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© NLK Filzwieser

„Das ist ein Erfolgsmodell“

Land Nie­der­ös­ter­reich eröff­net in Tulln neben Haus der Digi­ta­li­sie­rung und Tech­no­pol neuen Zukunfts­park als wei­te­ren Bau­stein für regio­nale Inno­va­ti­ons­för­de­rung. Par­al­lel star­tet regio­nale NOe-Han­dels­platt­form gemein­sam mit Wirt­schafts­kam­mer und ecoplus.

Nie­der­ös­ter­reichs Lan­des­chefin Johanna Mikl-Leit­ner kann sich bei der Eröff­nung des neuen Zukunfts­parks auf dem Areal der zuvor zwölf Jahre leer gestan­de­nen ehe­ma­li­gen Dru­cke­rei Gold­mann in Tulln freuen : „Dank tol­ler Inves­to­ren hat sich das Pro­jekt sen­sa­tio­nell ent­wi­ckelt.“ Die Lan­des­haupt­frau betont die räum­li­che Nähe zum Haus der Digi­ta­li­sie­rung und dem Tech­no­pol Tulln sowie die gene­rell rasche Bewil­li­gungs­er­tei­lung in Nie­der­ös­ter­reich. „Die Bezirks­haupt­mann­schaf­ten ver­ste­hen sich in ers­ter Linie als Ser­vice­stel­len für Bür­ger und Unternehmen.“

230 neue Arbeitsplätze
Bau­be­ginn beim aktu­el­len Pro­jekt in Tulln war im Herbst 2020. Die ver­schie­de­nen Areale umfas­sen in Summe 5.000 Qua­drat­me­ter Büro- und 20.000 Qua­drat­me­ter Hal­len­flä­chen sowie 12.000 Qua­drat­me­ter bebau­bare Flä­che. Das Büro­haus ist bereits fast zur Gänze ver­mie­tet. Mie­ter sind etwa das Call-Cen­ter des AMS oder die Firma Forst­in­ger für ihre öster­reich­weite Zen­tral­lo­gis­tik. Die Hal­len­flä­chen sind aktu­ell zu 60 Pro­zent ver­mie­tet. „Bis dato wur­den 230 Arbeits­plätze geschaf­fen. Ziel ist der sei­ner­zei­tige Gold­mann-Stand von 500“, erläu­tert Johanna Mikl-Leitner.

Boden­ver­sie­ge­lung ver­sus Revi­ta­li­sie­rung von Leerständen
Bei der Eröff­nung des Tull­ner Zukunfts­parks kam auch das öster­reich­weit aktu­elle Thema Boden­ver­sie­ge­lung zur Spra­che : „Nie­der­ös­ter­reich ist das Bun­des­land mit dem gerings­ten Boden­ver­brauch. Bei uns sind nur 14 Pro­zent ver­baut. Dafür ist es auch wich­tig, Leer­stände zu revi­ta­li­sie­ren und einer sinn­vol­len Nut­zung zuzu­füh­ren“, so die Lan­des­chefin. Und : „Auch das neue Raum­ord­nungs­ge­setz mit Maß­nah­men wie einem Gewer­be­ge­biet für meh­rere Gemein­den inklu­sive inter­kom­mu­na­len Finanz­aus­gleich zielt auf mög­lichst wenig Boden­ver­brauch“, unter­strich Mikl-Leitner.

Gemein­sam han­deln für Nie­der­ös­ter­reichs Handel
Par­al­lel zum neuen Zukunfts­park star­tet das Nie­der­ös­ter­reich gemein­sam mit Wirt­schafts­kam­mer und eco­plus eine Initia­tive zur Stär­kung der regio­na­len Han­dels­un­ter­neh­men. Das neue Por­tal „regional-kaufen-noe.at“ (siehe Link) soll lokale Wert­schöp­fung unter­stüt­zen und Abflüsse in Rich­tung der glo­ba­len Han­dels­platt­for­men ver­hin­dern. „Die Leid­tra­gen­den des Lock­downs sind jene, die täg­lich ihren Bei­trag leis­ten zur Bekämp­fung der Pan­de­mie, die Ver­ant­wor­tung tra­gen und sich imp­fen las­sen — und ins­be­son­dere auch unsere Betriebe und Arbeit­neh­me­rIn­nen“, betont Nie­der­ös­ter­reichs Lan­des­chefin Johanna Mikl-Leitner.

Ange­bote von 1.000 Händ­lern bereits zum Start
Unter dem Motto „gemein­sam han­deln für den Han­del“ gerade jetzt zu Beginn des Weih­nachts­ge­schäf­tes sol­len Men­schen zum Kauf von regio­na­len Pro­dukte beim ört­li­chen Han­del ani­miert wer­den. Über das neue Por­tal (www.regional-kaufen-noe.at) wer­den bereits zum Start rund tau­send Händ­ler mit ihren Pro­duk­ten prä­sent sein. „Es gelte dem inter­na­tio­na­len Online­han­del Paroli bie­ten und regio­nale Alter­na­ti­ven zur Siche­rung heim­si­cher Arbeits­plätze auf­zu­zei­gen“, so die Initiatoren. 

Jeder Kon­su­ment kann sei­nen Betrag leisten
„Mit die­ser Platt­form wol­len wir den Han­del stär­ken, Arbeits­plätze sichern, die Wert­schöp­fung in der Region hal­ten und mit­tel­fris­tig dadurch auch den Stand­ort absi­chern. Jede/​r Kon­su­men­tIn kann dazu ihren oder sei­nen Bei­trag leis­ten“, unter­streicht Jochen Dan­nin­ger, ver­ant­wort­li­cher Lan­des­rat für Nie­der­ös­ter­reichs Wirt­schaft, der die neue Initia­tive gemein­sam mit Wolf­gang Ecker, Prä­si­dent der Wirt­schafts­kam­mer Nie­der­ös­ter­reich und Hel­mut Mier­ni­cki, Geschäfts­füh­rer von eco­plus, umfas­sen­der erläuterte. 

Autor: red/mich
06.12.2021

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