
Datenexplosion
Bis 2019 soll sich der Cloud-Traffic vervierfachen. Persönliche Cloud-Speicher, Public Cloud Services und das Internet of Everything (IoE) treiben diese Entwicklung voran.
Laut dem jährlichen Cisco Global Cloud Index wird der weltweite Datenverkehr in der Cloud bis 2019 von 2,1 auf 8,6 Zettabyte (ZB) zunehmen. In Westeuropa steigt der Cloud-basierte Datenverkehr immerhin von 0,39 ZB auf 1,5 ZB. Zur Orientierung : Ein Zettabyte entspricht einer Milliarde Terabyte.
Damit erhöht sich der Datenverkehr in der Cloud stärker als im Rechenzentrum, wo er um das Dreifache anwachsen soll. Den Trend zur Cloud-Nutzung treibt der Studie zufolge unter anderem das mobile Internet, Public Cloud Services für Unternehmen und die vermehrte Maschine-zu-Maschine (M2M)-Kommunikation an.
Standardlösung Cloud
Damit wandelt sich die Cloud vom angesagten Trend zu einer Standardlösung. „Cloud steht weltweit vor der zweiten Einführungswelle. Die Unternehmen fokussieren dabei nicht nur auf Effizienz und Kostenreduktion, sondern sehen die Cloud als Plattform zur Unterstützung von Innovation, Wachstum und digitaler Transformation“, sagt Achim Kaspar, General Manager Cisco Austria.
Einen deutlichen Einfluss sowohl auf die Entwicklung der Rechenzentren wie das Cloud-Traffic-Wachstum wird das Internet of Everything (IoE) haben. Die wachsende Zahl von IoE-Anwendungen wird bis 2019 ein Datenvolumen von insgesamt 507,5 ZB erzeugen. Das ist etwa fünfzigmal mehr als der vorausgesagte Datenverkehr in Rechenzentren, der 10,4 ZB betragen soll.
IoE-Inhalte werden heute nur zu einem kleinen Teil in herkömmlichen Rechenzentren gespeichert. Doch das könnte sich durch den steigenden Bedarf an Big-Data-Analysen ändern.