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„Das ist seit Jahr­zehn­ten unsere Aufgabe“

Vor einem Jahr wurde aus Kapsch Busi­ness­Com K‑Businesscom (KBC) und mit „We trans­form for the bet­ter“ eine neue Stra­te­gie gestar­tet. Mario Johann Bren­ner, Vice Pre­si­dent Sys­tems Inte­gra­tion bei KBC über erste Erfah­rungs­werte im Markt und neue Anfor­de­run­gen der Kun­den an IT-Dienstleister.

Wie wurde die neue Stra­te­gie von KBC im Markt etabliert ?
Das »we« steht für unsere umfas­sende Digi­ta­li­sie­rungs-Exper­tise, ein­mal im Ver­bund mit ande­ren Tech­no­lo­gie­füh­rern wie Cisco, HP oder Micro­soft und auch mit Part­nern aus unter­schied­li­chen Bran­chen, mit denen wir gemein­sam Inno­va­tio­nen vorantreiben. 

»Trans­form« ist dann die nächste Stufe und im Sinne von »Ver­än­de­rung«, auch über die tech­ni­sche Ebene hin­aus. Und »Bet­ter« steht für nach­hal­tige Ver­bes­se­rung und das betrifft die Aspekte »Peo­ple – Pla­net – Pro­fit«. Wir müs­sen die Men­schen mit­neh­men, auf den Pla­ne­ten ach­ten und ein nach­hal­ti­ges Geschäfts­mo­dell besitzen.

Wie lässt sich das tech­no­lo­gisch abbilden ?
Als Bei­spiel die über­wie­gend bereits voll­zo­gene Trans­for­ma­tion der klas­si­schen The­men Tele­fo­nie und Netz­werk hin zu IT- und Col­la­bo­ra­tion. Hier wird nun orts- und zeit­fle­xi­bel gemein­sam gear­bei­tet, Daten mul­ti­me­dial aus­ge­tauscht und man sieht sich dabei auch. Oder der Bereich Secu­rity. Frü­her ging es darum, die Burg von außen zu sichern, heute muss das auch im Inne­ren pas­sie­ren. Stich­wort Zero Trust.

Was heißt das für die betrieb­li­che Praxis ?
Einer unse­rer Schwer­punkte ist die Digi­ta­li­sie­rung von Pro­zes­sen bis hin zur Digi­tal Fac­tory als pri­mär daten­zen­trierte Unter­neh­mens­füh­rung. Hier gilt es etwa hei­mi­sche Pro­duk­ti­ons­stät­ten siche­rer zu machen und zu ana­ly­sie­ren, wo es Angriffs­punkte auch in der Ope­ra­tion-Tech­no­logy (OT) gibt. Ziel ist dabei auch, die oft­mals vor­han­de­nen Grä­ben zwi­schen IT und OT zu schlie­ßen bezie­hungs­weise Brü­cken zu bauen. 

Alles wächst zusammen…
… Ja, und das zeigt sich nicht nur auf tech­no­lo­gi­scher Ebene, son­dern auch bei den Wün­schen unse­rer Kun­den und orga­ni­sa­to­risch bis hin zu sich wan­deln­den Geschäfts­mo­del­len. Der End-to-End-Gedanke spielt da eine immer wich­ti­gere Rolle. Unter­neh­men und Insti­tu­tio­nen möch­ten ver­stärkt, dass wir sie nicht nur bei Bera­tung und Imple­men­tie­rung beglei­ten, son­dern den kom­plet­ten End-to-End-Pro­zess ver­ant­wor­ten, bis zur Betriebsführung.

Wie lässt sich das begründen ?
Unter­neh­men kön­nen auf­grund der kom­ple­xer wer­den­den Viel­falt beim eige­nen Bedarf und den mög­li­chen Anwen­dun­gen immer weni­ger Know­how im eige­nen Betrieb auf­bauen und es für die nöti­gen Pro­blem­lö­sun­gen einsetzen. 

Womit Sie als IT-Dienst­leis­ter gefor­dert sind…
… es ist seit Jahr­zehn­ten unsere Auf­gabe, Tech­no­lo­gie für unsere Kun­den nutz­bar zu machen. Das spie­gelt sich etwa beim Thema Cloud wider. Es gibt bei uns kein typi­sches Cloud Cen­ter of Excel­lence so wie in vie­len ande­ren Unter­neh­men, wo Cloud- Stra­te­gien zen­tral, quasi im Glas­turm ent­wi­ckelt werden. 

Bei uns ist Cloud in allen Tech­no­lo­gie­be­rei­chen ver­an­kert, von der Netz­werk­tech­nik bis zur IT-Secu­rity. Bedarfs­ori­en­tiert ein­setz- und fle­xi­bel ska­lier­bar sind Cloud-Dienste ein idea­les Werk­zeug, um dem Thema Kom­ple­xi­tät zu begeg­nen oder unab­hän­gig vom Tages­ge­schäft neue Test­um­ge­bun­gen oder Geschäfts­mo­delle zu entwickeln.

Ein neues Thema im Kon­text mit Digi­ta­li­sie­rung lau­tet Nach­hal­tig­keit. Wie bil­det KBC diese neue Anfor­de­rung im Port­fo­lio ab ?
Mit bran­chen­über­grei­fen­den Platt­for­men oder dem Thema Kreis­lauf­wirt­schaft. Wie kann man einen Kreis­lauf auf einer Platt­form abbil­den, um aus einem bestimm­ten Bereich einen Nut­zen zu zie­hen. Hier docken meh­rere Fir­men an, die die Daten ver­wen­den kön­nen, um ihr Geschäft effek­ti­ver zu machen oder eben beim Thema Nach­hal­tig­keit interagieren. 

Die Kreis­lauf­wirt­schaft bedingt die Zusam­men­ar­beit unter­schied­li­cher, aber auch glei­cher Akteure. Es gibt immer mehr Pro­jekte, bei denen Markt­be­glei­ter nicht gegen­ein­an­der agie­ren, son­dern gemein­same Ziele ver­fol­gen. The­men wie Kreis­lauf­wirt­schaft, Fach­kräf­te­man­gel oder Sup­ply Chain zwin­gen uns, Hand in Hand im Markt zu agie­ren. Das ist eine gute Entwicklung. 

Abschlie­ßend noch Stich­wort Fachkräftemangel.
Das Thema Fach­kräf­te­man­gel ist für KBC mehr Chance, weil unsere Posi­tio­nie­rung ver­gleichs­weise für mehr Zulauf von IT-Fach­kräf­ten sorgt. Wir bil­den auch eigene Fach­kräfte aus, Lehr­linge oder Mit­ar­bei­te­rIn­nen im zwei­ten oder drit­ten Aus­bil­dungs­weg. Die Kol­le­gen kön­nen bei uns zwi­schen unter­schied­li­chen The­men switchen.

Abwechs­lung ist beson­ders für High Poten­ti­als ein wich­ti­ges Kri­te­rium. Dazu kommt, dass wir die Umwelt­zer­ti­fi­zie­rung absol­viert haben. Damit ver­mit­teln wir wich­tige Werte, wo es nicht nur um IT, son­dern auch um soziale Posi­tio­nen geht.
L

Autor: red/czaak
05.06.2023

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