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Dar­auf kommt es nun an

Skills und Speed und mess­bare Ergeb­nisse als Leit­wäh­rung bei IT-Pro­jek­ten. Ein Exper­ten­kom­men­tar von Mar­tin Hof­mann, Senior Vice Pre­si­dent Stra­te­gic Cus­to­mer Trans­for­ma­tion & Inno­va­tion bei Salesforce.

Eine erfolg­rei­che digi­tale Trans­for­ma­tion pro­du­ziert mehr Ener­gie, als sie ver­braucht. Des­halb ist die Umset­zungs­ge­schwin­dig­keit neuer Pro­jekte auch in der IT wich­ti­ger denn je. Nie­mand hat mehr Zeit oder Geduld auf die Umset­zung von 3‑Jah­res-Plä­nen zu war­ten. Unter­neh­men benö­ti­gen 90-Tages-Pro­jekte, die schnell zu sicht­ba­ren Ergeb­nis­sen füh­ren. Geschwin­dig­keit und Ergeb­nisse sind das neue Traumpaar.

Das Lego-Prin­zip hat Hochkonjunktur
Lange Road­maps soll­ten hierzu kon­se­quent in kleine Abschnitte auf­ge­teilt wer­den, die jeweils spür­bare Aus­wir­kun­gen auf den Geschäfts­er­folg haben. Kurz­fris­tige, mess­bare Erfolge brin­gen nicht nur das Unter­neh­men nach vorne, sie wir­ken auch als eine Art moti­vie­ren­der Kata­ly­sa­tor auf das Team. Moti­va­tion, Krea­ti­vi­tät und ein gestei­ger­tes Enga­ge­ment sind ent­spre­chend wich­tige Fak­to­ren für eine erfolg­rei­che Umset­zung der digi­ta­len Trans­for­ma­tion von Unter­neh­men quer durch alle Branchen.

Die Betriebe müs­sen dabei das Rad nicht neu erfin­den, sie haben aber auch keine Zeit, dar­auf zu war­ten, dass Soft­ware- und Lösungs­an­bie­ter neue Releases für genau die Anfor­de­run­gen lie­fern, die gerade jetzt aktu­ell sind. Des­halb brau­chen sie Ana­ly­tics- und Inte­gra­ti­ons-Umge­bun­gen, die ihnen nach dem Lego-Prin­zip Bau­steine und Bau­pläne lie­fern, um ihre Her­aus­for­de­run­gen selbst schnell zu lösen.

Es lebe das Insourcing
Eine Vari­ante sind platt­form­ba­sierte Archi­tek­tu­ren, die in Kom­bi­na­tion mit soge­nann­ten Low Code-Anwen­dun­gen jene Fle­xi­bi­li­tät und jenes Tempo ermög­li­chen, die heute unver­zicht­bar sind. Im Sinne schnel­ler Erfolge soll­ten Unter­neh­men das Beste aus bei­den Wel­ten ver­bin­den. Nach dem Start mit einer Cloud-Platt­form im jewei­li­gen Stan­dard, kön­nen sie ihre Ener­gie in die Ent­wick­lung von Anwen­dun­gen für spe­zi­fi­sche Anfor­de­run­gen investieren.

Unter­neh­men soll­ten auch stär­ker auf den Auf­bau eige­ner IT-Kom­pe­ten­zen set­zen, um die Her­aus­for­de­run­gen in Sachen Umset­zungs­tempo und ‑fähig­keit erfül­len zu kön­nen. Gefragt sind ins­be­son­dere kleine, fle­xi­ble IT-Teams, die in ers­ter Linie Skills in Sachen Ana­ly­tics und Daten­in­te­gra­tion brauchen. 

Abschied von der 100 Prozent-Doktrin
Das Know-how in Sachen Tech­no­lo­gie und Daten muss dann über die IT-Abtei­lung hin­aus wei­ter in das Unter­neh­men getra­gen wer­den. Ver­trieb, Mar­ke­ting, Ser­vice, aber auch Berei­che wie HR, Ein­kauf und Sup­ply Chain — über­all bie­ten sich enorme Chan­cen, mehr aus vor­han­de­nen Daten­pools her­aus­zu­ho­len. Das erfor­dert ein Zusam­men­spiel von IT und Fach­ab­tei­lun­gen und das kann nur gelin­gen, wenn auf allen Sei­ten eine kon­stante sowie qua­li­ta­tiv hoch­wer­tige und aktu­elle Daten­ba­sis vor­han­den ist. 

Zeit für abso­lute Per­fek­tion gab es auch frü­her nie wirk­lich, und auch die Not­wen­dig­keit bestand in den sel­tens­ten Fäl­len. Jetzt ist die Zeit der 100 Pro­zent-Dok­trin jedoch end­gül­tig abge­lau­fen. Digi­tale Trans­for­ma­tion und Inno­va­tion kann nur funk­tio­nie­ren, wenn sie spür­bare Ergeb­nisse lie­fert. Diese Ergeb­nisse müs­sen Teams wie Kun­den glei­cher­ma­ßen begeis­tern. Gefragt sind also schnelle Erfolge, die alle Betei­lig­ten moti­vie­ren, den ein­ge­schla­ge­nen Weg fort­zu­set­zen. Auch wenn sie nur 90 Pro­zent der ursprüng­li­chen Anfor­de­run­gen erfüllen. 

Autor: Martin Hofmann
28.02.2022

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