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Das (tele)operierte Fahrzeug

Neue IT-Sicher­heits­sys­teme für ver­netzte Fahr­zeuge. Trend Micro und .objec­tive Soft­ware zei­gen Ent­wick­lun­gen zum Schutz soge­nann­ter tele­ope­rier­ter auto­no­mer Fahr­zeuge auf der aktu­el­len Han­no­ver Messe.

Bei der Ent­wick­lung von IT-Sicher­heits­lö­sun­gen für Fahr­zeuge arbei­ten der inter­na­tio­nale Sicher­heits­spe­zia­list Trend Micro mit .objec­tive Soft­ware zusam­men. Im tele­ope­rier­ten Auto­mo­bil des Münch­ner Soft­ware­spe­zia­lis­ten .objec­tive Soft­ware kommt die Sicher­heits­lö­sung Trend Micro IoT Secu­rity (TMIS) zum Ein­satz. Das Fahr­zeug kann dabei von einem Fah­rer fern­ge­steu­ert wer­den, die Daten­über­tra­gung erfolgt etwa über eine 5G/LTE-Ver­bin­dung. Die Tech­no­lo­gie stellt einen Zwi­schen­schritt auf dem Weg zum voll­stän­dig auto­no­men Fahr­zeug dar. TMIS soll vor Cyber­an­grif­fen auf die tele­ope­rierte Steue­rung schüt­zen und den unbe­rech­tig­ten Zugriff auf das Fahr­zeug von außen verhindern. 

Der hei­lige Gral zukünf­ti­ger Mobilitätskonzepte
In einem wei­te­ren Simu­la­ti­ons­sze­na­rio erkennt die Sicher­heits­lö­sung zudem Atta­cken auf den CAN-Bus des Fahr­zeugs. Bei sol­chen Angrif­fen ließe sich fast jede Anzeige des Fahr­zeugs so mani­pu­lie­ren, dass sie fal­sche Werte anzeigt, bei­spiels­weise bei Geschwin­dig­keit oder Tank­fül­lung. Auch sind direkte Ein­griffe in viele andere Funk­tio­nen des Fahr­zeugs mög­lich. Die­ses Angriffs­sze­na­rio wäre auch bei nor­ma­len ver­netz­ten, gän­gi­gen Fahr­zeu­gen denk­bar. Die gemein­sam neu ent­wi­ckelte Angriffs­er­ken­nung warnt den Fah­rer vor sol­chen Ein­grif­fen und im nächs­ten Ent­wick­lungs­schritt soll auch hier der Fremd­ein­griff ver­hin­dert werden.
Trend Micro IoT Secu­rity stellt eine Sicher­heits­lö­sung für IoT-Geräte jeder Art dar, die bereits im Ent­wick­lungs­pro­zess in ein Sys­tem ein­ge­bun­den wer­den kann. „Das auto­nome Fah­ren ist der ‚hei­lige Gral‘ zukünf­ti­ger Mobi­li­täts­kon­zepte. Viele darin genutzte Basis-Tech­no­lo­gien sind aber schon heute ver­füg­bar oder sogar im Ein­satz. Secu­rity muss von Anfang an Bestand­teil die­ser Tech­no­lo­gien sein – das bloße ‚Auf­pfrop­fen‘ auf ein zukünf­ti­ges End­pro­dukt ist nicht prak­ti­ka­bel. Dar­auf haben wir mit TMIS reagiert“, erläu­tert Udo Schnei­der, Secu­rity Evan­ge­list bei Trend Micro.
„Seit Jah­ren ist .objec­tive Soft­ware an der Ent­wick­lung von auto­no­mem Fah­ren betei­ligt. In die­ser Zeit haben wir viele Bugs gese­hen, die sich ohne unser Ein­grei­fen auch als Sicher­heits­feh­ler aus­wir­ken hät­ten kön­nen. Kom­men dann noch externe Angriffe dazu, braucht eine Secu­rity-Firma wie Trend Micro einen star­ken Part­ner wie .objec­tive, der eben diese Bugs erken­nen und sie von Anfang an behe­ben kann.“, sagt Cle­mens Dann­heim, Vor­sit­zen­der der Geschäfts­füh­rung von .objec­tive Software. 

Tele­ope­rier­tes Fah­ren und wei­tere indus­tri­elle Anwendungen
Tele­ope­rier­tes Fah­ren beinhal­tet die meis­ten tech­no­lo­gi­schen Fea­tures des auto­no­men Fah­rens aber beugt vie­len Sicher­heits­be­den­ken vor. Da der Fah­rer das Fahr­zeug aus der Ent­fer­nung steu­ert, muss es sich noch nicht alleine auf Sen­so­ren und Radare ver­las­sen. Zudem gibt es Situa­tio­nen, mit denen ein auto­nom fah­ren­des Auto heute noch nicht umge­hen kann, etwa eine Straße mit gro­ßen Schlag­lö­chern oder ein unvor­her­ge­se­he­nes Ereig­nis wie ein Brand. Ein erfah­re­ner mensch­li­cher Fah­rer weiß hin­ge­gen sol­che Situa­tio­nen bes­ser zu bewältigen.
Auch in der Indus­trie fin­den sich zahl­rei­che Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten für diese Tech­no­lo­gie. Bei­spiels­weise bei Bau­ar­bei­ten, wo etwa Kran­füh­rer den gan­zen Tag in der Kabine auf einen Ein­satz war­ten, der dann nur wenige Minu­ten dau­ert. Mit einem tele­ope­rier­ten Kran könnte die nötige Arbeits­kraft wesent­lich effi­zi­en­ter ein­ge­setzt wer­den. Auch bei PKWs ist der Ein­satz von tele­ope­rier­tem Fah­ren denk­bar, bei­spiels­weise in der Logis­tik oder auf Flug­hä­fen, in der Fer­ti­gung, bei Auto­ver­mie­tun­gen oder Carsharing-Unternehmen. 

Autor: red/cc
27.04.2018

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