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© pexels.com/raj tatavarthy

Das nötige Fun­da­ment für eine neue Ökonomie

Umfang­rei­che öko­lo­gi­sche Her­aus­for­de­run­gen brin­gen viele neue Anfor­de­run­gen an die Digi­ta­li­sie­rung. Das ver­netzte Manage­ment und die punkt­ge­naue Ver­füg­bar­keit von Daten über Abtei­lun­gen und Unter­neh­men hin­weg spie­len dabei eine zen­trale Rolle.

Große öko­lo­gi­sche Her­aus­for­de­run­gen bedeu­ten ab nun auch neue Anfor­de­run­gen im Kon­text mit der digi­ta­len Trans­for­ma­tion von Unter­neh­men und Insti­tu­tio­nen. Die The­men Nach­hal­tig­keit und Resi­li­enz sind zwei neue Bestand­teile im Anfor­de­rungs­pro­fil von ent­spre­chen­den Innovationsprojekten. 

Diese Sicht­weise hat sich auch in Wis­sen­schaft und Poli­tik als eines der Fun­da­mente der Kli­ma­ziele von UN und EU eta­bliert. Gemäß einer Stu­die des Welt­wirt­schafts­fo­rums kön­nen digi­tale Anwen­dun­gen die glo­ba­len Treib­hau­se­mis­sio­nen um bis zu 20 Pro­zent ver­rin­gern. Fast die Hälfte die­ser Ein­spa­run­gen betref­fen dabei nur den Pro­duk­ti­ons­be­reich von Indus­trie und Mittelstand.

Nach­hal­tige Kreislaufwirtschaft
Ein Bei­spiel für öko­lo­gi­sche wie öko­no­mi­sche Nach­hal­tig­keit und Kreis­lauf­wirt­schaft via Digi­ta­li­sie­rung ist das von der EU geför­derte Pro­jekt „Recy­cling Tech­no­lo­gies for Cir­cu­lar Alu­mi­nium (RecAL)“. Unter der Lei­tung des Leicht­me­tall­kom­pe­tenz­zen­trums Rans­ho­fen (LKR) vom Aus­trian Insti­tute of Tech­no­logy (AIT) soll dabei bis 2050 der Recy­cling-Anteil an der euro­päi­schen Gesamt­pro­duk­tion von Alu­mi­nium auf 50 Pro­zent gestei­gert werden.

Die­ses Recy­cling aus Pro­duk­ti­ons­ab­fäl­len birgt enor­mes Poten­zial und benö­tigt ledig­lich fünf Pro­zent der Ener­gie, die für die Her­stel­lung von Pri­mär­ma­te­rial erfor­der­lich ist. Ange­sichts sei­ner ent­schei­den­den Rolle bei der glo­ba­len Dekar­bo­ni­sie­rung, zielt das Pro­jekt RecAL in Ein­klang mit dem Euro­päi­schen Green Deal nun dar­auf ab, das Poten­zial die­ses Roh­stof­fes umwelt­freund­lich und effi­zi­ent auszuschöpfen.

Euro­pa­weit ent­wi­ckeln dafür 19 Part­ner­un­ter­neh­men gemein­sam neue Recy­cling-Tech­no­lo­gien für eine kreis­lauf­ori­en­tierte Alu­mi­ni­um­wirt­schaft und CAN­COM Aus­tria lie­fert die dazu­ge­hö­rige Digi­tal­tech­no­lo­gie. „Wir sehen uns hier als Pio­nier, der das Poten­zial und die Not­wen­dig­keit erkannt hat, eine nach­hal­tige Metall-Pro­duk­tion und Alu­mi­nium-Wie­der­ver­wen­dung durch Daten­trans­pa­renz zu ermög­li­chen“, erläu­tert Diet­mar Wie­sin­ger, Mit­glied des Vor­stands von CAN­COM Aus­tria (ehem. K‑Businesscom).

Digi­tale Platt­form und punkt­ge­naues Datenmanagement
Zen­trale Basis die­ses Pro­jekts ist eine digi­tale Platt­form zur Ver­fol­gung von Alu­mi­nium-Recy­cla­ten, die über den gan­zen Kon­ti­nent hin­weg Lie­fe­ran­ten mit Käu­fern und tech­no­lo­gi­schen Lösungs­an­bie­tern ver­bin­det und ent­spre­chend alle Infor­ma­tio­nen und Akti­vi­tä­ten bün­delt. Sämt­li­che Betei­ligte ent­lang der gesam­ten Wert­schöp­fungs­kette erhal­ten dabei alle jeweils benö­tig­ten Daten. 

Die Berei­che Sicher­heit, Ver­füg­bar­keit und das ent­spre­chend exakte Manage­ment die­ser Daten waren die zen­tra­len The­men im Anfor­de­rungs­pro­fil. „Unsere Stärke liegt darin, dass wir sowohl ein star­kes Indus­trie­netz­werk als auch die rich­tige Metho­dik und jah­re­lan­ges Know-how sowie die Archi­tek­tur, Ent­wick­lung und den Betrieb der Lösung ein­brin­gen kön­nen“, ergänzt Ivan Mayo­rov, Exe­cu­tive Board Mem­ber der RecAL-Initia­tive und New Ven­tures Archi­tect bei CAN­COM Austria. 

Autor: red/czaak
16.04.2024

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