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© pexels/markus spiske

Daten­ge­stützte Öko­no­mie in Zei­ten mul­ti­pler Krisen

Öko­nom Cle­mens Fuest vom deut­schen ifo Insti­tut erör­tert bei Ver­an­stal­tung von ÖAW und Sta­tis­tik Aus­tria Chan­cen und Nut­zen von Big Data ange­sichts glo­ba­ler Span­nun­gen. Aktu­ell beleuch­tet das ifo Insti­tut die deut­sche Wirtschaft. 

In den letz­ten Jah­ren hat die Wirt­schafts­for­schung zahl­rei­che neue Daten­quel­len erschlos­sen und ver­netzt, die oft unter dem Stich­wort „Big Data“ zusam­men­ge­fasst wer­den. In Zei­ten wirt­schaft­li­cher Kri­sen und wach­sen­der Vola­ti­li­tät hat die zeit­nahe Ver­füg­bar­keit und Ver­net­zung öko­no­mi­scher Daten beson­dere Bedeutung.

Glo­bale wirt­schaft­li­che Verflechtungen
Die nächste Lec­ture von Öster­rei­chi­scher Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten (ÖAW) und Sta­tis­tik Aus­tria am Don­ners­tag, den 5. Okto­ber in Wien stellt nun die Nut­zung sol­cher Daten sowie die Anfor­de­rung an Qua­li­tät und Ver­füg­bar­keit in den Fokus. Wel­chen Bei­trag sie ange­sichts der glo­ba­len wirt­schaft­li­chen Ver­flech­tun­gen leis­ten kön­nen, erläu­tert der Wirt­schafts­wis­sen­schaft­ler Cle­mens Fuest in sei­nem Vor­trag zum Thema „Big Data Eco­no­mics in Zei­ten mul­ti­pler Krisen“. 

Fuest ist Prä­si­dent des deut­schen ifo Insti­tuts – Leib­niz-Insti­tut für Wirt­schafts­for­schung an der Uni­ver­si­tät Mün­chen sowie Direk­tor des Cen­ter for Eco­no­mic Stu­dies (CES), Geschäfts­füh­rer der CESifo GmbH und Pro­fes­sor für Volks­wirt­schafts­lehre an der Lud­wig-Maxi­mi­li­ans-Uni­ver­si­tät München.

Umfas­sende For­schungs­ar­bei­ten mit Daten von Statistikinstitutionen
Die ÖAW-/Sta­tis­tik Aus­tria Lec­tures beleuch­ten Trends und Fra­gen ange­wand­ter Sta­tis­tik im Kon­text mit gesell­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen. Durch die Inten­si­vie­rung des Dia­logs sol­len Wis­sen­schaft und Sta­tis­tik Aus­tria wich­tige Impulse bekom­men, um so die empi­ri­sche For­schung am Wis­sen­schafts­stand­ort Öster­reich zu stärken. 

Bei den ein­zel­nen Ter­mi­nen wer­den inter­na­tio­nale Gast­vor­tra­gende umfas­sende For­schungs­ar­bei­ten mit Daten von Sta­tis­tik­in­sti­tu­tio­nen bezie­hungs­weise Inno­va­tio­nen in der Sta­tis­tik vor­stel­len. „Big Data Eco­no­mics in Zei­ten mul­ti­pler Kri­sen“. Öster­rei­chi­sche Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten (OeAW), Fest­saal, Dr. Ignaz Sei­pel-Platz 2 in 1010 Wien am 5. Okto­ber 2023 um 18:00 Uhr.

ifo Geschäfts­kli­ma­in­dex geht leicht zurück
Das ifo Insti­tut erhebt unter ande­rem regel­mä­ßig die Stim­mung in der deut­schen Wirt­schaft – und die ist aktu­ell ange­spannt. Der soge­nannte ifo Geschäfts­kli­ma­in­dex ist im Sep­tem­ber neu­er­lich gefal­len. Die Unter­neh­men waren wie­derum weni­ger zufrie­den mit den lau­fen­den Geschäf­ten. Die deut­sche Wirt­schaft tritt auf der Stelle, der Pes­si­mis­mus für die kom­men­den Monate nahm jedoch leicht ab. 

Die Exper­ten des ifo-Insti­tuts beleuch­ten in ihren Erhe­bun­gen auch die ein­zel­nen Bran­chen­seg­mente. Im Ver­ar­bei­ten­den Gewerbe etwa ist der Geschäfts­kli­ma­in­dex leicht gestie­gen. Die Unter­neh­men waren mit der aktu­el­len Geschäfts­lage etwas zufrie­de­ner. Die Erwar­tun­gen ver­schlech­ter­ten sich mini­mal. Der Auf­trags­be­stand ging wei­ter zurück.
Ange­spannte Situa­tion in Baubranche

Im Dienst­leis­tungs­sek­tor war das Geschäfts­klima zum sechs­ten Mal in Folge rück­läu­fig. Dies war auf eine merk­li­che Ver­schlech­te­rung der aktu­el­len Lage zurück­zu­füh­ren. Die Umsätze ent­wi­ckel­ten sich schwä­cher als in den Vor­mo­na­ten. Die Erwar­tun­gen konn­ten leicht zule­gen, sind jedoch wei­ter­hin von Skep­sis geprägt.

Im Han­del ist der Index gestie­gen. Dies war auf weni­ger pes­si­mis­ti­sche Erwar­tun­gen zurück­zu­füh­ren. Die Händ­ler waren jedoch weni­ger zufrie­den mit den lau­fen­den Geschäf­ten. Und im wich­ti­gen Bau­haupt­ge­werbe ist der Geschäfts­kli­ma­in­di­ka­tor auf den nied­rigs­ten Wert seit Januar 2009 gefal­len. Die Unter­neh­men beur­teil­ten ihre aktu­elle Geschäfts­lage noch­mals schlech­ter. Der Aus­blick auf die kom­men­den Monate bleibt äußerst pessimistisch.

Autor: red/rucz/cc
03.10.2023

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