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Corona-Krise ver­ur­sacht jede vierte Betriebsinsolvenz

Die Pan­de­mie und soge­nannte ope­ra­tive Ursa­chen bei Kos­ten oder Finan­zie­rung füh­ren immer häu­fi­ger zum Finanz­kol­laps von Unter­neh­men, so eine aktu­elle Ana­lyse des KSV1870.

Der Fak­tor „Unbe­herrsch­bare Umstände“, zu denen auch die Corona-Pan­de­mie zählt ist für mitt­ler­weile 27 Pro­zent aller öster­rei­chi­schen Fir­men­plei­ten ver­ant­wort­lich, so die Kern­aus­sage einer aktu­el­len Ana­lyse des Öster­rei­chi­schen Kre­dit­schutz­ver­ban­des KSV 1870 von rund 2.000 eröff­ne­ten Insol­venz­ver­fah­ren im Jahre 2021. Ein wesent­li­ches Seg­ment sind auch die soge­nann­ten ope­ra­ti­ven Ursa­chen, wo etwa unge­nü­gende Finan­zie­run­gen oder schlechte Kos­ten­struk­tu­ren bei 31 Pro­zent in die Insol­venz führ­ten. Im ers­ten Pan­de­mie­jahr 2020 lag die­ser Wert noch bei fast 40 Pro­zent, so die KSV-Angaben.

Keine Insol­venz­welle am Weg zum Vorkrisenniveau
„Klas­si­sche Manage­ment­auf­ga­ben als Haupt­fak­tor haben zuletzt etwas sel­te­ner eine Insol­venz ver­ur­sacht als frü­her. Die­ser Rück­gang hat sich quasi eins zu eins in ein Plus bei den Corona-beding­ten Fir­men­plei­ten ent­wi­ckelt“, sagt Karl-Heinz Götze, Lei­ter KSV1870 Insol­venz. Wäh­rend 2020 die welt­weite Pan­de­mie als pri­märe Insol­venz­ur­sa­che von Unter­neh­men in Öster­reich noch eher gering aus­fiel, war das im Vor­jahr bereits deut­lich häu­fi­ger der Fall. „Trotz­dem spre­chen wir wei­ter­hin von kei­ner Insol­venz­welle – weder im Vor­jahr noch in den ers­ten Mona­ten des lau­fen­den Jah­res. Die aktu­elle Ent­wick­lung geht klar in Rich­tung ‚Vor-Kri­sen-Niveau‘“, so Götze.

Feh­len­des betriebs­wirt­schaft­li­ches Know-how und Kapital
Am häu­figs­ten war die Pan­de­mie in Vor­arl­berg (39 Pro­zent), Salz­burg (36), dem Bur­gen­land (35) und Nie­der­ös­ter­reich (33 Pro­zent) für Fir­men­plei­ten ver­ant­wort­lich – am sel­tens­ten in Tirol mit zwölf Pro­zent. Die dritt­häu­figste Ursa­che (19 Pro­zent) für den Weg in die Insol­venz sind klas­si­sche Grün­dungs­feh­ler wie feh­len­des betriebs­wirt­schaft­li­ches Know-how und Kapi­tal oder unge­nü­gende Bran­chen­kennt­nisse. Fast ebenso regel­mä­ßig ist es per­sön­li­ches Ver­schul­den oder Fahr­läs­sig­keit (15). Straf­bare Hand­lun­gen füh­ren in sie­ben Pro­zent der Fälle zum wirt­schaft­li­chen Ende, am häu­figs­ten im Bur­gen­land (12) und Wien (10), am sel­tens­ten in Tirol (1) und Salz­burg (2 Prozent).

Autor: red/czaak
26.04.2022

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