nächsten Monaten
Die laut Umfrageergebnissen gestiegene Nachfrage der privaten Haushalte nach Wohnbaukrediten hat auch zu einer gestiegenen Neuvergabe von Wohnbaukrediten durch die Banken geführt. Gemäß OeNB-Kreditstatistik wurden von Jänner bis August 2025 pro Monat durchschnittlich 1,4 Mrd EUR an neuen Wohnbaukrediten vergeben (mit Spitzen von 1,6 Mrd EUR im April und im Juli). Das ist ein Zuwachs von 44 % gegenüber dem Jahresdurchschnitt von 2024.
Die gestiegene Nachfrage nach Wohnbaukrediten signalisiert eine weiterhin solide Neukreditvergabe in den nächsten Monaten. Eine ähnlich expansive Kreditentwicklung wie in den Jahren der Niedrigzinsphase bis Mitte 2022 ist aber auf absehbare Zeit nicht zu erwarten. Zum Vergleich : 2021 betrug die Neukreditvergabe für privaten Wohnbau durchschnittlich 2,1 Mrd EUR pro Monat. (red/czaak)
Elektrizitätsabgabe als Sprungbrett für Inflation

Österreichische Elektrizitätsabgabe 30-mal höher als von EU empfohlene Mindestbesteuerung von Strom bei betrieblicher Nutzung. Energiepreise für Statistik Austria zentraler Faktor für hohe Inflation und Teuerungen.
Die enorm hohe und entsprechend teure Elektrizitätsabgabe kostet Österreichischen Firmen und den privaten Haushalten Millionen Euro und final ist diese auch einer der Hauptgründe für die angespannte wirtschaftliche Situation. Im Rahmen ihrer laufenden Analysen hat auch die Statistik Austria den enormen Anstieg der Energiepreise als einen der zentralen Faktoren für die aktuelle Inflationsrate von vier Prozent angegeben.
Das Auslaufen der Energiepreisbremse
Für diese Steigerung mitverantwortlich ist insbesondere das Auslaufen der Energiepreisbremse (Anm. 30. April 2022 bis 31. Dezember 2024), im Zuge derer die Elektrizitätsabgabe für Strom vorübergehend auf 0,1 Cent pro Kilowattstunde gesenkt wurde. Seit 1. Jänner 2025 beträgt die Elektrizitätsabgabe in Österreich wieder 1,5 Cent pro Kilowattstunde und dazu kommen dann noch 20 Prozent Umsatzsteuer.
Während gerade energieintensive Großverbraucher diese Elektrizitätsabgabe unter bestimmten Bedingungen und nach einer komplexen Berechnung vom Finanzamt zurückfordern können, müssen alle anderen Betriebe sie bezahlen. Und da Haushalte nicht vorsteuerabzugsberechtigt sind, bezahlen diese auch noch die 20-prozentige Umsatzsteuer auf die Abgabe. Das macht dann hier in der Folge 1,8 Cent pro kWh.
Die politische Verantwortung von Bundesregierung und Nationalrat
Die Österreichische Politik nennt im Kontext mit den Themen Inflation und Preissteigerungen primär immer Lebensmittelhandel, Gastronomie oder Mieten – und eher nicht oder selten den Umstand mit der Elektrizitätsabgabe. Entsprechend kaum bekannt ist die Tatsache, dass Österreich mit einer Elektrizitätsabgabe von 1,5 Cent genau 30-mal höher liegt als die von der EU empfohlene Mindestbesteuerung von Strom bei betrieblicher Nutzung, so eine Analyse des niederösterreichischen Wirtschaftspressedienstes.
Die EU hat in ihrer Energiesteuerrichtlinie (Anm. 2003/96/EG) nämlich eine Mindestbesteuerung von 0,05 Cent pro kWh Strom bei betrieblicher Nutzung angeraten – und 0,1 Cent für nichtbetriebliche Nutzung. „Die alleinige Verantwortung für die Höhe dieser Abgabe und dieses sogenannte „Gold Plating“ liegt also nicht in Washington, Moskau oder Peking, sondern bei jenen politischen Parteien im österreichischen Nationalrat, die dem zugestimmt haben“, so der Niederösterreichische Wirtschaftspressedienst in einer Aussendung. Dem ist auch aus Sicht von economy nichts hinzuzufügen. (Niederösterreichischer Wirtschaftspressedienst/red/czaak)