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„Das zeigt erfah­rungs­ge­mäß immer große Wirkung“

Digi­tale Inno­va­tion ist zum unver­zicht­ba­ren Bestand­teil betrieb­li­cher Trans­for­ma­tion gewor­den. Jochen Boren­ich, Mit­glied des Vor­stands bei K‑Businesscom, erläu­tert im Gespräch mit eco­nomy rele­vante Para­me­ter für eine erfolg­rei­che Umsetzung.

Eco­nomy : Wel­che IT-Dienste sind der­zeit gefragt ?
Jochen Boren­ich : Ein­mal alles für hybri­des Arbei­ten, das sind Cloud-Infra­struk­tu­ren wie etwa Micro­soft Azure, aber auch dar­auf auf­bau­ende medi­en­über­grei­fende Anwen­dun­gen und Office Manage­ment. Dann Lösun­gen für effi­zi­en­tes Ener­gie­ma­nage­ment, beson­ders in der pro­du­zie­ren­den Industrie.

Das ist sicher beson­ders aktuell.
Ja, und neben den radi­kal gestie­ge­nen Ener­gie­kos­ten mit Aus­wir­kun­gen auf die Kal­ku­la­tion von Fer­ti­gun­gen müs­sen Ent­schei­der auch Kli­ma­auf­la­gen berück­sich­ti­gen. Der grüne Fuß­ab­druck wird bei­spiels­weise für Auf­trags­ver­ga­ben an Lie­fe­ran­ten oder bei Kapi­tal­ver­ga­ben immer wichtiger.

Wo set­zen Sie bei der Umset­zung an ?
Unser Lösungs­an­satz für Indus­trie und Mit­tel­stand ist immer daten­ge­trie­ben. Wir opti­mie­ren Ener­gie­ver­brauch und ‑kos­ten über ganze Pro­duk­ti­ons­ket­ten und ver­knüp­fen etwa Ener­gie­da­ten, Maschi­nen­da­ten und Betriebs­da­ten. Das zeigt erfah­rungs­ge­mäß große Wirkung. 

Lässt sich das in har­ten Zah­len messen ?
Wir reden von Ein­spa­run­gen bis zu 40 Pro­zent in tra­di­tio­nel­len Anla­gen. Hitze, Kälte oder Druck­luft lie­fern hier wich­tige Ansatz­punkte. Die intel­li­gente Ver­net­zung von Maschi­nen und Pro­zes­sen mit der dar­aus resul­tie­ren­den Daten­ana­lyse zeigt immer das Potenzial.

Basis für Digi­ta­li­sie­rung ist die tech­ni­sche Infra­struk­tur. Was gilt es hier zu beachten ?
Hier geht der Trend klar zu Cloud-Ser­vices. Sie sind wegen ihrer Dyna­mik und Ska­lier­bar­keit Basis für viele Inno­va­tio­nen wie Auto­ma­tion, Data-dri­ven-Busi­ness oder Digi­tal Busi­ness Ser­vices. Cloud-Dienste kön­nen bedarfs­ori­en­tiert fle­xi­bel genutzt wer­den und um Aspekte wie pas­sende Tech­no­lo­gie, Sicher­heit und Ver­füg­bar­keit küm­mert sich der Anbie­ter. Damit ist auch der admi­nis­tra­tive Auf­wand gering. 

Wie schaut die Kos­ten-Nut­zen-Rech­nung aus ?
Die Kos­ten rich­ten sich nach dem tat­säch­li­chen Bedarf. Fix­kos­ten für Inves­ti­tio­nen in IT-Infra­struk­tur wer­den ersetzt durch varia­ble Cloud-Nut­zungs­kos­ten. Wich­tig ist der rich­tige Anbie­ter für die Cloud-Trans­for­ma­tion und die exakte Ana­lyse der Anforderungen.

Was gehört da dazu ?
Wel­che Art Cloud ist am bes­ten geeig­net ? Wel­che Infra­struk­tu­ren, Anwen­dun­gen und Ser­vices gehö­ren in die Cloud ?
Was pas­siert mit Ser­vices, die nicht für die Cloud geeig­net sind ?

Wir unter­stüt­zen unsere Kun­den vom ers­ten Schritt an bei die­ser Reise.
Stich­wort noch opti­mierte Wert­schöp­fungs­ket­ten über Abtei­lun­gen und Stand­orte hin­weg sowie bran­chen­über­grei­fende Platt­for­men für neue Geschäftsmodelle.
Wir sehen darin einen gro­ßen Mehr­wert und sind des­halb in stän­di­gem Aus­tausch mit ande­ren Unter­neh­men inner­halb, aber auch außer­halb unse­rer Bran­che. Wir arbei­ten gemein­sam an Lösun­gen für unsere Kun­den, immer öfter auch in Bezug auf gesell­schaft­lich rele­vante The­men wie etwa Nach­hal­tig­keit oder Klimafragen. 

Kön­nen Sie ein Bei­spiel nennen ?
Unser Kunde Glo­bal Blue, wo wir die intel­li­gente Nut­zung von Büro­in­fra­struk­tu­ren umge­setzt haben. Das bringt Ver­bes­se­run­gen für Mit­ar­bei­ter, redu­zierte Kos­ten für das Unter­neh­men und ermög­licht gene­rell öko­no­mi­sche Nach­hal­tig­keit im Bau von Firmengebäuden.

Bedeu­tet das alles auch neue Anfor­de­run­gen als IT-Dienstleister ?
Wir sehen uns schon lange nicht mehr als rei­ner IT-Dienst­leis­ter. Wir sind Busi­ness-Engi­neers, müs­sen Pro­zesse und betrieb­li­che Abläufe ver­ste­hen und las­sen uns dazu auch Pro­duk­ti­ons­ket­ten vor Ort in der Fabrik erklären. 

Das spie­gelt eine ver­än­derte Erwar­tungs­hal­tung des Marktes.
Kun­den erwar­ten schnelle, pass­ge­naue Lösun­gen auf Basis moderns­ter Tech­no­lo­gien. Auch bei klas­si­schen IT-Pro­jek­ten wie etwa Netz­werke gibt es neue Anfor­de­run­gen. Digi­ta­li­sie­rungs­vor­ha­ben spie­len auch hier eine große Rolle und alle Fak­to­ren müs­sen indi­vi­du­ell betrach­tet werden.

Autor: red/czaak
25.10.2022

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