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Das Todes­tal im Innovationszyklus

AIT und TU Wien wol­len das „Death Val­ley“ der Inno­va­tion überwinden.

Das Aus­trian Insti­tute of Tech­no­logy (AIT) geht auf Expan­si­ons­kurs. Der kauf­män­ni­sche AIT-Geschäfts­füh­rer Anton Pli­mon legt dabei nicht nur auf Quan­ti­tät, son­dern auch auf einen qua­li­ta­ti­ven Aus­bau Wert : „Es geht um wis­sen­schaft­li­che Arbei­ten und The­men, die rele­vant für Indus­trie­part­ner sind.“
Eines die­ser The­men will das AIT in den „kom­ple­xen dyna­mi­schen Sys­te­men“ gefun­den haben. Andreas Kugi, Vor­stand des TU-Insti­tuts für Auto­ma­ti­sie­rungs- und Rege­lungs­tech­nik : „Wir ver­su­chen tech­ni­sche Sys­teme zu ver­ste­hen, in echt­zeit­fä­hi­gen mathe­ma­ti­schen Model­len zu beschrei­ben und Schlüsse dar­aus für Sys­tem­op­ti­mie­run­gen zu zie­hen.“ Das Spek­trum rei­che dabei von der Halb­lei­ter­indus­trie, wo auto­ma­ti­sierte Ent­schei­dun­gen im Mikro­se­kun­den­be­reich getrof­fen wer­den müs­sen, bis zu Gezei­ten­kraft­wer­ken mit 24-Stunden-Zyklen.

Koope­ra­tion mit Modellcharakter
Das AIT und die TU Wien wol­len nun gemein­sam das gefürch­tete Todes­tal im Inno­va­ti­ons­zy­klus über­win­den. Als TU-Insti­tut habe man eine hohe Dritt­mit­tel­quote und mehr als 40 Indus­trie­part­ner, trotz­dem kön­nen gute Ideen vor der Markt­ein­füh­rung zugrunde gehen. Kugi über­nimmt nun die Lei­tung einer neuen Ein­heit des AIT – „einer Brü­cke von der aka­de­mi­schen Lehre über die Grund­la­gen­for­schung bis hin zur Anwen­dung“ –, die genau das ver­hin­dern soll.
„Wir wol­len damit die Wert­schöp­fungs­kette in Rich­tung Anwen­dung erwei­tern“, sagt TU-Wien-Rek­to­rin Sabine Seid­ler. AIT-Geschäfts­füh­rer Wolf­gang Knoll spricht von einem „Expe­ri­ment mit enor­mem Poten­zial.“ Bei posi­ti­vem Aus­gang des Expe­ri­ments könnte diese Form der Zusam­men­ar­beit „durch­aus Modell­cha­rak­ter haben.“

Autor: APA-Science/red/stem
10.05.2016

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