Zum Inhalt
© Pexels/ Pixabay

Das neue Fun­da­ment der Ökonomie

Digi­ta­li­sie­rung und Inno­va­tion beinhal­ten ab nun auch Nach­hal­tig­keit, Sicher­heit und Resi­li­enz. Indus­trie­pro­jekte von CAN­COM Aus­tria, Sie­mens, Mer­ce­des, T‑Systems und Fre­quen­tis ver­schrän­ken erfolg­reich Öko­lo­gie mit unter­neh­me­ri­scher Ökonomie. 

Große öko­lo­gi­sche Her­aus­for­de­run­gen bedeu­ten ab nun auch neue Anfor­de­run­gen im Kon­text mit der digi­ta­len Trans­for­ma­tion von Unter­neh­men. Ein Bei­spiel für nach­hal­tige Kreis­lauf­wirt­schaft via Digi­ta­li­sie­rung ist das von der EU geför­derte Pro­jekt „Recy­cling Tech­no­lo­gies for Cir­cu­lar Alu­mi­nium (RecAL)“ (eco­nomy berichtete). 

CAN­COM Aus­tria und RecAL
Unter der Lei­tung des Leicht­me­tall­kom­pe­tenz­zen­trums Rans­ho­fen (LKR) vom Aus­trian Insti­tute of Tech­no­logy (AIT) ent­wi­ckeln hier 19 Part­ner­un­ter­neh­men gemein­sam neue Recy­cling-Tech­no­lo­gien für eine kreis­lauf­ori­en­tierte Alu­mi­ni­um­wirt­schaft und CAN­COM Aus­tria lie­fert die dazu­ge­hö­rige Digitaltechnologie.

„Wir sehen uns hier als Pio­nier, der Poten­zial und Not­wen­dig­keit erkannt hat, eine nach­hal­tige Metall-Pro­duk­tion und Alu­mi­nium-Wie­der­ver­wen­dung durch Daten­trans­pa­renz zu ermög­li­chen“, sagt Diet­mar Wie­sin­ger, Vor­stand von CAN­COM Austria.

Sicher­heit, Ver­füg­bar­keit und Daten­ma­nage­ment als zen­trale The­men im Anforderungsprofil
Zen­trale Basis ist eine digi­tale Platt­form zur Ver­fol­gung von Alu­mi­nium-Recy­cla­ten, die euro­pa­weit Lie­fe­ran­ten mit Käu­fern und tech­no­lo­gi­schen Anbie­tern ver­bin­det und alle Infor­ma­tio­nen und Akti­vi­tä­ten bün­delt. Die Berei­che Sicher­heit, Ver­füg­bar­keit und das ent­spre­chend exakte Manage­ment der Daten waren zen­trale The­men im Anforderungsprofil. 

„Unsere Stärke ist, dass wir sowohl ein star­kes Indus­trie­netz­werk als auch die rich­tige Metho­dik und jah­re­lan­ges Know-how sowie Archi­tek­tur, Ent­wick­lung und Betrieb der Lösung ein­brin­gen kön­nen“, so Ivan Mayo­rov, Exe­cu­tive Board Mem­ber der RecAL-Initia­tive und New Ven­tures Archi­tect bei CAN­COM Austria.

Sie­mens und Mercedes
Ener­gie­ef­fi­zi­enz und Nach­hal­tig­keit sind auch gefragt bei einem Pro­jekt von Sie­mens und Mer­ce­des Benz, um beim Auto­her­stel­ler künf­tig alle eige­nen Pro­duk­ti­ons­stand­orte kom­plett mit erneu­er­ba­ren Ener­gien zu betrei­ben. Mit Ver­hal­tens­mo­del­len und rea­len Daten von Anla­gen oder Ener­gie­ein­rich­tun­gen wer­den über digi­tale Zwil­linge Wet­ter­da­ten, Last­pro­fil­si­mu­la­tio­nen, Anla­gen­aus­wahl und Dimen­sio­nie­rung verknüpft. 

Durch die Simu­la­tion eines phy­si­schen Ener­gie­sys­tems wer­den Opti­mie­run­gen für den Ener­gie­ver­brauch veri­fi­ziert, ein­schließ­lich Emis­si­ons­re­du­zie­rung und Kos­ten­er­spar­nis. Basis für den „Digi­tal Energy Twin“ ist der Sie­mens Xce­le­ra­tor, eine offene digi­tale Busi­ness-Platt­form, wo bran­chen­über­grei­fend Anwen­dun­gen ent­wi­ckelt wer­den kön­nen, ohne Beein­träch­ti­gung der nor­ma­len Prozessabläufe.
„Durch die­sen inno­va­ti­ven Ansatz kön­nen wir bestehende Fabrik­ge­bäude in leben­dige Smart Buil­dings trans­for­mie­ren und neue Maß­stäbe für eine nach­hal­tige Gebäu­de­nut­zung set­zen,“ sagt Arno van der Merwe, Vize­prä­si­dent Pro­duk­ti­ons­pla­nung von Mer­ce­des Benz Cars. 

T‑Systems und Frequentis
Von der Auto­pro­duk­tion ist es nicht weit zu Ver­kehrs­in­fra­struk­tu­ren wie Flug­hä­fen als Kno­ten­punkte für betrieb­li­chen Trans­port oder Tou­ris­mus­bran­che. Die Digi­ta­li­sie­rung betrifft hier viele Berei­che, ein Fokus liegt auf der siche­ren Ver­füg­bar­keit der Anwendungen. 

T‑Systems und Fre­quen­tis ver­sor­gen welt­weit über 50 inter­na­tio­nale Flug­hä­fen mit Lösun­gen beim Air­port-Manage­ment. Auch für die Euro­päi­sche Flug­da­ten­bank EAD wurde ein spe­zi­el­les IT-Sys­tem ent­wi­ckelt, das in den Rechen­zen­tren der IT-Dienst­leis­ter betrie­ben wird.

Lösung air­port­WORKS für Flug­ha­fen Dublin
Aktu­ell wurde ihre Part­ner­schaft um die neue Lösung air­port­WORKS erwei­tert und für den Flug­ha­fen Dub­lin (IR) umge­setzt. T‑Systems küm­mert sich um Flug­plan- und Res­sour­cen­ma­nage­ment im Ter­mi­nal und auf dem Vor­feld sowie um Abfer­ti­gung von Pas­sa­gie­ren, Gepäck und Fracht. Ein Fokus betrifft auch Flug­in­for­ma­tio­nen auf Anzei­ge­ta­feln im Flug­ha­fen oder die Lei­tung der Pas­sa­giere zum rich­ti­gen Gepäckband. 

Zudem ver­bin­det T‑Systems air­port­WORKS mit dem eige­nen Air­port-Manage­ment-Sys­tem in Dub­lin, das dann etwa Infor­ma­tio­nen vom Roll­feld auto­ma­tisch an die Ver­wal­tung der Park­po­si­tio­nen über­trägt. „T‑Systems ver­knüpft nun Digi­ta­li­sie­rungs­lö­sun­gen für nahezu alle Pro­zesse am Flug­ha­fen Dub­lin“, sagt Georg Tschandl, Head of Sales Regu­la­ted Indus­tries, T‑Systems.

Autor: red/czaak
24.06.2024

Weitere aktuelle Artikel

Im hei­mi­schen Mit­tel­stand hat sich die Stim­mung etwas erholt. Eine nach­hal­tige kon­junk­tu­relle Trend­wende bleibt vorab wei­ter aus. Nah­ost­kon­flikt und stei­gende Ener­gie­preise und gene­relle Infla­ti­ons­ängste begrün­den die Unsi­cher­heit, so eine aktu­elle Umfrage von Creditreform. Das Geschäfts­klima der hei­mi­schen KMU bes­sert sich, bleibt aber wei­ter nega­tiv, ins­ge­samt bleibt die Stim­mung ver­hal­ten. Jedes fünfte Unter­neh­men rech­net mit Rück­gän­gen […]
In vie­len Unter­neh­men ist das Bewusst­sein für wirt­schaft­li­che Fol­gen mög­li­cher Cyber­an­griffe noch nicht aus­rei­chend vor­han­den. NIS-Gesetz nach Ende Über­gangs­frist ab Okto­ber gül­tig. 17 Pro­zent der öster­rei­chi­schen Betriebe betrof­fen. Risiko für Umsatzeinbußen. 17 Pro­zent der öster­rei­chi­schen Unter­neh­men sind vom NISG 2026, das nach Ende der Über­gangs­frist ab 1. Okto­ber 2026 in Öster­reich Rea­li­tät wird, betrof­fen. Rund ein […]
West­eu­ropa mit höchs­ter Zahl an Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen seit über 20 Jah­ren. Öster­reich im Mit­tel­feld. Gewerbe, Dienst­leis­tung, Han­del beson­ders betrof­fen. Geo­po­li­ti­sche Kri­sen und Ener­gie­preise und gene­relle Kos­ten­stei­ge­run­gen und feh­len­der Kon­sum als Hauptursachen.  West­eu­ropa ver­zeich­nete im Jahr 2025 die höchste Zahl an Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen seit mehr als 20 Jah­ren. Das zeigt eine aktu­elle Ana­lyse der Cre­dit­re­form Wirt­schafts­for­schung. Mit ins­ge­samt […]
In Deutsch­land geben die Ölkon­zerne die Tan­kra­batte bis­her nur teil­weise wei­ter. Ifo-Insti­tut ent­wi­ckelt eige­nen Tan­kra­batt-Tra­cker für Über­prü­fung und Analyse. Der seit Anfang Mai gel­tende Tan­kra­batt der deut­schen Bun­des­re­gie­rung kommt nur teil­weise an den Zapf­säu­len an. Das zei­gen aktu­elle Berech­nun­gen des ifo-Insti­tuts, das für genaue Ana­ly­sen einen soge­nann­ten Tan­kra­batt-Tra­cker ent­wi­ckelt hat. „Beim Die­sel haben die Tank­stel­len […]
Sta­gnie­rende Geschäfts­la­gen, wei­ter hohe Kos­ten bei Ener­gie, Löh­nen oder Mate­rial sowie aus­ge­prägte Kon­sum­flaute prä­gen aktu­elle Wirt­schafts­si­tua­tion. Rund 17 Pro­zent der Betriebe über­le­gen Stand­ort oder Geschäfts­be­rei­che ins Aus­land zu ver­la­gern. Kri­tik an Maß­nah­men der Bun­des­re­gie­rung bei Industriestrategie. Die aktu­elle Geschäfts­lage der hei­mi­schen Unter­neh­men ist wei­ter­hin über­aus schwie­rig, auch eine Ver­än­de­rung in Rich­tung Auf­schwung wird nicht erwar­tet. […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram